E-Mobilität als Investmentchance

Was die Zukunft des Autofahrens den Anlegern bringt. (14.02.)

Raja Korinek. Inzwischen vergeht kaum ein Tag ohne neue Meldungen aus der Welt der Elektromobilität. Jüngst waren es etwa Ford und Volkswagen. Sie kündigten eine Allianz auf der US-Automesse in Detroit an. Unter anderem soll die Zusammenarbeit selbstfahrende Autos, Mobilitätsdienste und Elektroautos umfassen. Was einmal mehr zeigt, wie ernst es den Autobauern mit der Umstellung auf strombetriebene Boliden ist.

Einzig, wie rasch der Wandel vorangehen wird, das bleibt freilich abzuwarten. Jedenfalls forcieren auch andere Branchenkonzerne eifrig den Umstieg. Bis zum Jahr 2025 plant etwa BMW 25 voll- oder teilelektrisierten Fahrzeugreihen. Der Volkswagen-Konzern will bis dahin unter anderem 50 Elektroauto-Modelle anbieten.

Wer baut Batterien?
Mit dieser Entwicklung rücken auch die entsprechenden Komponenten in den Fokus, allen voran die Batterie. Denn ohne sie rennt freilich nichts. Derzeit kommen die weltweit größten Batterieproduzenten aus Asien. In China sind es etwa Unternehmen wie BYD (ISIN: CNE100000296) und Lishen, in Südkorea LG Chem Ltd. (KR705 1910008) und Samsung (KR70059 30003). Anders in Europa, die Region spielt derzeit noch eine kleine Rolle, auch wenn die Politik versucht, Initiativen beispielsweise in Deutschland zu setzen.

Doch wer Batterien herstellen möchte, benötigt freilich auch die entsprechenden Rohstoffe. Dabei ist Lithium ein wichtiger Bestandteil leistungsfähiger Akkus. Immerhin stecken in einem Standard-Akku für Elektroautos gut 10 Kilo Lithium, in den Tesla-Modellen können es bis zu 40 Kilo sein.

Zertifikate auf die Mobilität
Für Anleger gibt es Zertifikate, die genau diese Themen abdecken. Eines davon ist das Open-End-Partizipationszertifikat auf den „Solactive Battery Energy Storage Performance-Index“ von Vontobel (DE000VL5 3BE). Der Index bildet die Kursentwicklung von 14 Unternehmen ab, die in der Wertschöpfungskette der Batterieherstellung (Lithiumförderung, Chemiefirmen, Batterieproduzenten) tätig sind. Dazu zählt nebst LG Chem der US-Batteriehersteller Enersys (US29275Y1029) und die chinesische Tianneng Power International (KYG8655K 1094), ebenfalls ein Batteriehersteller.

Eine weitere Möglichkeit bietet das Open-End-Indexzertifikat auf den „Solactive Elektromobilität und Autonomes Fahren Technologieträger Index“ der UBS (DE000 UBS9EM9). Der Index enthält 20 Unternehmen, die führende Technologieträger im Bereich Elektroautos und autonomes Fahren sind.

Autobauer verpönt
Autohersteller werden außen vorgelassen aufgrund der Unwägbarkeiten beim Übergang in eine neue Mobilitätsära. Zu den größten Indexpositionen zählen vielmehr die Technologiefirma Toshiba (JP3 592200004) sowie der Halbleiterhersteller Rohm (JP3982800009), beide sind aus Japan. Die europäischen Netzwerkausrüster Nokia (FI0009000681) und Ericsson (SE0 000108656) zählen ebenso dazu.

Bei beiden Zertifikaten muss man aber das Kurs- als auch das Währungsrisiko beachten.

Foto: pixabay - kalhh

 

 

Auf Facebook teilen Diesen Artikel teilen