Bitcoin-Volatilität: Was Experten jetzt erwarten
Bitcoin-Volatilität bleibt für viele Anleger ein wichtiges Thema. Doch wie stark schwankt Bitcoin heute tatsächlich? Bernhard Wenger von 21Shares erklärt, warum die Volatilität langfristig sinkt und welche Rolle institutionelle Investoren spielen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Kursschwankungen von Bitcoin sind langfristig rückläufig, bleiben kurzfristig aber hoch.
- Experten sehen eine sinkende Volatilität, weil institutionelle Investoren den Markt zunehmend prägen.
- Für viele langfristig orientierte Anleger kann eine Beimischung von 1 bis 5 % sinnvoll sein.
- Die MiCA-Verordnung und das wachsende Interesse professioneller Investoren stärken den regulierten Kryptomarkt.
10.04.2026
„Entscheidend ist weniger der kurzfristige Marktimpuls, sondern die Nachfrage nach Bitcoin als Alternative zum Finanzsystem.“ – Bernhard Wenger, 21Shares.
Der gebürtige Grazer Bernhard Wenger, Head of Northern Europe bei 21Shares, einem Schweizer Finanzdienstleister, der börsengehandelte Krypto‑Produkte (ETPs) entwickelt und anbietet, spricht über die turbulenten Wochen an den Finanzmärkten, die Rolle von Bitcoin in geopolitischen Krisen und die wachsende Bedeutung von Krypto-Produkten für professionelle Anleger.
Bitcoin-Prognose: Welche Kursszenarien 21Shares erwartet
Wenger sieht kurzfristig Potenzial für eine Erholung, betont aber die Abhängigkeit von geopolitischen und makroökonomischen Faktoren.
- Positives Szenario: 80.000–90.000 USD
- Seitwärtsphase bei Unsicherheit: 65.000–75.000 USD
- Eskalation: Rücksetzer auf 50.000–58.000 USD
Langfristig entscheidend sei, wie stark Bitcoin als Alternative zum bestehenden Finanzsystem nachgefragt wird.
Bitcoin-Volatilität: Warum die Schwankungen langfristig sinken könnten
„Die Volatilität ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken.“
Wenger widerspricht dem gängigen Narrativ der extremen Schwankungen:
- Volatilität sinkt langfristig
- zeitweise sogar unter Gold
- Diversifikation durch Kombination mit traditionellen Assets sinnvoll
Ein Beispiel: BOLD, ein Bitcoin‑Gold‑Produkt von 21Shares, bietet ein ausgewogenes Risiko‑Rendite‑Profil.
Bitcoin im Portfolio: Wie hoch sollte die Beimischung sein?
„Für Buy-and-Hold-Investoren liegt die typische Allokation bei 1 bis 5 %.“
Professionelle Anleger wissen um Chancen und Risiken, aber nicht jeder ist Day-Trader, so Wenger und empfiehlt:
- langfristiger Horizont
- kleine, aber gezielte Beimischung
- klare Risikodefinition
Bitcoin kaufen: Worauf Einsteiger achten sollten
„Erst informieren, dann investieren.“
Krypto sei eine relativ neue Anlageklasse, die Diversifikation und langfristiges Potenzial bietet. Regulierte Produkte wie jene von 21Shares ermöglichen einen einfachen und transparenten Zugang.
MiCA-Verordnung: Was die neuen Regeln für Bitcoin bedeuten
„MiCA stärkt das Vertrauen in regulierte Krypto-Produkte weiter.“
Die EU‑Verordnung schafft einheitliche Standards. Physisch besicherte Krypto‑ETPs existieren jedoch bereits seit Jahren mit hohem Sicherheitsniveau.
Professionelle Anleger: Nachfrage steigt – Kunden üben Druck aus
„Berater sollten zumindest eine durchdachte Krypto-Lösung anbieten.“
Wenger beobachtet:
- stark steigendes Interesse bei Vermögensberatern und institutionellen Investoren
- viele große Finanzinstitute bauen Krypto-Angebote auf
- Endkunden fragen aktiv nach Krypto-Exposure
Für Berater gehe es weniger um hohe Quoten, sondern um Relevanz im Kundengespräch und eine gezielte Beimischung zur Diversifikation.
Interview: Klaus Schweinegger
Foto: 21 Shares
Häufige Fragen zur Bitcoin-Volatilität
Warum schwankt der Bitcoin-Kurs so stark?
Der Bitcoin-Kurs reagiert sensibel auf geopolitische Ereignisse, Zinsentscheidungen, regulatorische Entwicklungen und Veränderungen der Anlegerstimmung. Auch Zu- und Abflüsse bei Bitcoin-ETFs können die Kurse kurzfristig deutlich beeinflussen.
Ist die Bitcoin-Volatilität heute geringer als früher?
Nach Einschätzung von Bernhard Wenger, Head of Northern Europe bei 21Shares, ist die Volatilität von Bitcoin in den vergangenen Jahren tendenziell gesunken. Grund dafür sei unter anderem die zunehmende Beteiligung institutioneller Investoren.
Wie viel Bitcoin sollte ein Anleger im Portfolio halten?
21Shares hält für langfristig orientierte Anleger eine Beimischung von 1 bis 5 Prozent des Portfolios für sinnvoll. Die konkrete Gewichtung hängt jedoch von der individuellen Risikobereitschaft und den Anlagezielen ab.
Welche Bedeutung hat die MiCA-Verordnung für Bitcoin?
Die europäische MiCA-Verordnung schafft erstmals einheitliche Regeln für Krypto-Assets und soll den Anlegerschutz sowie die Transparenz am Markt verbessern. Experten erwarten dadurch mehr Vertrauen in regulierte Krypto-Produkte.
Weiterführende Artikel:
Krypto‑Assets, Blockchain und Bitcoin: Chancen und Risiken
