Sympathy for the Devil!

(10.04.2026) Ein uns bekannter Leser bittet folgenden offenen Brief abzudrucken:

„Dear Mr. President,

vielen Dank, dass Sie uns eine kurze Verschnaufpause in Ihrem nicht zu Ende gedachten Kriegsspiel vergönnen! Die Börsen danken es Ihnen – wie lange, wird sich weisen. Was vor Ihnen keiner schaffte: Für das Passieren der Straße von Hormus wird man künftig wohl Mautgebühren in Millionenhöhe zahlen müssen. Mit diesem Geld kann das Regime das Iranische Volk noch effizienter unterdrücken und die Hisbollah unterstützen. Auch sollte Ihnen Wladimir Putin zu Dank verpflichtet sein, der alleine durch die Öl- und Gaspreissteigerungen der letzten Wochen das Aufpolieren seines Waffenarsenals finanzieren konnte. Ihr offensichtliches Herzensthema, der Schwächung Ihrer jahrzehntelangen Bündnispartner in Europa und Kanada, haben Sie ein gutes Stück weitergebracht. Auch haben Sie die Wiederbelebung der globalen Konjunktur, die nach Covid, Zuliefer- und Energieengpässen wieder angesprungen war, erfolgreich zumindest erschwert, wenn nicht beschädigt. Auch der von der OMV und XRG neu geschaffene Chemie- und Polyolefinkonzern Borouge hat sich seinen operativen Start in der Golfregion sicher anders vorgestellt. Meine besondere Begeisterung möchte ich aber der Tatsache verleihen, dass Sie Ihre wichtigsten Wahlversprechen gegenüber dem amerikanischen Volk gebrochen haben, indem Sie, nachdem Sie durch Ihre Zollpolitik bereits die Inflation in den USA angeheizt haben, nun auch die geopolitische Stellung Ihres Landes nachhaltig ramponiert haben. ‚Make America small again‘, kann ich nur sagen.

Herzlichst, Ihr Luzifer“