EU-Aktienbörsen als Profiteure

Transaktionssteuer und Mifid sollten die superschnellen Finanzmarktgeschäfte aus Europa vertreiben - was die betroffenen Handelsplätze langfristig sogar stärken könnte.

Sollte tatsächlich umgesetzt werden, was Europaparlament sowie elf EU-Staaten vergangene Woche beschlossen haben, wird es in Europa bald keinen sogenannten Hochfrequenz- Handel („HFT“) mehr geben. Da der automatisierte und von superschnellen Computern umgesetzte HFT schon lange auf scharfe Kritik stößt, wurde in den Richtlinienentwurf zum Wertpapierhandel (Mifid II/„Markets in Financial Instruments Directive“) des EU-Parlaments nun die Verpflichtung aufgenommen, Orders mindestens 0,5 Sekunden lang zu halten und für nicht ausgeführte Orders Gebühren zu zahlen, was die meisten HFT-Strategien obsolet machen müsste.

Auf Facebook teilen Diesen Artikel teilen