Fünf Geld-Tipps für ein erfolgreiches 2020

Auch im kommenden sollten Sie bei Ihren Investments gewisse Regeln nicht außer Acht lassen.

Rudolf Preyer. Weil der Aufreger von heute bekanntlich schon morgen der Schnee von gestern ist, gibt der Österreichische Verband Financial Planners (VFP) Anlegern fünf Grundregeln an die Hand, um sich 2020 sicher auf dem Finanzparkett zu bewegen.

Alter und Schwankungen müssen stimmen
Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit „all in!“ beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber kurzfristig auch sehr viel verlieren kann.

Wenn später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewandt werden. „Generell vertragen junge Erwachsene im Vergleich zu Menschen im fortgeschrittenen Alter etwas höhere Schwankungen, da die Zeitspanne bis zu ihrem Ruhestand länger ist“, sagt VFP-Vorstandsmitglied Sonja Ebhart-Pfeiffer.

Gier ist nicht immer gut
Unerfahrene Privatinvestoren neigen oftmals dazu, herbe Verluste einzufahren, indem sie nur das tun, was professionelle Marktteilnehmer bereits lange vor ihnen getan haben. Der Herde folgend, tendieren sie dazu, einzusteigen, wenn die „Börsenparty“ bereits vor ihrem Ende steht. Der Run auf Immobilien-Investments kurz vor Beginn der Finanzkrise ist hier nur eines von vielen Beispielen. Ebhart-Pfeiffer: „Anleger sollten zusammen mit ihrem Berater eine Strategie finden, die zu den jeweiligen finanziellen Verhältnissen passt, und diese beibehalten, auch wenn Kursschwankungen auftreten.“

Im Leben gibt es nichts geschenkt
Stellten Investoren früher stärker den Renditeaspekt in den Vordergrund, so ist es seit 2008 vor allem ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis. Obwohl das vergangene Jahr ein historisch niedriges Zinsniveau mit sich gebracht hat und das Geld auf dem Sparbuch mehr denn je verkümmert, besitzen nur 6 % der Österreicher Aktien. Klar ist: Die Aussicht auf eine höhere Rendite geht immer mit Kursschwankungen einher.

Weg mit den Scheuklappen
Um im Alter 1.000 €/ monatlich zusätzlich zur staatlichen Pension zur Verfügung zu haben, gelte es laut VFP, zuvor ein Vermögen von rund 0,5 Mio€ aufzubauen. „Wer erst mit Mitte 30 mit der Vorsorge für den Lebensabend beginnt, muss sehr hohe monatliche Beträge zur Seite legen“, so Ebhart-Pfeiffer. Junge Menschen - und vor allem jene, die vorhaben, eine Familie zu gründen - müssen sich früh genug auch mit unangenehmen Szenarien auseinandersetzen. Themen wie langfristige Liquiditätsengpässe, Krankheiten oder Todesfälle sind unangenehm, aber eben omnipräsent.

Wissen ist Macht
In Zeiten, in denen man online binnen weniger Minuten einen Robo Advisor befragen kann, ist gute Beratung rar und für schlechte Beratung wird im Nachhinein teuer bezahlt. Obwohl niemand vor Enttäuschungen gefeit ist, lassen sich bestimmte Fehlschläge vermeiden, indem man sich ein Grundlagenwissen aufbaut. „Da das heimische Bildungssystem dem Thema Finanzbildung wenig Aufmerksamkeit schenkt, ist jeder Einzelne gefordert, die Initiative zu ergreifen“, so Ebhart-Pfeiffer vom VFP abschließend.

Foto: Adobe Stock / gitusik

 

 

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