Investieren in Luxusgüter: Die Chancen sind wieder intakt
Eine interessante Möglichkeit, auf das Potenzial des Marktes zu setzen.
06.03.2026. Nach zwei Jahren, die von Abschwung und anschließender Erholung geprägt waren, zeigt sich der Luxusgütermarkt 2026 wieder deutlich robuster. Laut aktuellen Prognosen der UBS wird ein Umsatzwachstum von rund 5 % erwartet, während der Gewinn pro Aktie um etwa 12 % steigen soll. Auch BNP Paribas Equity Research rechnet mit einem Umsatzplus von 6 %, weist jedoch auf begrenzte Visibilität sowie makroökonomische und unternehmensspezifische Risiken hin, die das Wachstum dämpfen könnten.
Asien bleibt der wichtigste Wachstumstreiber
Eine aktuelle Deloitte‑Studie bestätigt, dass vor allem die asiatischen Märkte den globalen Luxusgütersektor antreiben. Für 2026 werden folgende Wachstumsraten erwartet:
- China: +19 %
- Japan: +19 %
- Mittlerer Osten: +18 %
- Indien: +12 %
- Europa: rund +9 %
Um seine starke Position zu halten, müsse der europäische Markt verstärkt auf Innovation, Personalisierung und digitale Einkaufserlebnisse setzen, erklärt Orsolya Hegedüs, Partnerin bei Deloitte Österreich. Klassische, distanzierte Flagship‑Stores hätten „ein Ablaufdatum“.
Künstliche Intelligenz verändert die Luxusbranche
Bereits 41 % der Luxusgüterunternehmen nutzen laut Deloitte Künstliche Intelligenz in ausgewählten Bereichen. KI‑Modelle übernehmen im E‑Commerce zunehmend eine aktive Rolle:
- personalisierte Produktempfehlungen
- automatisierte Vorauswahl
- individuelle Beratung entlang des Kaufprozesses
Ein weiterer Trend ist der Second‑Hand‑Luxusmarkt: Fast 70 % der Unternehmen bieten Reparaturservices an, 45 % kooperieren mit Wiederverkaufsplattformen.
Anlagemöglichkeiten: Aktien, Fonds und Luxusgüter‑Zertifikate
Der Luxusgütersektor gilt aufgrund seiner hohen Wachstumsraten und der vergleichsweise geringen Konjunkturabhängigkeit als attraktives Investmentthema. Neben Aktien und Fonds gewinnen Zertifikate zunehmend an Bedeutung.
Capped Bonus‑Zertifikate
Ein Beispiel ist das Capped Bonus‑Zertifikat der Société Générale auf LVMH. Bleibt die Aktie bis zum 18. September 2026 über der Barriere von 450 Euro, erhalten Anleger den Höchstbetrag von 750 Euro. Wird die Barriere verletzt, partizipieren sie bis zum Cap an der Kursentwicklung – die Tilgung erfolgt bar oder in Form der Aktie.
Indexzertifikate
Weniger komplex sind Indexzertifikate, etwa jenes von BNP Paribas auf den World Luxury Index, der die 20 größten Luxusgüterunternehmen umfasst (u. a. LVMH, Richemont, Porsche, Tiffany). Mit dem Open‑End‑Tracker‑Zertifikat können Anleger ohne Laufzeitbegrenzung an der Indexentwicklung teilhaben.
Ein weiteres Beispiel ist das Open‑End‑Index‑Zertifikat auf den Vontobel Luxury Performance Index, der Unternehmen wie Hermès, Moncler, Prada oder Kering bündelt.
Foto: Adobe Stock/Tor Gilje/generiert mit KI
Im Artikel vorgestellte Zertifikate
| Name | ISIN |
| SocGen BO.C.Z LVMH | DE000FD3QD28 |
| BNP Paribas O.E.T.Z World Lux. | DE000BN1LUX6 |
| Vontobel Luxury Performance-Index | DE000SLA9VL7 |
