Tokioter Kursrutsch als Einstiegschance?

Da in Japan Regierung und Banken ein Ansteigen der Yen-Zin- sen kaum überleben würden, sollte das geldpolitische Umfeld dafür sorgen, dass die Börse die Rückschläge überwinden kann.

Für etliche Investoren dürfte der Kursrutsch Tokios ein Déjà vu gewe- sen sein. So notiert der japanische Leitindex Nikkei 225 mehr als zwan- zig Jahre nach dem Platzen der japa- nische Börsenblase noch immer sat- te 25.000 Punkte unter dem Stand von 1989 und hat von seinem jüngs- ten Tiefpunkt im März 2009 bei rd. 7.000 Punkten bis November 2012 auch nur rund 30 % zulegen können.

Dann hatte die japanische Regie- rung jedoch die Notenbank zum Öff- nen aller geldpolitischen Schleusen überredet, was den Yen in den Keller geschickt, die Volatilität bei Staatsan- leihen angehoben und an der Börse ein wahres Kursfeuerwerk entfacht hat. So schoss der Nikkei von No- vember bis Mitte Mai von 8.666 auf mehr als 15.500 Zähler hoch, bevor er letzte Woche unter durchaus pa- nischen Umständen auf unter 13.500 einbrach. Allerdings hatte Tokio seit dem Crash mehrere vielversprechen- de Aufschwungphasen erlebt, die sich aber stets als wenig nachhaltig erwiesen.

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