Fantasie made in Austria

Rezession, steigende Arbeitslosigkeit und einbrechende Unternehmensgewinne: Die Corona- Krise hat tiefe Spuren hinterlassen und wird wohl auch noch die eine oder andere weitere Folge haben - von steigenden Insolvenzzahlen bis zur Frage, wie die Staaten ihre Haushalte wieder in Ordnung bringen wollen. Nicht vergessen sollte man allerdings, dass es in dieser Krise durchaus auch Gewinner gibt - unter denen natürlich viele börsenotierte Gesellschaften sind. Meist denkt man dabei an die US-Tech-Giganten wie Amazon oder Facebook, vielleicht auch noch an Online-Händler wie Zalando oder den Essenszusteller Delivery Hero. Deren Aktien sind in den letzten Monaten zwar bereits deutlich gestiegen, doch sie könnten von den anhaltenden Trends noch weiter profitieren. Interessant ist aber, dass auch hierzulande Unternehmen existieren, die sich in Pandemie-Zeiten außergewöhnlich gut bewähren. So ließ S&T Anfang August mit der Aussage aufhorchen, ein „klarer Profiteur der Corona-Krise“ zu sein. Der Aktienkurs widerspiegelt die Ambitionen der Linzer bisher aber noch nicht. Und dann gibt es Firmen, die aktiv an der Bewältigung der Pandemie arbeiten. Semperit mit seiner Handschuh- Sparte zählt dazu, und natürlich das Biotech-Unternehmen Marinomed ( Interview mit CSO Eva Prieschl-Grassauer auf S. 9), das in seiner Pipeline über viel versprechende Ansätze im Kampf gegen Covid-19 verfügt. Erfreulich ist nicht nur, dass es in Österreich solche Vorzeigeunternehmen gibt. Für heimische Anleger ist es gut zu wissen, dass es auch in Zeiten wie diesen inländische Aktien mit Fantasie gibt. (17.09.)

Marius PERGER, HERAUSGEBER