Mit Aktien und ETFs auf Batteriehersteller setzen
Der Einsatz von Batterien wächst, die Investmentchancen für Anleger ebenso.
Warum die Kurse von Aktien von Batterieherstellern so stark gestiegen sind
19.4.2026. Der globale Batteriemarkt erlebt 2026 ein außergewöhnlich starkes Nachfragewachstum. ETFs mit diesem Fokus schießen teils dreistellig in die Höhe (Siehe unten). Laut aktuellen Daten von Global Batterys wächst der Markt von 200,6 Mrd. USD (2026) auf 431,8 Mrd. USD bis 2034, angetrieben durch die rapide steigende E‑Mobilität und sinkende Batteriepreise . Zudem steigt die Nachfrage nach EV‑Batterien jährlich um 11,8 %, während China bereits über 50 % aller neuen Elektroautos verkauft – ein zentraler Treiber für Batteriehersteller wie Tesla‑Partner und LG‑Konkurrenten . Auch geopolitische Faktoren spielen eine Rolle: Die Lokalisierung von Lieferketten in Europa und den USA führt zu massiven Investitionen in neue Gigafactories, was die Bewertung der Branche zusätzlich hebt .
Prognose 1: Batteriemarkt wächst 2026–2034 zweistellig
Der weltweite Batteriemarkt soll laut Fortune Business Insights von 200,6 Mrd. USD (2026) auf 431,8 Mrd. USD (2034) steigen – ein jährliches Wachstum von 10 %. Haupttreiber sind Elektroautos, die 2023 bereits 18 % aller Neuwagen ausmachten .
Prognose 2: EV‑Batterien erreichen 2031 ein Marktvolumen von 157 Mrd. USD
Der Markt für Elektrofahrzeugbatterien soll bis 2031 auf 157 Mrd. USD anwachsen. Besonders stark wächst China, wo LFP‑Batterien (Lithium‑Eisenphosphat) aufgrund niedriger Kosten und hoher Sicherheit Marktanteile gewinnen .
Elektroautos bleiben größter Nachfragetreiber
Der wachsende Markt für Elektroautos ist eine zentrale Nachfragequelle für Batterien. BloombergNEF erwartet bis 2030 rund 28 Mio. strombetriebene Fahrzeuge weltweit. Auch stationäre Energiespeicher gewinnen an Bedeutung, da sie Schwankungen bei Wind- und Solarstrom ausgleichen.
Batterien stabilisieren Stromnetze
Wie Analyst Nitesh Shah (WisdomTree) betont, braucht es Speicherlösungen, um Flauten bei Wind und Photovoltaik abzufedern. Batterien können sowohl beim Produzenten als auch beim Konsumenten eingesetzt werden.
Batteriepreise sinken – Effizienz steigt
Die Preise für Lithium‑Ionen‑Batterien fallen seit Jahren. Eine Kilowattstunde kostet laut BloombergNEF nur noch rund 150 USD – bis 2030 könnten es 70 USD sein. Unter 100 USD/kWh wären E‑Autos preislich mit Verbrennern gleichauf.
Wie Anleger in Hersteller von Batterie‑Aktien investieren können
Beim US‑Technologiekonzern Tesla (ISIN: US88160R1014) geht es längst nicht mehr nur, was die Autosparte betrifft, um Elektroautos. In Grünheide bei Berlin produziert das Unternehmen auch Batterien mit neuer Technologie. Die südkoreanische südkoreanische LG Chem (KR7051910008)hat ihre Batteriezellproduktion in China massiv ausgeweitet – die Aktie legte in den vergangenen zwölf Monaten um 61 % zu (Stand 19.4.2026).
1. L&G Battery Value‑Chain: 140 % in einem Jahr
Der ETF ISIN IE00BF0M2Z96 umfasst rund 30 Unternehmen entlang der Batterie‑Wertschöpfungskette – von Technologie bis Rohstoffe. Zu den größten Positionen zählen Tesla, Sony und Hitachi Chemical. Fast die Hälfte des Fondsvermögens entfällt auf Japan.
2. WisdomTree Battery Solutions ): +91 % in einem Jahr
Der ETF ISIN: IE00BKLF1R75 enthält 93 Titel, mit starkem China‑Fokus (rund 30 %). Dazu gehören Ganfeng Lithium, Shenzhen Capchem, Plug Power und Livent. In den vergangenen zwölf Monaten erzielte der ETF ein Kursplus von 91 % (Stand 19.4.2026).
Bei beiden Produkten müssen Anleger sowohl Kurs- als auch Währungsschwankungen beachten.
Autorin: Raja Korinek, Anneliese Proissl
Foto: Pixabay / MikesPhotos
