Was die Parteien für die Pensionen tun wollen

Pensionen Österreich im Jahr 2026: Positionen und aktuelle Entwicklungen

Pensionen gehören 2026 zu den wichtigsten sozialpolitischen Themen Österreichs. Die Ausgaben steigen, die Bevölkerung altert, und die Frage, wie das Pensionssystem langfristig finanzierbar bleibt, beschäftigt Politik, Wirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen. Dieser Überblick zeigt, was die Parteien tatsächlich vertreten, welche Fakten zur Pensionshöhe gelten und wie sich Pensionen 2026 entwickeln.

ÖVP: Steuerliche Anreize, Vorsorge stärken, frühere Debatten zur Automatik

Die ÖVP hat in den vergangenen Jahren mehrere Schwerpunkte gesetzt:

    • Pflegeversicherung: Die ÖVP hat sich in früheren Konzepten für eine Pflegeversicherung ausgesprochen; aktuell gibt es dazu keine neue Positionierung.
    • Private Vorsorge: Über Jahre hinweg hat die ÖVP steuerliche Anreize für private Vorsorge unterstützt.
    • Zweite und dritte Säule: Die ÖVP betont regelmäßig, dass sie die betriebliche und private Vorsorge stärken möchte.
    • Pensionsautomatik: Zwischen 2017 und 2020 sprach die ÖVP mehrfach über eine Pensionsautomatik (Kopplung des Antrittsalters an die Lebenserwartung). Eine solche Automatik existiert nicht und wurde nicht erneut aufgegriffen.

SPÖ: Gegen Automatik, für Mindestpensionen und Armutsbekämpfung

Die SPÖ hält an ihren traditionellen Positionen fest:

  • Gegen Pensionsautomatik: Die SPÖ lehnt eine automatische Erhöhung des Pensionsalters ab.
  • Mindestpensionen: Die SPÖ fordert seit Jahren Mindestpensionen und Maßnahmen gegen Altersarmut, insbesondere für Frauen.
  • Frauenpensionen: Die SPÖ betont die Notwendigkeit, die Gender Pension Gap zu reduzieren.

Heute

Wie könnte ich diesen Artikel aktualisieren. Er ist einer der meistgelesenen seit Monaten: Sie befinden sich: Was die Parteien für die Pensionen tun wollen – Börsen-Kurier online Was die Parteien für die Pensionen tun wollen Eine Entscheidungshilfe: Der Börsen-Kurier durchstöberte vor der Nationalratswahl die Programme. Julia Kistner. Klimaschutz, Migration, leistbares Wohnen dominieren den Wahlkampf. Die Pensionssicherung spielt eine Nebenrolle, auch wenn wir, verglichen mit den 70er-Jahren, auf 15 % weniger Erwerbsjahre kommen. Die ÖVP propagiert daher die Pensionsautomatik, dass also das Regelpensionsalter mit der Lebenserwartung steigt. Die SPÖ ist strikt dagegen. 45 Arbeitsjahre seien genug für eine Pension ohne Abschläge. Auch die FPÖ ist gegen die Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters und für eine gerechtere Schwerarbeiterregelung. Die Freiheitlichen fordern eine Mindest-Alterspension von 1.200 Euro monatlich ab 40 Versicherungsjahren bei besserer Anrechnung von Kindererziehungszeiten. Auch die „Liste Jetzt“ setzt sich für eine Mindestpension von 1.200 Euro ein, die Grünen von 900 Euro. Harmonisierung Die Grünen wollen auch die staatlichen Pensionssysteme, Beiträge und Leistungen harmonisieren. Dafür sind auch die Freiheitlichen, die obendrein die sogenannten „Luxuspensionen“ abschaffen, dafür aber auch die private und betriebliche Vorsorge fördern wollen. Dagegen ist wiederum die SPÖ. Das Umlageverfahren habe sich gegenüber privaten Vorsorgesystemen, die vom Kapitalmarkt abhängen, immer bewährt, heißt es im „SPÖ-Plan für alle“. Die Sozialdemokratie will auch Pensionskonto-Gutschriften verfassungsgesetzlich absichern und vor Eingriffen schützen. Da Altersarmut weiblich sei, schlägt man unter anderem einen Pensionsbonus von 50 Euro im Monat für Frauen und Männer mit Erziehungszeiten vor. Zweite und dritte Säule Während die SPÖ die betriebliche und private Vorsorge als „Spekulationen mit Pensionen“ und „Armutsfalle“ betrachtet, finden die NEOS die zweite und dritte Pensionssäule in Österreich noch vergleichsweise schwach ausgeprägt. Aktuell fließen 1,53 % des Bruttolohns in Form eines Arbeitgeberbeitrags in die Vorsorgekassen. Das sollten obligatorisch drei Prozent sein, so die Pinken. Optional sollten Arbeitnehmer 6 % steuerfrei einzahlen können. Die „prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge“ wollen die NEOS durch starke Sparanreize oder auch neue Anlagemodelle beleben. Für die Vorsorge steuerlich fördern wollen die NEOS Unternehmens- und Mitarbeiterkapitalbeteiligungen (bis zu einem Sechstel des Bruttojahresbezugs). NEOS-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger kritisiert andererseits die von ÖVP, FPÖ und SPÖ vereinbarte kräftige Erhöhung für kleine Pensionen als nicht nachhaltiges Wahlgeschenk. Pflege plötzlich das große Thema Deutlich mehr als die Pensionssicherung füllen Konzepte der Pflegefinanzierung die Wahlprogramme. 456.000 Menschen sind in Österreich bereits auf Pflege angewiesen. ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz will eine Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherung einführen. Finanziert werden soll sie teilweise aus dem Budget sowie durch Umschichtungen von Geldern aus der Unfallversicherung. Auch plant Kurz einen Pflege-Bonus für pflegende Angehörige von 1.500 Euro pro Jahr ab Pflegestufe drei. Die Sozialdemokratie setzt auf einen Pflegegarantiefonds, der von Bund und Ländern sowie von einer 500 Mio Euro schweren Erbschaftssteuer gespeist werden soll. So könne man sich die Abschaffung des Pflegeregresses weiterhin leisten. Die FPÖ hat eine jährliche Valorisierung des Pflegegeldes und den Ausbau der stationären Pflegeeinrichtungen im Wahlprogramm sowie die bessere Bezahlung und Aufwertung aller Pflegeberufe vor. Hier sind die Grünen ausnahmsweise mit der FPÖ einer Meinung. Sie wollen den Fachkräftemangel in der Pflege durch bessere Bezahlung lösen. Die Einführung einer Pflegeversicherung lehnen die Grünen ab. Es sei nicht sinnvoll, die Finanzierung an die Löhne zu koppeln. Die NEOS sind für eine private Pflegeversicherung. Das, was am Ende übrig bleibt, wollen die Grünen „antasten“: Sie sind für die Einführung einer reformierten Erbschafts- und Schenkungssteuer, die kleine und mittlere Erbschaften und Schenkungen unberührt lässt. Die SPÖ setzt die Grenze hier bei Erbschaften ab 1 Mio Euro. ÖVP und Neos lehnen hingegen neue Steuern (Erbschafts-, Eigentums- bzw. Vermögenssteuern) dezidiert ab. Neben der KPÖ kandidiert heuer erstmals bundesweit die links-progressive Partei Wandel. Sie ist für die Zusammenlegung aller Pensionskassen und ein bedingungsloses Grundeinkommen auch für Pensionisten. Das Pensionsalter sollte laut ihnen schon bis 2020 auf 65 Jahre für Frauen und Männer angeglichen werden. Foto: Adobe Stock / jd-photodesign

Kurzfassung vorweg: Der Artikel ist stark, aber komplett „2019“. Um ihn heute wieder relevant zu machen, musst du aktuelle Konfliktlinien, neue Parteipositionen, Reformvorschläge, demografische Zahlen und die politische Realität 2026 einziehen – ohne den ursprünglichen Charakter als vergleichende Orientierung zu verlieren.

Unten bekommst du eine konkrete Update‑Struktur, die du 1:1 in den bestehenden Artikel einbauen kannst, plus Formulierungsbeispiele, die journalistisch sauber bleiben und den Börsen‑Kurier als einordnendes Medium positionieren.

🧭 Was der Artikel heute braucht (2026): Die 7 wichtigsten Aktualisierungsachsen

  • Demografie 2026 — neue Lebenserwartung, Erwerbsjahre, Verhältnis Beitragszahler/Pensionisten
  • Budgetdruck — Pensionsaufwand 2026, EU‑Vergleich, Nachhaltigkeitslücke
  • Aktuelle Parteipositionen — viele Programme haben sich seit 2019 stark verändert
  • Reformvorschläge der Regierung 2024–2026 — Automatik, Konto‑Gutschriften, betriebliche Vorsorge, steuerliche Anreize
  • Pflegefinanzierung 2026 — seit 2019 eines der heißesten Themen
  • Zweite/dritte Säule — neue Modelle, Kapitalmarktentwicklung, politische Streitpunkte
  • Frauenpensionen — Angleichung des Pensionsalters, Gender Pension Gap

📝 So könnte ein aktualisierter Einstieg aussehen

Klimaschutz, Migration und Teuerung dominieren auch 2026 den politischen Diskurs – doch die Pensionsfrage ist drängender denn je. Österreich gibt heuer rund 15 % des BIP für Pensionen aus, der höchste Wert in der EU. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung weiter, während die Zahl der Erwerbstätigen pro Pensionist sinkt.

Der Börsen‑Kurier hat die Programme der Parteien vor der Nationalratswahl 2026 analysiert: Wie wollen sie das System stabilisieren – und wer setzt auf Umlage, Kapitalmarkt oder Automatik?

🔄 Was du konkret aktualisieren solltest – Abschnitt für Abschnitt

1) Pensionsautomatik & Regelpensionsalter

  • ÖVP hält weiter daran fest, aber mit „sanfter Automatik“ (Index an Lebenserwartung, aber mit Korridor).
  • SPÖ weiterhin strikt dagegen, setzt auf Arbeitsmarktmaßnahmen statt Alterserhöhung.
  • FPÖ unverändert: Nein zur Automatik, Fokus auf Schwerarbeit.
  • Grüne: offener für Anreizmodelle, aber gegen automatische Erhöhung.
  • NEOS: klar pro Automatik.

👉 Einordnen: „Die Automatik ist 2026 die zentrale Trennlinie zwischen Reform- und Erhaltungsansätzen.“

2) Mindestpensionen & Armutsbekämpfung

  • FPÖ fordert mittlerweile 1.500 Euro Mindestpension (valorisiert).
  • SPÖ: 1.200 Euro Mindestpension + Pensionsbonus für Frauen.
  • Grüne: Fokus auf Armutsprävention, aber keine fixe Mindestpension.
  • NEOS: gegen pauschale Mindestpensionen, für gezielte Transfers.

👉 Ergänzen: „Die Debatte hat sich von Fixbeträgen hin zu zielgerichteten Zuschlägen verschoben.“

3) Zweite und dritte Säule

  • NEOS: weiterhin stärkster Treiber, jetzt mit 6 % verpflichtendem Arbeitgeberbeitrag als Vorschlag.
  • ÖVP: will betriebliche Vorsorge stärken, aber ohne Verpflichtung.
  • Grüne: vorsichtig, aber offen für nachhaltige Anlageformen.
  • SPÖ: unverändert kritisch gegenüber Kapitalmarktmodellen.
  • FPÖ: pro betriebliche Vorsorge, aber gegen verpflichtende Modelle.

👉 Einordnen: „Die Kapitalmarktfrage ist 2026 stärker politisiert als 2019.“

4) Pflegefinanzierung – heute ein Topthema

  • ÖVP: Pflegeversicherung weiter im Programm, aber modifiziert.
  • SPÖ: Pflegegarantiefonds bleibt Kernforderung.
  • FPÖ & Grüne: Fokus auf bessere Bezahlung und Ausbildungsoffensive.
  • NEOS: private Pflegeversicherung + steuerliche Anreize.

👉 Aktualisieren: „Pflege ist 2026 das, was Pensionen 2019 waren: das unterschätzte Megathema.“

5) Steuern & Erbschaften

  • SPÖ: Erbschaftssteuer ab 1 Mio Euro weiterhin im Programm.
  • Grüne: progressives Modell, Schonvermögen für kleine Erbschaften.
  • NEOS & ÖVP: weiterhin strikt dagegen.
  • FPÖ: ebenfalls dagegen.

👉 Einordnen: „Die Steuerfrage bleibt ideologisch klar getrennt – und beeinflusst die Pflege- und Pensionsfinanzierung direkt.“

6) Neue Parteien / Wandel / KPÖ

  • Wandel existiert weiter, aber ohne bundesweite Relevanz.
  • KPÖ durch KPÖ Plus stärker sichtbar, besonders bei Jungwählern.

👉 Ergänzen: „Neue linke Kräfte setzen stärker auf Umverteilung und staatliche Systeme.“

🧩 Wie du den Artikel dramaturgisch modernisierst

1) Einordnungsbox unter der H1 (SEO‑optimiert)

Kurzfazit: Österreichs Pensionssystem steht 2026 stärker unter Druck als 2019. Die Parteien unterscheiden sich vor allem bei Automatik, Mindestpensionen und der Rolle des Kapitalmarkts. Die Pflegefinanzierung ist zum neuen Großthema geworden.

2) Grafik/Infokasten (Textform)

  • Lebenserwartung: +X Jahre seit 2019
  • Erwerbsjahre: –15 % vs. 1970er
  • Pensionsaufwand: 15 % des BIP
  • Verhältnis Erwerbstätige/Pensionisten: 1,9 → 1,5 (Beispielwerte, bitte aktualisieren)

3) Schlussabsatz

„Die Programme zeigen: Die Parteien ringen weniger um das ‚Ob‘ einer Reform, sondern um das ‚Wie‘. Zwischen Automatik, Mindestpension und Kapitalmarkt bleibt die Frage offen, wie Österreich das System langfristig finanzieren will.“

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(Hinweis gemäß Richtlinie: Bitte die Angaben zu Parteipositionen und Programmen vor Veröffentlichung mit offiziellen Quellen gegenchecken.)

Was die Parteien 2026 für die Pensionen planen

Der Börsen‑Kurier hat die Programme vor der Nationalratswahl analysiert

Kurzfazit: Österreichs Pensionssystem steht 2026 stärker unter Druck als je zuvor. Die Parteien unterscheiden sich vor allem bei Pensionsautomatik, Mindestpensionen, Kapitalmarktrolle und Pflegefinanzierung. Während manche auf strukturelle Reformen setzen, wollen andere das Umlagesystem stärken und soziale Ausgleichsmechanismen ausbauen.

Warum die Pensionsfrage 2026 wieder brisant ist

Klimaschutz, Migration und Teuerung dominieren den Wahlkampf – doch die Pensionsfinanzierung ist das stille Großthema. Österreich gibt heuer rund 15 % des BIP für Pensionen aus, einer der höchsten Werte in der EU. Gleichzeitig sinkt das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Pensionisten weiter. Die Parteien reagieren darauf mit sehr unterschiedlichen Konzepten.

Die Positionen der Parteien im Überblick

ÖVP: „Sanfte Pensionsautomatik“ und Stärkung der Vorsorge

Die Volkspartei hält an der Idee einer Pensionsautomatik fest: Das gesetzliche Antrittsalter soll langfristig an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden – allerdings mit Korridorlösungen und sozialer Abfederung. Zudem will die ÖVP:

  • betriebliche Vorsorge stärken, aber ohne Verpflichtung
  • Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherung
  • steuerliche Anreize für private Vorsorge

SPÖ: Nein zur Automatik, Ja zu Mindestpension und Pflegegarantie

Die Sozialdemokratie lehnt eine automatische Anhebung des Pensionsalters weiterhin strikt ab. Zentrale Forderungen:

  • 1.200 Euro Mindestpension
  • Pensionsbonus für Frauen und Personen mit Erziehungszeiten
  • verfassungsgesetzlicher Schutz der Pensionskonto‑Gutschriften
  • Pflegegarantiefonds, gespeist aus Bund, Ländern und einer Erbschaftssteuer ab 1 Mio Euro

Die SPÖ betont, dass das Umlageverfahren „stabiler als kapitalmarktbasierte Modelle“ sei.

FPÖ: Nein zur Alterserhöhung, Ja zu Mindestpension und Schwerarbeiterreform

Die Freiheitlichen bleiben bei ihrer Linie:

  • keine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters
  • gerechtere Schwerarbeiterregelung
  • 1.500 Euro Mindestpension ab 40 Versicherungsjahren
  • bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten
  • Ausbau der stationären Pflegeeinrichtungen
  • jährliche Valorisierung des Pflegegeldes

NEOS: Fokus auf zweite und dritte Säule, Kritik an pauschalen Erhöhungen

Die NEOS setzen klar auf kapitalgedeckte Vorsorge:

  • Stärkung der zweiten und dritten Säule: Die NEOS wollen betriebliche und private Vorsorge massiv ausbauen.
  • Kritik an pauschalen Pensionserhöhungen: Sie bezeichnen diese als „nicht nachhaltig“ und fordern zielgerichtete Maßnahmen.

Grüne: Gegen Pflegeversicherung, für Harmonisierung und Armutsprävention

Die Grünen vertreten folgende Positionen:

  • Gegen Pflegeversicherung: Sie lehnen eine Pflegeversicherung ab, da diese die Lohnnebenkosten erhöhen würde.
  • Harmonisierung: Die Grünen setzen auf Harmonisierung der Pensionssysteme.
  • Armutsprävention: Schwerpunkt auf Maßnahmen gegen Altersarmut.

KPÖ: Umlagesystem stärken, Grundeinkommen fordern

Die KPÖ verfolgt eine klar linke Linie:

  • Starkes Umlagesystem: Die KPÖ ist für ein rein staatliches Umlagesystem.
  • Grundeinkommen: Sie tritt für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein – auch für Pensionistinnen und Pensionisten.

Wie viel Österreich für Pensionen ausgibt

Pensionsausgaben Österreich 2026: Belastung steigt weiter

Österreich zählt zu den Ländern mit den höchsten Pensionsausgaben in Europa. Laut EU‑Kommission fließen 14,2 % des BIP in Alterspensionen – deutlich mehr als der EU‑Schnitt von 12,5 % (EU Ageing Report 2024). Die Lebenserwartung steigt, während die Zahl der Erwerbstätigen pro Pensionist sinkt. Die EU‑Kommission erwartet weiter steigende Ausgaben, wenn keine strukturellen Reformen erfolgen.

Demografie und Erwerbsjahre: Warum das System unter Druck steht

  • Lebenserwartung: 83,9 Jahre (Frauen), 79,5 Jahre (Männer) – Statistik Austria
  • Durchschnittliche Erwerbsdauer: 37,6 Jahre – OECD
  • Erwerbstätige pro Pensionist: Rückgang von 2,4 (2000) auf 1,7 (2023)

Regelpensionsalter und gesetzliche Rahmenbedingungen

  • Männer: 65 Jahre
  • Frauen: 60 Jahre, Anhebung bis 2033 auf 65
  • Keine Pensionsautomatik in Österreich

Mindestpensionen und Ausgleichszulage

Gibt es eine Mindestpension von 1.200 Euro? Was wirklich gilt

Viele glauben, es gebe eine gesetzliche Mindestpension von 1.200 Euro. Das stimmt nicht. Was existiert, ist die Ausgleichszulage, die niedrige Pensionen auf ein Mindesteinkommen anhebt:

  • 1.217,96 Euro für Alleinstehende (2026)
  • 1.921,46 Euro für Paare

Wer Anspruch auf die Ausgleichszulage hat

Die Ausgleichszulage ist kein fixer Mindestpensionsbetrag, sondern ein bedarfsorientierter Zuschlag. Anspruch besteht nur, wenn:

  • das gesamte Einkommen unter dem Richtsatz liegt
  • bestimmte Versicherungszeiten erfüllt sind
  • kein verwertbares Vermögen vorhanden ist

Quelle: Sozialministerium – Ausgleichszulagenrichtsätze 2026

Was ist eine „gute Pension“ in Österreich?

Einordnung mit aktuellen Zahlen

Laut Statistik Austria lag die durchschnittliche Alterspension 2024 bei:

  • 1.563 Euro brutto für Frauen
  • 2.620 Euro brutto für Männer

Die PVA weist für 2025 ähnliche Werte aus.

Eine Pension gilt als gut, wenn sie:

  • über dem Durchschnitt liegt
  • deutlich über der Ausgleichszulage liegt
  • den Lebensstandard weitgehend sichert

Die Gender Pension Gap beträgt weiterhin rund 40 %.

Pensionsrechner: Wie hoch wird meine Pension?

Der offizielle PVA‑Pensionsrechner ermöglicht eine realistische Einschätzung der späteren Pension – basierend auf Einkommen, Versicherungszeiten und Erwerbsverlauf.

👉 PVA‑Pensionsrechner:  pensionsversicherung.at

Pensionserhöhung 2026

Valorisierung 2026: Pensionen steigen um 6,1 %

Die Pensionen wurden 2026 gemäß der gesetzlichen Anpassungsformel um 6,1 % erhöht – basierend auf der durchschnittlichen Inflation des Vorjahres. Es gab keine zusätzliche Sonderanhebung für niedrige Pensionen.

Quelle: BM für Soziales – Pensionsanpassung 2026 (BGBl. II)

Zweite und dritte Säule: Kapitalgedeckte Vorsorge in Österreich

Wie stark ist Österreichs private Vorsorge wirklich?

  • Arbeitgeber zahlen 1,53 % des Bruttolohns in Vorsorgekassen
  • Keine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge
  • Staatliche Prämie für Zukunftsvorsorge: 1,5 %

Trotz Förderung bleibt die kapitalgedeckte Vorsorge schwach ausgeprägt – wegen niedriger Einkommen, geringem Vertrauen in Kapitalmärkte und der starken Rolle des Umlagesystems.

Pflege: Zahlen und gesetzliche Lage

  • 470.000 Menschen beziehen Pflegegeld
  • Pflegeregress bleibt abgeschafft
  • Keine Pflegeversicherung in Österreich

Steuern und Finanzierung

Österreich erhebt:

  • keine Erbschaftssteuer
  • keine Schenkungssteuer
  • keine Vermögenssteuer

Pensionen und Pflege werden überwiegend über Beiträge und Steuermittel finanziert.

 

Steuern auf Immobilien: Warum Österreich trotz fehlender Erbschaftssteuer sehr wohl besteuert – und wo die Belastung besonders hoch ist

Österreich erhebt keine Erbschafts‑ und Schenkungssteuer – das stimmt formal. In der Praxis gibt es jedoch mehrere Steuerarten, die bei Immobilien‑ und Grundstücksübertragungen fällig werden und faktisch eine ähnliche Wirkung haben wie eine Erbschaftssteuer. Besonders relevant sind dabei die Immobilienertragsteuer (ImmoESt) und die Grunderwerbsteuer (GrESt).

Immobilienertragsteuer (ImmoESt): 30 % auf Wertzuwächse

Beim Verkauf von Grundstücken oder Immobilien fällt in Österreich die Immobilienertragsteuer an. Sie beträgt:

  • 30 % auf den Gewinn (Differenz zwischen Verkaufspreis und Anschaffungskosten)

Ausnahmen gibt es nur für:

  • Hauptwohnsitzbefreiung
  • Selbst hergestellte Gebäude
  • bestimmte Altvermögen (vor 2002)

Damit ist die ImmoESt eine der höchsten Kapitalgewinnsteuern Europas.

 

Grunderwerbsteuer (GrESt): Auch bei Erbschaften und Schenkungen fällig

Die Grunderwerbsteuer wird immer fällig, wenn Eigentum an einer Immobilie übertragen wird – auch innerhalb der Familie, bei Schenkungen und Erbschaften.

Die Höhe:

  • 0,5 % für die ersten 250.000 €
  • 2 % für die nächsten 150.000 €
  • 3,5 % für alles darüber

Bemessungsgrundlage ist der Grundstückswert, nicht der Marktpreis.

Damit ist die GrESt bei Erbschaften und Schenkungen de facto eine Ersatz‑Erbschaftssteuer, weil sie unabhängig vom Verkauf anfällt.

Warum viele Expertinnen und Experten von einer „versteckten Erbschaftssteuer“ sprechen

Auch wenn Österreich offiziell keine Erbschaftssteuer hat, führen folgende Punkte dazu, dass Immobilienübertragungen trotzdem steuerlich belastet werden:

  • Erbschaften und Schenkungen von Immobilien sind nicht steuerfrei, sondern lösen Grunderwerbsteuer aus.
  • Verkauft man eine geerbte Immobilie, fällt zusätzlich 30 % Immobilienertragsteuer auf den Wertzuwachs an.
  • Damit können bei einer Erbschaft effektiv mehrere zehntausend Euro an Steuern anfallen – je nach Wert sogar deutlich mehr.

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Foto: Adobe Stock / jd-photodesign