Oberstes Ziel: Große Korrekturen meiden

Ein Fonds von DNB Asset Management zielt auf eine stabile Performance in jedem Marktumfeld ab.

Patrick Baldia. In Kürze ist es so weit: Der „DNB Fund Stable Alpha“ (ISIN: LU2092772982) feiert den europaweiten Start. Neu ist der Fonds von DNB Asset Management allerdings keineswegs. Am Heimmarkt Norwegen war sein Debut bereits 2020, weshalb man sich ein gutes Bild darüber machen kann, wie sich der Fonds bislang in unterschiedlichen Marktszenarien geschlagen hat.

So viel darf verraten werden: Die Zielrendite von 4 % gegenüber risikofreien, kurzlaufenden deutschen Bundesanleihen wurde bislang immer erreicht. Und es schaut gut aus, dass das heuer auch wieder der Fall sein wird: Ende September stand ein Plus von 3 % seit Jahresbeginn zu Buche.

„Der ‚DNB Fund Stable Alpha‘ stellt eine aktiv gemanagte Kombination aus verschiedenen hauseigenen Strategien mit geringer Korrelation zueinander dar“, sagt Co-Fondsmanager Daniel Berg (im Bild links) zum Börsen-Kurier. Ziel sei es, in verschiedenen Marktszenarien eine stabile Rendite zu erzielen. Dabei sei der Fonds zwei Risk Buckets ausgesetzt: dem ersten, Alpha (aktueller Anteil an der Allokation: 86 %), gehören Strategien wie Equity Long/Short, Macro/Trading und Trendfolge, die über verschiedene Assetklassen ausgespielt werden, an. Beta (14 %) basiert wiederum auf einem traditionellen Long-Only-Ansatz und umfasst Aktien mit niedriger Volatilität oder Fixed-Income-Instrumente, wie norwegische Investment-Grade-Unternehmensanleihen, US-amerikanische und europäische Staatsanleihen sowie „gefallene Engel“ am High-Yield-Markt.

Um die Zielrendite zu erreichen, setzt das Fondsmanagement ausschließlich auf liquide Märkte und Strategien. „Exotische Märkte sind keine Spielwiese für uns“, bringen es Berg und Kollege Kim Stefan Anderson (im Bild rechts) unisono auf den Punkt. Bislang war man erfolgreich: Seit 2023 hat das Produkt in 85 % der Monate eine positive Performance geliefert. „Stand die Ampel auf Rot für Aktien, war der Fonds stets im grünen Bereich“, so Anderson.

Beta-Exposure signifikant reduziert

„Langfristig hat der Fonds einen signifikanten Wandel von einem Beta-Exposure von 70 % zum aktuellen Niveau von weniger als 20 % erlebt“, hält Co-Fondsmanager Anderson fest. Die Allokation sei dagegen über die vergangenen zwei, drei Jahre nicht großartig verändert worden. Zu den Anpassungen, die seit Jahresbeginn vorgenommen wurden, zählt Anderson auf der Beta-Seite die Erhöhung des Fixed-Income-Exposures im Frühsommer. Die Aufstockung der Erneuerbaren-Energien-Strategien auf der Alpha-Seite zu Jahresbeginn habe man dagegen über den Sommer wieder etwas abgebaut.

Klare Meinung

Neue Strategien oder Assets würden grundsätzlich nur nach einer strengen Prozedur Zugang ins Portfolio finden, so Anderson weiter. „Die Mindestanforderung für eine Aufnahme ist eine zweijährige Probezeit.“ Damit nicht genug: Beobachtungen und Erkenntnisse werden in den zweimal wöchentlich stattfindenden Meetings mit den Fondsmanagern der insgesamt zwölf Strategien diskutiert. „Sie sehen: Entscheidungen werden nicht auf Basis einer Einzelmeinung getroffen“, betont Anderson. Vielmehr verfolge man einen sehr umfassenden, aktiven Zugang mit klarer Meinung über alle Positionen im Portfolio. „Am Ende des Tages treffen Daniel und ich die Entscheidungen“, räumt der Fondsmanager ein.

Private und institutionelle Anleger

Und welche Zielgruppen sollen mit dem „DNB Fund Stable Alpha“ angesprochen werden? „Wir richten uns an ein großes Universum an privaten und institutionellen Investoren, die eines gemeinsam haben: Sie möchten in eine Strategie investieren, die ihre Portfolios mit Hinblick auf Beta und Volatilität widerstandsfähiger macht“, sagt Berg, nur um hinzuzufügen: „Vor allem in Zeiten unruhiger Märkte.“ Eines der obersten Ziele des Fonds, dass alle Fondsmanager verinnerlicht hätten, sei es, große Korrekturen zu meiden.

Foto: DNB Asset Management