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Unzufrieden? Drei Tage Regenwetter im Salzkammergut - und schon hat man vergessen, daß man nur wenige Tage davor die unerträgliche Hitze verflucht hat. Man sehnt sich zurück nach Sonnenschein und 30 Grad im Schatten - um dann, wenn es wieder soweit ist, den kühleren Temperaturen nachzujammern. Es liegt wohl in der Natur des Menschen, daß er nie zufrieden ist. Egal, ob Sonne oder Regen, Hitze oder Kälte - nach kürzester Zeit wünscht man sich das Gegenteil. Wir vergessen dabei nur eines allzu leicht: Wir können die Natur nicht zwingen. Besser wäre es, sich auf die Gegebenheiten einzustellen, zu akzeptieren, wie es ist und das Beste daraus zu machen. Im Prinzip läuft es mit der Geldanlage nicht anders. Jeder weiß, daß auf Sonnenschein Regenwetter folgt und umgekehrt. Und dennoch: Wenn die Börsen boomen, scheinen alle zu glauben, daß es ewig so weitergehen wird. Anders ist es nicht erklärbar, warum so viele in Zeiten der Überhitzung einsteigen. Und kommt dann die unausweichliche Korrektur, geht das große Klagen los, so als ob die jüngste Hausse die letzte gewesen wäre. Sich auf die Natur einstellen, hier wie da, beim Sommerurlaub oder an der Börse: das haben viele verlernt. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, sagen die Engländer, die mit Wetterkapriolen leidvolle Erfahrungen haben. Es gibt auch keine schlechten Börsen, nur schlecht auf deren „Natur“ vorbereitete Anleger, könnte man in Analogie dazu sagen. Wenn es wieder einmal
regnet und Sie absolut keine Lust haben, das Haus zu verlassen: Denken
Sie doch darüber nach, ob Sie auf jedes Börsenwetter vorbereitet und Ihre
Geldanlagen „wetterfest“ sind. Denn gut gerüstet lassen sich auch bei
Wind und Wetter Berge bezwingen. Im Urlaub wie an der Börse. |