So reduziert man Kursschwankungen im Portfolio

28.07.2026

Angesichts des niedrigen Zinsniveaus – und den damit verbundenen überschaubaren Renditeaussichten greifen viele zu Aktien. Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, dass seit der Finanzkrise die Bereitschaft, Risiken einzugehen, unter Anlegern deutlich zurückgegangen ist. Einen Ausweg Risiken am Aktienmarkt zu begrenzen, stellt der Minimum-Varianz-Ansatz dar. Dieser kann die Schwankungsbreite eines Portfolios erheblich reduziert werden. Auf eine attraktive Renditeentwicklung muss dennoch nicht verzichtet werden.

 

Was ist der Minimum-Varianz-Ansatz?

Dabei handelt es sich um eine Anlagestrategie, bei der ein Portfolio so zusammengestellt wird, dass die Kursschwankungen (Volatilität) möglichst gering sind. Ziel ist nicht die höchstmögliche Rendite, sondern ein möglichst stabiles Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag. Dazu werden Aktien kombiniert, die sich in ihrer Kursentwicklung möglichst unterschiedlich verhalten. Besonders in unsicheren Marktphasen kann ein Minimum-Varianz-Portfolio geringere Verluste und eine ruhigere Wertentwicklung bieten.

Ein einfaches Beispiel für einen Minimum-Varianz-Ansatz

Ein Minimum-Varianz-Fonds investiert nicht nur in Technologieaktien, sondern kombiniert sie mit defensiven Titeln wie Versorgern, Gesundheits- oder Basiskonsumgüterunternehmen. Fallen Tech-Aktien deutlich, können die stabileren Branchen einen Teil der Verluste ausgleichen. Dadurch schwankt das gesamte Portfolio weniger als der Gesamtmarkt.

Beispiel für konkrete Unternehmen

 Statt nur auf NVIDIA oder ASML zu setzen, mischt ein Minimum-Varianz-Portfolio auch Aktien wie Nestlé, Roche oder National Grid bei. Die Unternehmen reagieren oft unterschiedlich auf Konjunktur- und Börsenentwicklungen. Das senkt die Schwankungen des Gesamtportfolios.

Wichtig ist: Ein Minimum-Varianz-Portfolio besteht nicht einfach aus “langweiligen” Aktien. Entscheidend ist, dass die Titel möglichst wenig gemeinsam schwanken (geringe Korrelation). Dadurch lässt sich das Gesamtrisiko reduzieren, auch wenn einzelne Aktien durchaus volatil sein können.