Starke Wachstumsaussichten für „Künstliche Intelligenz“

Mit einschlägigen Aktien und Fonds können Anleger auf das große Potenzial einer neuen Branche setzen.

Patrick Baldia. Angefangen mit Suchmaschinen, über Systeme, die Daten analysieren und daraus Schlüsse ableiten, bis hin zu autonomen Robotern und Fahrzeugen: „Künstliche Intelligenz“ (kurz: KI) kommt in immer mehr Bereichen des menschlichen Lebens zum Einsatz. Gleichzeitig wächst auch das damit verbundene Geschäft. Laut Statista sollen allein die weltweiten Umsätze mit KI-Unternehmensanwendungen bis 2025 auf 32,2 Mrd USD ansteigen. Damit erschließt sich auch für Anleger ein gewaltiges Potenzial, das über einschlägige Aktien und Fonds – sowohl aktiver als auch passiver Natur – gespielt werden kann.

Wem Einzelaktien von Unternehmen wie den FAANGs (Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google), die in dem Bereich aktiv sind, zu heiß sind, kann jedenfalls auch mit Fonds auf das Potenzial von KI setzen. Dazu gehört unter anderem der „Allianz Gl Artificial Intelligence“ (ISIN: LU1548497772), der sich damit rühmt, einer der ersten europäischen Fonds zu sein, der Anlegern Zugang zu sämtlichen Bereichen des KI-Segments ermöglicht. Ziel sei es, das disruptive Potenzial „Künstlicher Intelligenz“ zu analysieren und in die Aktien derjenigen Unternehmen zu investieren, die den Fortschritt in diesem Segment vorantreiben oder davon direkt profitieren, erklärt Fondsmanager Sebastian Thomas.

Seit Jahresbeginn liegt der Fonds von Allianz Global lnvestors jedenfalls mit 8 % im Plus. Auf Einjahressicht steht eine Performance von fast 40 % zu Buche. Der „DWS Invest Artificial Intelligence LD“ (LU1863263429) hat wiederum seit Anfang 2021 um fast 12 % zugelegt, über die vergangenen zwölf Monate um 33 %. Teilweise noch besser haben sich zuletzt KI-ETFs wie der „WisdomTree Artificial Intelligence UCITS“ (IE00BDVPNG13), der „Xtracker Artificial Intelligence and Big Data UCITS ETF 1C“ (IE00BGV5VN51) oder der „Amundi STOXX Global Artificial Intelligence UCITS ETF (C)“ (LU1861132840) geschlagen.

Auch die Assetmanager selbst nutzen KI
Aber auch in der Assetmanagement-Branche selbst kommt KI in zunehmendem Maß zum Einsatz. „Die Asset-Management-Branche befindet sich erst in einem frühen Stadium der Integration von KI in die Analyse- und Research-Prozesse“, sagt Kunal Ghosh, regionaler CIO Systematic Strategies bei Allianz Global Investors, zum Börsen-Kurier. Die deutsche Asset-Management-Gesellschaft hat eine KI entwickelt und trainiert, die auf Basis von natürlicher Sprachverarbeitung (NLP, für Natural Language Processing) aus Millionen von Artikeln in Echtzeit Informationen zum Nachhaltigkeitspfad asiatischer Unternehmen generiert, um die in ökologischer Hinsicht führenden Player in der Region zu identifizieren. Ein weiteres Beispiel: BlackRock nutzt die auf KI basierende Portfolio-Management-Software Alladin, die im Risikomanagement eingesetzt wird.

Ende März hat wiederum die DWS mit dem „DWS Concept ESG Arabesque AI Global Equity“ (LU2307564141) einen Aktienfonds aufgelegt, bei dem die Titelselektion – im Fokus stehen dabei die drei Megatrends Niedrigzinsen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung – maßgeblich auf dem Einsatz von KI beruht.

Aber auch der Faktor „Mensch“ spielt dabei eine Rolle. Wie kann man sich das vorstellen? Konkret generiert eine KI-Engine täglich eine Vielzahl von Signalen, die auf die Attraktivität von Aktien schließen lässt. Darauf basierend, bauen die DWS-Spezialisten für quantitatives Investieren ein regional und über Sektoren diversifiziertes Portfolio – und überprüfen dieses zudem monatlich.

Foto: Pixabay, sujins

 

 

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