Hohe Dividenden allein sind zu wenig

In der aktuellen Niedrigzinsphase erscheinen Aktien mit Dividendenrenditen von mehr als 4 % sehr verlockend. Doch oft haben diese attraktiven Ausschüttungen einen Haken.

Bedenkt man, dass auf einem Sparbuch mit dreijähriger Kapitalbindung 2 % p.a. bereits Spitzenkonditionen sind und auch Anlegerwohnungen nur noch 2,8 bis 4 % p.a. abwerfen, gewinnen Dividendentitel mit höherer Rendite an Bedeutung, zumal auch die Hoffnung besteht, dass die Dividendenzahlung stärker steigt als die Verbraucherpreise. Letzteres mag zwar auf die Dividendenaristokraten des S&P-500-Index weitgehend zutreffen, doch bei allzu großzügiger Ausschüttung liegt häufig das Problem stagnierender Erträge zugrunde, das mit einer hohen Dividendenausschüttung - oft aus der Substanz - kompensiert wird. Bei den 54 S&P-500-Dividendenaristokraten, die über mindestens 25 Jahre hindurch jedes Jahr in Folge ihre Dividendenzahlungen erhöhten, muss man sich hingegen in der Regel mit niedrigeren Renditen zwischen 2 und 3,5 % zufriedengeben.

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