Die ganze Welt drängt in den Iran

Werden die Iran-Sanktionen dank der neuen Lage im Irak früher aufgehoben als bislang erwartet, sollten österreichische Unternehmen davon überproportional profitieren können.

Das Auseinanderfallen des Irak in das ölreiche Kurdistan im Norden, den West-Irak der ISIS-Truppen und den südlichen Rest unter der Führung Nouri al-Malikis hat offenbar großes Potenzial, die bestehenden geostrategischen Allianzen in Bewegung zu bringen. Denn obwohl die Vereinigten Staaten offiziell noch wenig Bereitschaft zeigen, im Sanktionsstreit mit dem Iran nachzugeben, finden sich die USA nun sowohl in der Syrien-Frage als auch im Irak mit dem Erzfeind im selben Boot. Saudi- Arabien, der nach Israel beste Freund der USA in der Region und größter arabischer Feind des Iran, unterstützt hingegen jeweils die Gegenseite. Und wenn ein hoher US-Regierungsbeamter nun ein weiterhin gespanntes Verhältnis zum Iran ankündigt, weil dieser den Terrorismus begünstige und Menschenrechte missachte, trifft dies wohl um nichts weniger auch auf Saudi-Arabien zu, was die bisherige Position der USA politisch zunehmend unter Druck bringt.

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