Welcome in Austria

Regierung will Bewegung am Wirtschaftsstandort.

Lea Schweinegger.Es war der zweite Standort-Event, der am 27. Feber in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn über die Bühne ging. 100 internationale Unternehmen aus 16 Ländern mit ihren CEOs und deren Vertretern folgten der Einladung der österreichischen Bundesregierung zur #InvestInAustria-Standortkonferenz.

„Jobs schaffen und Wohlstand bringen“, so der Gedanke dieser Initiative, die 2018 zum ersten Mal stattfand und der Gastgeberin, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck ein volles Haus brachte. Es war ein Networking in einem schönen, entspannten Ambiente, das den Teilnehmern ein Kennenlernen und auch eine Kooperation ihrer Unternehmen ermöglichte.

Regierungsspitze vertreten
Das Gros der Regierungsspitze mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Infrastrukturminister Norbert Hofer warb dabei auch vor in- und ausländischen Pressevertretern für den Wirtschaftsstandort. „Unternehmen entscheiden sich für Investitionen, weil die Rahmenbedingungen gut sind. Das ist immer ein Gesamtpaket aus mehreren Faktoren und Österreich hat hier mit der hohen Lebensqualität einen Startvorteil“, so Schramböck, die auch betonte, dass sich die Politik als Partner der Wirtschaft verstehe.

Im Vorfeld der Veranstaltung konnten drei neue Investitionen mit einem Volumen von in Summe 30 Mio€ bekanntgeben werden: die Heitec AG (ein Automatisierungs- und Elektroniklösungsanbieter), die Port Energy Logistic (entwickelt saubere Entsorgungslösungen für die See- und Binnenschifffahrt) sowie die polnische Firma Lasertec (ein Produzent von Lasertechnologien für die Industrie) planen, an die 140 neue Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen.

Standortfaktoren
Als wesentliche positive Standortfaktoren hob die Ministerin die geplante Steuerreform, die Verfügbarkeit von Fachkräften sowie den Stand von Forschung und Digitalisierung hervor. „Österreich liegt mit einer F&E-Quote von 3,19 % des BIP auf dem zweiten Platz in der EU. Die Forschungsprämie, die 2018 auf 14 % angehoben wurde, ist ein weiterer Meilenstein und soll den Wirtschaftsstandort Österreich in Bezug auf Forschung noch attraktiver machen. Österreich hat zudem die Digitalisierung zu einem Schwerpunkt der ganzen Regierung erklärt. Davon profitieren sowohl die Wirtschaft als auch die Bevölkerung nachhaltig“, ist die Ministerin überzeugt.

Bundeskanzler Kurz lobte in der Pressekonferenz die hohe Lebensqualität des Landes und verwies auch auf das starke Wirtschaftswachstum 2018 von 2,7 %. „Wir sind eines jener Länder mit einer sehr breiten, diversifizierten Wirtschaft und mit sehr vielen so genannten ,Hidden Champions’. Vor allem aber ist Österreich ein sehr starker und innovativer Wirtschaftsstandort mit einem noch immer sehr starken Industrieanteil.“ Der Kanzler verwies auch auf die Rechtssicherheit, die für Investitionen wichtig ist.

Aus seiner Sicht ist Österreich aufgrund seiner günstigen Lage in Europa für viele Unternehmen - sowohl zum Osten als auch Westen - ein gutes „Gateway“, speziell für Länder in Ost- und Südosteuropa. Minister Hofer plädierte wiederum für eine Steuerentlastung und weniger Bürokratie. Andererseits will die Republik viele Milliarden in die Infrastruktur stecken.

Networking
Bei der Konferenz waren unter anderem der TUI-Group-Chef Friedrich Joussen, Lukoil-CEO Alexander Matytsyn und Novartis-Westeuropa-Chef Mark Never anwesend. Zudem nutzten auch zahlreiche heimische Unternehmen wie zum Beispiel Palfinger, Miba oder Kreisel die Möglichkeit, ihre Produkte vor internationalen Entscheidungsträgern zu präsentieren.

„Als Output der vergangenen Veranstaltung wurden in Österreich Investitionen in der Höhe von rund 380 Mio€ getätigt und mehr als 450 Arbeitsplätze geschaffen“, so die Veranstalter. Aufgrund dessen darf man davon ausgehen, dass dieser Event Fortsetzung findet.

Foto: BMDW

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