Nachhaltige Nahrungsproduktion rentiert sich

Der Bedarf an Lebensmitteln steigt, die Antwort liegt in effizienterer Produktion.

Raja Korinek. Das Thema Nahrung rückt zunehmend in den Fokus. Die Preise für zahlreiche Agrargüter sind zuletzt kräftig gestiegen. Viele der Notierungen, etwa für Zucker, pflanzliche Öle oder auch für Fleisch, erreichten 2020 ein Dreijahreshoch, wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO zuletzt aufzeigte. Mit der Pandemie gewann aber auch das Thema der Versorgungssicherheit von Lebensmitteln an Bedeutung.

Umso wichtiger ist es, auf eine möglichst effiziente Wertschöpfungskette zu setzen, auch, um künftig die wachsende Zahl der Weltbevölkerung ausreichend ernähren zu können. Laut UNO dürfte diese bis zum Jahr 2050 auf fast 10 Mrd an der Zahl anschwellen. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen zuletzt auch ein klares Ziel definiert: Neben der Bereitstellung von ausreichendem Zugang zu Trinkwasser soll auch kein Mensch bis zum Jahr 2030 an Hunger leiden müssen.

Nahrungsmittelbedarf steigt
Einzig, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, müssten die globale Lebensmittelproduktion in den kommenden Jahren um rund 70 % ausgeweitet werden. Die Aufgabe dürfte aber nicht ganz so einfach zu lösen sein. Dazu müssten nämlich die Ressourcen entlang der gesamte Wertschöpfungskette bei der Nahrungsmittelproduktion weitaus effizienter eingesetzt werden. Denn von der Ernte hin zum Endverbraucher gibt es jede Menge Verschwendungen, die vermieden werden könnten.

Nebst der Effizienzsteigerung müsste künftig auch die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden, da die Anbauflächen nicht mehr erweitert werden können und durch den Klimawandel sowie die demografische Entwicklung sogar abnehmen, konstatiert man bei der Bank Vontobel und verweist zudem auf einen weiteren Punkt: Hinzu kämen zusätzliche Herausforderungen wie der fortschreitende Arbeitskräftemangel, der Preisdruck und die wachsende Konkurrenz.

Effiziente Landwirtschaft
Genau hier kommt etwa „Smart Farming“ ins Spiel. Doch worum geht es? Es handelt sich um den Einsatz neuer Methoden und Technologien, damit die globale Landwirtschaft effizienter gestaltet werden kann. Ein Beispiel ist der Einsatz von Drohnen, die Anbauflächen vermessen und Pflanzenschutzmittel versprühen. Es geht aber auch etwa um autonome Traktoren, die Äcker selbstständig pflügen.

Selbst das Sammeln und Auswerten von Daten sind Teil dieses modernen Trends. Durch die Verwendung von Sensoren oder GPS-Diensten werden Daten über die Nutztiere, die Felder oder auch über Umwelteinflüsse gesammelt und Arbeitsabläufe optimiert. Ebenso können damit knappe Ressourcen wie Wasser und Energie effizienter verwendet werden.

Investieren in Smart Farming
Interessierte Anleger können auf den Trend beispielsweise mit dem Partizipationszertifikat auf den „Smart Farming & FoodTech Index“ der Bank Vontobel setzen (ISIN: DE000VA8HXD6). Zu den größten Titel zählen die niederländische Philips Lighting (NL00118 21392), der US-Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen Deere (US2441991054) sowie Corteva (US22052L1044), ein Saatgut- und Agrarchemieunternehmen, eben-falls aus den USA.

Besonders risikofreudige Anleger können aber auch gehebelt auf Deere mit einem Turbo-Long-Zertifikat setzen. Ein solches Produkt bietet etwa die Société Générale an (DE000SB4UEC4). Der aktuelle Hebel liegt bei 3. Wird allerdings die Marke von 193,209 USD berührt oder unterschritten, verfällt das Zertifikat.

Foto: Pixabay / jameswheeler

 

 

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