Schrecken ohne Ende für Franken-Schuldner

Wer jetzt einen zehnjährigen Frankenkredit tilgen muss, dürfte spätestens mit dem letzten Kursrutsch den Zinsvorteil verspielt haben. Wer daher eine Prolongation ins Auge fasst, sollte sich auf eine längere Durststrecke einstellen.

Makroökonomisch war der massenhafte Vertrieb von Frankenkrediten samt den entsprechenden Tilgungsträgern durch die österreichischen Banken sicherlich kein Ruhmesblatt. Immerhin wurde dadurch halb Zentraleuropa in einen riesigen Hedge Fonds verwandelt, dessen Risiken primär auf Konsumenten lasten. Während sich deren Belastbarkeit aber als recht stabil erwiesen hat, trifft es gerade jene Frankenschuldner besonders bitter, denen Tilgungen bevorstehen. Denn wer vor zehn Jahren zu 1,55 € einen Frankenkredit abgeschlossen hat und zum aktuellen Kurs tilgen muss, der dürfte unter Einrechnung der Spesen den Zinsvorteil inzwischen verspielt haben. So hatte der Franken letzte Woche den als robust geltenden Widerstand bei 1,25 € ohne Zögern genommen, nur um dann noch unter 1,22 € abzusacken.

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