Sichere Netznutzung ist zunehmend gefragt

Angriffe im Internet nehmen zu, der Bedarf an Schutz ebenso. Die Anlagechancen sind vielfältig.

Raja Korinek. Der Ukraine-Kon­flikt hat auch die virtuelle Welt eingeholt. Inzwischen gibt es zahlreiche Meldungen zu Hackerangriffen sowohl im Westen als auch in Russland. Aus diesem Grund hat die EU das „Cyber Rapid Response Team“ (CRRT) nun aktiviert. „Das Team besteht aus zehn Cybersicherheitsbeauftragten aus sechs europäischen Ländern – Kroatien, Estland, Litauen, den Niederlanden, Polen und Rumänien – die jenen Ländern, die von Cyberangriffen betroffen sind, Hilfe leisten“, sagt Rahul Bhushan, Mitgründer des UK-Finanzhauses Rize ETF. In erster Linie soll das Team nun die Ukraine unterstützen.

Cybersecurity-Lösungen sind gefragt
Doch schon vor Ausbruch des Krieges hat die Zahl der virtuellen Attacken weltweit zugenommen. Grund ist die voranschreitende Digitalisierung, die von der Corona-Pandemie noch weiter beschleunigt wurde.

Ein Blick auf die Zahlen von Statista offenbart dabei Interessantes: 2020 lagen die globalen Ausgaben für IT-Sicherheit bei rund 133,8 MrdUSD. Sie erreichten im Vorjahr rund 150 MrdUSD. Und dürften noch weiter steigen.

Verständlich, dass auch in Österreich das Thema zunehmend in den Fokus rückt, eine Entwicklung, die in der „Global Digital Trust Insights Survey 2022“-Studie vom Unternehmensberater PwC bestätigt wird. Dieser zufolge planen sieben von zehn heimischen Unternehmen heuer einen wesentlichen Anstieg ihrer Investitionen in die Cybersecurity. Die Hälfte der Firmen kalkuliert dabei sogar eine Erhöhung der Budgets von mehr als 10 % zum Vorjahr ein und liegt damit weit über dem globalen Durchschnitt (26 %), zieht Georg Beham, Cybersecurity & Privacy Leader bei PwC Österreich, ein klares Fazit.

Zertifikate mit interessanten Lösungen
Interessierte Anleger könnten beispielsweise mittels Zertifikaten auf den wachsenden Trend breit gestreut investieren. Eine solche Möglichkeit bietet etwa das Cybersecurity-Indexzertifikat von Alphabeta Access Products (ISIN: DE000DA0AB89). Der Index umfasst insgesamt zehn Unternehmen, die auf den langfristigen Megatrend der Datensicherheit setzen. Regional entfallen rund 70 % auf die USA, gefolgt von Israel und Deutschland.

Größte Gewichtung entfällt derzeit auf Verisign (US92343E1029). Das US-Unternehmen vertreibt einerseits Domains, bietet andererseits Cybersecurity für das Internet an. Rapid7 (US7534221046) zählt ebenfalls zu den größten Positionen. Und hat sich ebenso auf die Sicherheit in der virtuellen Welt spezialisiert. Aus Deutschland ist etwa Secunet Security Networks (DE0007276503) im Index enthalten. Auch dieser Konzern bietet Lösungen rund um die IT-Sicherheit an.

Endverbraucher ebenso im Fokus
Die Bank Vontobel bietet hingegen das Cyber-Security-Indexzertifikat (DE000VS5ZCS6) an. Darin sind 15 Titel aus der Branche enthalten. Größte Gewichtung entfällt auf Check Point Software Technologies (IL0010824113), ebenfalls ein Anbieter von Cybersecurity. Norton Life Lock (US6687711084) hat sich mit seiner Sicherheitssoftware auf Endverbraucher spezialisiert. Cloudflare (US18915M1071) ist ebenso Teil des Indexes, wie auch bei Alphabeta Access Products (DE000DA0AAS6). Der Konzern betreibt ein Netzwerk an Servern, die Websites beschleunigen und vor böswilligen Angriffen schützen soll.

Trotz der langfristig positiven Aussichten müssen Anleger kurzfristig auch in diesem Bereich mit größeren Schwankungen rechnen. Zudem besteht für Anleger aus der Eurozone ein Währungsrisiko.

Foto: AdobeStock / Brian Jackson

 

 

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