Professionelles Portfoliomanagement für das kleine Geldbörserl

Während Mischfonds früher starre Richtlinien hatten, können moderne Multi-Asset-Portfolios ein breites Spektrum nutzen, das man bei Allianz Global Investors nun auch auf Themen erweitert hat.

Die meisten Privatanleger werden die Situation wohl allzu gut kennen: Die Frage nach dem richtigen Einstieg an den Börsen. Dabei ist das Timing genauso schwierig, wie auch die Entscheidung über die Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen.

Genau hier kommen Multi-Asset-Fonds, wie Mischfonds immer öfters genannt werden, ins Spiel. Hier überlässt man dem Management die Aufteilung auf unterschiedliche Anlageklassen, womit auch gleich das Risiko möglichst gestreut werden soll. Freilich, ein Allheilmittel sind die Fonds nicht. Allein in der jüngsten Korrektur verloren sowohl Aktien als auch Anleihen an Wert, selbst der Ölpreis rasselte nach unten. Und das bekommen dann auch breit gestreute Portfolios zu spüren.

Finanzkrise verstärkte die Nachfrage

Doch grundsätzlich kann ein gut verwalteter Mischfonds durchaus interessant sein. Laut einer jüngsten Auswertung des Datenanbieters Morningstar haben allein im Vorjahr global anlegende Mischfonds auf Eurobasis in der Kategorie „Cautious Allocation“ – also mit einer sehr vorsichtigen Ausrichtung – im Schnitt 2,11 % zugelegt. Jene mit einer „Moderate Allocation“ erzielten im Durchschnitt ein Plus von 4,45 %. Und die offensivste Variante „Flexible Allocation“ erzielte im Schnitt einen Wertzuwachs von 5,06 %.

Dabei hatte ausgerechnet die Finanzkrise von 2008 das Interesse an Mischfonds angeheizt. „Gerade in einer Krise steht die Diversifikation und das Risikomanagement bei vielen Anlegern verstärkt im Vordergrund“, meint Ingo Mainert, Chief Investment Officer für Multi Asset Europe bei Allianz Global Investors (AllianzGI).

An einen Stillstand denken die Experten aber noch lange nicht. Schließlich würden Mischfonds nicht nur die Chance bieten, möglichst viele Anlageklassen abzudecken, betont Mainert. „Wir haben inzwischen eine weitere Dimension eingebracht, nämlich den Fokus auf ausgewählte Themen“, so  der AllianzGI-Experte gegenüber dem Börsen-Kurier, für den damit die Vorteile auf der Hand liegen: „So kann man noch breiter und tiefer gehend diversifizieren.“

Streuung auf sechs verschiedene Themen

Umgesetzt wird dieser Investmentansatz im neu aufgelegten „Allianz Global Fundamental Strategy“ (ISIN: LU1723484 678). Dabei setzt der Fonds die Hausmeinung von AllianzGI um – und investiert in sechs verschiedene Themen. Dazu zählt etwa die „Disruption“. Schließlich gibt es einige neue Technologien wie den Online-Handel oder das fahrerlose Autofahren, die in vielen Bereichen für einen Umbruch sorgen.

Auch das Thema „Einkommen“ wird abgedeckt, denn längst lässt sich mit Staatsanleihen aus den Industrienationen keine Rendite mehr lukrieren. Als Alternative wird unter anderem etwa auf Bonds aus den Schwellenländern, etwa aus Argentinien, Brasilien, Indien, Indonesien zugegriffen. Und damit wird auch schnell klar: Neue Themen gibt es sowohl im Aktien- als auch im Anleihebereich.

Der Fonds fällt im Übrigen in die Morningstar-Kategorie „Mischfonds Euro Flexibel – Global“. Auf zehn Jahre kann sich hier der „Flossbach von Storch – Multiple Opportunities II“ (LU0952573482) mit einer jährlichen Wertentwicklung von 9,33 % am besten behaupten. Derzeit ist rund die Hälfte in Aktien investiert, gut 8 % in Renten, und weitere rund 9 % indirekt in Gold.

Autor: Mag. Raja Korinek  (redaktion@boersen-kurier.at)

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