„Keine neue Asienkrise“

Länder, die eng in die Wertschöpfungskette der Industrienationen eingebunden sind, bleiben attraktiv, so die Ansicht der Anleihenexperten der internationalen GAM Holding.

Die Währungen vieler Schwellenländer haben zuletzt stark abgewertet. Doch eine Krise, wie sie die asiatischen Länder 1997 erlebt haben, dürfte nicht bevorstehen. Dieser Meinung ist Paul McNamara, Fondsmanager bei der Asset Management Gruppe GAM. „Die aktuelle Entwicklung ist nicht vergleichbar mit 1997“, meint er. Die Länder seien heute deutlich robuster, die Banken teilweise besser aufgestellt als in den Industrienationen. „Was wir erleben, ist das Ende des Wachstumsmodells, dem die Schwellenländer nach der Finanzkrise gefolgt sind.“ Mithilfe der lockeren Geldpolitik und ausländischen Kapitals sei es den Schwellenländern nach der Krise gelungen, so McNamara weiter, das Investment im Inland zu stärken und ihr hohes Wachstumsniveau aufrecht zu erhalten.

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