Glänzende Renditen mit Luxusgüter-Zertifikaten

Eine interessante Möglichkeit, auf das Potenzial des Marktes zu setzen.

Patrick Baldia (06.03.). Nach den von Abschwung und allmählicher Erholung gekennzeichneten beiden Vorjahren zeigt sich 2026 für den Luxusgütermarkt wieder ein deutlich freundlicheres Bild. Die Experten der UBS prognostizieren etwa ein Umsatzwachstum von 5 % und einen Gewinn pro Aktie von 12 %. Bei BNP Paribas Equity Research erwartet man wiederum ein Umsatzplus von 6 %, warnt jedoch gleichzeitig vor geringer Visibilität sowie makroökonomischen und unternehmensspezifischen Risiken, die auf das Wachstum drücken könnten.

Wieder einmal Asien
Als Wachstumstreiber der nächsten Jahre macht eine aktuelle Deloitte-Studie vor allem die asiatischen Märkte aus. Konkret sollen China und Japan 2026 jeweils um 19 % wachsen, der Mittlere Osten und Indien um 18 bzw. 12 %, Europa hingegen nur um rund 9 %. Um seine Vormachtstellung zu behaupten, sollte der europäische Luxusgütermarkt vor allem auf Innovation setzen, so Orsolya Hegedüs, Partnerin bei Deloitte Österreich. Sie verweist auf die steigende Nachfrage nach Personalisierung und digitalen Einkaufserlebnissen. „Distanzierte, kühle Flagship-Stores, wie es sie in großer Zahl in Paris oder London gibt, haben ein Ablaufdatum.“

KI in der Luxusgüterbranche
Wie Hegedüs weiter ausführt, setzen bereits 41 % der Luxusgüterunternehmen in ausgewählten Bereichen auf Künstliche Intelligenz. Dadurch würden sich neue Möglichkeiten des Online-Kaufprozesses ergeben. „KI-Modelle werden im E-Commerce etwa zum aktiven Entscheidungsunterstützer, die beraten, eine Vorauswahl treffen und verkaufen – individuell an den User angepasst“, so die Expertin. Ein weiterer Trend sind Second-Hand-Luxusgüter. Fast 70 % der Unternehmen würden Reparaturdienste anbieten. Weitere 45 % würden mit Wiederverkaufsplattformen kooperieren.

Aktien, Fonds und Zertifikate
Für eine Investition in die Luxusgüterbranche sprechen grundsätzlich hohe Wachstumsraten und die vergleichsweise geringe Abhängigkeit vom allgemeinen Wirtschaftstrend. Neben Aktien und Fonds stellen auch Zertifikate eine interessante Möglichkeit dar, um auf das Thema zu setzen.

Vor allem erfahreneren Anlegern bieten sich interessante Möglichkeiten. Etwa mit Capped Bonus-Zertifikaten wie dem von Société Générale auf die Aktie von LVMH. Falls das Papier bis zum 18. September 2026 zu keinem Zeitpunkt die vorab definierte Barriere von 450 Euro berührt, erhalten die Anleger den Höchstbetrag von 750 Euro ausbezahlt. Wird die Barriere jedoch verletzt, partizipieren sie eins zu eins bis maximal zum Cap an der Kursentwicklung. Die Tilgung erfolgt entweder bar oder durch die Lieferung der Aktie.

Deutlich weniger komplex sind Indexzertifikate wie jenes von BNP Paribas auf den World Luxury Index, der die 20 größten Unternehmen der Luxusgüterindustrie zusammenfasst, darunter LVMH, Richemont, Porsche und Tiffany. Mit dem Open-End-Tracker-Zertifikat können Anleger eins zu eins ohne Laufzeitbegrenzung von der Indexentwicklung profitieren.

Ein weiteres Beispiel: Das Open-End-Index-Zertifikat auf den Vontobel Luxury Performance Index, der Unternehmen wie Hermès, Moncler, Prada oder Kering bündelt.

Foto: Adobe Stock/Tor Gilje/generiert mit KI

Im Artikel vorgestellte Zertifikate

Name ISIN
SocGen BO.C.Z LVMH DE000FD3QD28
BNP Paribas O.E.T.Z World Lux. DE000BN1LUX6
Vontobel Luxury Performance-Index DE000SLA9VL7