230 Mrd€ wollen investiert werden

Anstatt Zinsen zu kassieren, bezahlen Haushalte und Unternehmen aus Angst vor der Krise real jährlich 4,5 Mrd€, um ihre Gelder bei den Banken deponieren zu dürfen.

Da aktuell eine Schuldenkrise mit noch mehr Schulden bewältigt werden soll, ist die Skepsis der Investoren verständlich, die sich in rekordhohen Liquiditätsbeständen äußert. So haben heimische Haushalte laut OeNB aktuell 74,7 Mrd€ an sofort fälligen Bankguthaben und 18,3 Mrd€ in Cash, während 95 weitere Mrd€ mit Bindungsfristen bis zu einem Jahr veranlagt sind. Erstmals übersteigen zudem die Bankeinlagen der Unternehmen 50 Mrd€, was umso erstaunlicher ist, als die Banken für diese gesamt 230 Mrd€ jährlich insgesamt kaum 1 Mrd€ an Zinsen ausschütten. Bei einer Inflationsrate von zuletzt 2,4 % bezahlen Haushalte und Unternehmen den Banken „real“ also jährlich rund 4,5 Mrd€ dafür, ihre Gelder aufzubewahren.

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