So reduziert man Kursschwankungen im Portfolio
28.09.2026
Geopolitische Konflikte, hartnäckige Inflation und hohe Bewertungen an den Aktienmärkten sorgen für Unsicherheit. Gleichzeitig bleiben Aktien für Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen wollen, eine wichtige Anlageklasse. Doch wie lassen sich die Risiken begrenzen, ohne auf attraktive Renditechancen verzichten zu müssen? Einen möglichen Ansatz bietet die Minimum-Varianz-Strategie. Sie kombiniert Aktien so, dass die Kursschwankungen des gesamten Portfolios möglichst gering ausfallen. Damit lassen sich Risiken reduzieren, ohne zwangsläufig auf eine attraktive Wertentwicklung verzichten zu müssen. Verluste sind allerdings weiterhin möglich.
Was ist der Minimum-Varianz-Ansatz?
Dabei handelt es sich um eine Anlagestrategie, bei der ein Portfolio so zusammengestellt wird, dass die Kursschwankungen (Volatilität) möglichst gering sind. Ziel ist nicht die höchstmögliche Rendite, sondern ein möglichst stabiles Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag. Dazu werden Aktien kombiniert, die sich in ihrer Kursentwicklung möglichst unterschiedlich verhalten. Besonders in unsicheren Marktphasen kann ein Minimum-Varianz-Portfolio geringere Verluste und eine ruhigere Wertentwicklung bieten.
Ein einfaches Beispiel für einen Minimum-Varianz-Ansatz
Ein Minimum-Varianz-Fonds investiert nicht nur in Technologieaktien, sondern kombiniert sie mit defensiven Titeln wie Versorgern, Gesundheits- oder Basiskonsumgüterunternehmen. Fallen Tech-Aktien deutlich, können die stabileren Branchen einen Teil der Verluste ausgleichen. Dadurch schwankt das gesamte Portfolio weniger als der Gesamtmarkt.
Beispiel für konkrete Unternehmen
Statt nur auf NVIDIA oder ASML zu setzen, mischt ein Minimum-Varianz-Portfolio auch Aktien wie Nestlé, Roche oder National Grid bei. Die Unternehmen reagieren oft unterschiedlich auf Konjunktur- und Börsenentwicklungen. Das senkt die Schwankungen des Gesamtportfolios.
Wichtig ist: Ein Minimum-Varianz-Portfolio besteht nicht einfach aus “langweiligen” Aktien. Entscheidend ist, dass die Titel möglichst wenig gemeinsam schwanken (geringe Korrelation). Dadurch lässt sich das Gesamtrisiko reduzieren, auch wenn einzelne Aktien durchaus volatil sein können.
