Von ExxonMobil bis Total: Aktien für Ihr Depot
Von ExxonMobil bis Total: Aktien und ETFs für Ihr Depot.
(18.09.2026) Der Ölpreis zieht kräftig an. Allein am 9. September übersprang die europäische Ölsorte, die Nordseemarke Brent, 100 US-Dollar je Fass. Denn die Straße von Hormus bleibt gesperrt. Am 10. September haben Huthi-Milizen zudem die Kontrolle über die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer übernommen und kontrollieren damit eine weitere wichtige Meerenge. Nun hat auch noch Saudi-Arabien seine Ost-West-Pipeline aufgrund von Drohnenangriffen abgedreht.
Bereits am 5. September verkündeten das internationale Ölkartell und seine Partner – die Opec+ –, ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anzuheben. Vergangenen Herbst war eine Förderanhebung in monatlichen Schritten beschlossen worden, um die Kürzung von 2023 wieder rückgängig zu machen. Allerdings macht der Irankrieg einigen Mitgliedern zu schaffen; die Produktion blieb zuletzt hinter den vereinbarten Mengen zurück.
Weniger Diesel am Weltmarkt
Und weil zahlreiche Raffinerien in Russland beschossen wurden, exportiert das Land seit Juli keinen Diesel mehr. Damit fällt der einst zweitgrößte Weltmarktlieferant aus, ein Umstand, der sich in stark steigenden Preisen widerspiegelt. Folglich ist der Crack-Spread – die Spanne zwischen dem Öl- und dem Dieselpreis – ebenso nach oben geschnellt. Zuletzt erreichte die Differenz ein Rekordhoch von 106 US-Dollar.
Selbst der Gaspreis bleibt von den geopolitischen Konflikten nicht verschont. Denn Katar stoppte seine LNG-Exporte, nachdem iranische Drohnen im März eine wichtige Produktionsanlage getroffen hatten. Qatar Energy hatte gut ein Fünftel der weltweiten LNG-Versorgung abgedeckt, wovon ein großer Teil nach Asien ging. Grundsätzlich sind die asiatischen Länder stärker als Europa von LNG aus dem Nahen Osten abhängig, doch die Lieferketten sind nun gestört. Die Länder fragen folglich verstärkt US-LNG nach, das eigentlich nach Europa verschifft wird.
Energiefirmen verdienen kräftig
Für Branchenaktien sind die Entwicklungen bislang positiv. „Die höheren Öl- und die zuletzt vor allem kräftig gestiegenen Gaspreise verbessern die Ergebnisse der Energieunternehmen deutlich. Eine gewisse geopolitische Risikokomponente dürfte erhalten bleiben und der herannahende Winter die Gaspreise stützen“, so Aaron Albers, Analyst bei Raiffeisen Research. Die britische Shell erzielte im zweiten Quartal 2026 einen bereinigten Nettogewinn von knapp 10 Milliarden US-Dollar, eine Verdoppelung im Jahresvergleich. Neben höheren Öl- und Gaspreisen profitierte der Konzern insbesondere von einem starken Handels- und Raffineriegeschäft, wie es heißt.
Ähnlich stark war das Ergebnis der französischen TotalEnergies. Der Konzern steigerte das bereinigte Nettoergebnis um 67 % im Vergleich zum Vorjahreswert auf 6 Milliarden US-Dollar. ExxonMobil konnte den Gewinn unter dem Strich im Jahresvergleich auf 14,5 Milliarden US-Dollar ebenfalls verdoppeln. Noch stärker legte der Nettogewinn von Chevron auf knapp 12 Milliarden US-Dollar zu.
Anleger, die ihr Investment auf Europas Energiekonzerne streuen wollen, können dies mit dem „State Street SPDR MSCI Europe Energy UCITS ETF“ tun. Mehr als die Hälfte wird in UK-Branchenaktien investiert, gefolgt von Frankreich und Italien. Selbst die heimische OMV ist vertreten. Der „iShares S&P 500 Energy Sector UCITS ETF“ investiert rund 70 % des Vermögens in US-Aktien. Zu den Titeln zählen nebst den zwei zuvor genannten Aktien etwa Valero Energy und Marathon Petroleum. Bei beiden Produkten sind Verluste möglich.
Autorin: Mag. Raja Korinek
| Im Artikel vorgestellte Produkte und Aktien | |
| Name | ISIN |
| State Street SPDR MSCI Europe Energy UCITS ETF | IE00BKWQ0F09 |
| iShares S&P 500 Energy Sector UCITS ETF | IE00B42NKQ00 |
| Chevron | US1667641005 |
| ExxonMobil | US30233Q1085 |
| Marathon Petroleum | US56585A1025 |
| OMV | AT0000743059 |
| Shell | GB00BP6MXD84 |
| TotalEnergies | FR0000120271 |
| Valero Energy | US91913Y1001 |
