Die erneute Abwertungs-Spirale

Neue Belebungsprogramme der EZB und der japanischen Notenbank führen zu einer weiteren Ausweitung der Bilanz und einer Euro-Yen-Abwertung.

Die nun laufende Schwäche der europäischen Gemeinschaftswährung nahm bereits im Mai dieses Jahres ihren Lauf. Unabhängig von der Ukraine-Krise stellte sich schon während des zweiten Quartals heraus, dass die Konjunkturprognosen zu Jahresbeginn eher Zweckoptimismus gewesen sind. EZB-Präsident Mario Draghi würde weitere Instrumente (auch neue) nutzen, um seine Handlungsfähigkeit glaubwürdig unter Beweis zu stellen. Dies witterte der Markt im Frühsommer und der gewünschte Effekt blieb nicht aus: Bis zu 6 % gab der EUR zu den angelsächsischen Pendants seither nach. Auf welches Terrain die EZB ihren Aktionsradius ausweitete, ist dem Normalbürger nun kaum bekannt, ebenso wenig die massiv gekappte BIP-Prognose für 2015 (1,6 %).

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