DAX ignoriert ifo und Co.

Es ist ein geflügeltes Wort: „Wenn sich der Chef der US-Notenbank räuspert, dann husten die Märkte.“ Der DAX reagiert auf US-Daten stärker als auf deutsche.

Dass in dieser Börsenweisheit mehr Wahrheit liegt, als deutschen Wissenschaftern lieb sein kann, legt eine Studie der Münchener ifo-Öko- nomen um Klaus Wohlrabe nahe. Verkürzt gesagt: Der DAX schert sich wenig um die Prognosen zur Konjunkturlage in Deutschland. Die drei Forscher haben den DAX über einen Zeitraum von zehn Jahren dar- aufhin ausgewertet, welchen Ein- fluss makroökonomische Daten aus Deutschland, den USA und der Euro-Zone auf den Kurs ausüben. Das Fazit: Es sind meist Konjunktur- daten aus den USA, die den DAX auf- und abtreiben. „Eine hohe Re- levanz haben das BIP oder der Kon- sum in den USA“, so Wohlrabe vorab gegenüber dem Börsen-Ku- rier.

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