Konsolidierung oder Trendende?

Edelmetalle konsolidieren auf hohem Niveau, Analysten zufrieden.

Andreas Fastl, Commodity Trader. Die Kommentare sind sich einig: Diese Pause hat sich der Goldpreis verdient und die Panik in den Märkten wird anhalten. Zwar zeigen viele Krisenschauplätze eine kleine Erholung, aber die Grundprobleme bleiben bestehen.

Der US-Aktienmarkt hat sich nun doch über mehr als die Hälfte seines jüngsten Verlustes befestigt (2.920 im S&P 500) und sogar der Aktienindex in Hongkong zeigt Stabilisierung. Trotzdem haben die traditionellen Edelmetalle nichts an Terrain verloren.

Gold fluktuierte zwischen 1.500 und 1.540 USD mit letztem Handel bei 1.510 und Silber zwischen 16,75 und 17,50 mit aktuellem Markt bei 17,00.

Bei den (industrieorientierten) Katalysatormetallen kam es zu einer Wiederbelebung der Verhältnisse vor dem Börsensturz: Platin schwächelt weitläufig um die 850 USD während Palladium schon wieder eigenwillig nach oben strebt und sich von 1.400 auf rund 1.450 USD befestigte.

Ein arrivierter Fondsmanager warnte, dass die neu ausgebildete Inversion der US-Zinskurve (längere Laufzeiten rentieren weniger) aus historischer Sicht ein bereits 90 %iges Indiz für einen bevorstehenden Börsencrash wäre.

Auf der anderen Seite betonen die Berater um Donald Trump (es geht um die Wiederwahl!), dass sie keinerlei Anzeichen für einen Börsencrash erkennen können. Genau in diesem Spannungsfeld werden sich die Prognosen in den nächsten Monaten bewegen.

Mit den Protesten in Hongkong ist eine Dimension entstanden, die das Gespenst China mit seiner zentralistischen Führung und dem Einsatz moderner Überwachungstechnologie (Sozialpunkte!) ins Rampenlicht rückt. Die Angst der Bewohner der ehemaligen Kronkolonie, zu einer Verurteilung nach Festlandchina ausgeliefert zu werden, ist absolut nachvollziehbar. Das ist Spannungspotential, welches einen Brexit weit übertreffen könnte.

Vor diesem politischen Hintergrund entwickelt sich außerdem ein Währungskrieg, (denn das ist die politisch sauberste Art, einen Konflikt auszutragen), der alle Zinsen niedrig hält. Gold & Co können also nur profitieren.

Foto: Adobe Stock / Subbotina Anna

 

 

Auf Facebook teilen Diesen Artikel teilen