Verzerrungen auf dem Anleihenmarkt

Noch nie mussten der italienische Staat und Spanien so wenig Zinsen für Bonds bezahlen wie derzeit. Die Schuldenstände dieser Länder dagegen befinden sich auf neuen Rekordhöhen.

Die Finanzakteure wittern für die Euro-Zone den Beginn eines „Quantitative easing“, während dieses Kapitel in den Vereinigten Staaten seinem Ende zugeht. Noch beschränkte sich die EZB zuletzt darauf, diese Möglichkeit in den Raum zu stellen. Negative Einlagezinsen und zugleich neu eingeräumte Langfristkredite für Banken (mit einem recht rigiden Kontrollmechanismus) sollen die Kreditvergabe an die Privatwirtschaft endlich in Schwung bringen. Als Botschaft kommt dieses Agieren auf dem Finanzmarkt aber beinahe als Verzweiflungsakt an.

Auf Facebook teilen Diesen Artikel teilen