Wir gratulieren!

An der Wiener Börse steht das heurige Jahr ganz im Zeichen ihres 250-jährigen Bestehens. Auftakt war die Grußbotschaft von Bundespräsident Alexander Van der Bellen am 14. Jänner, in der er auch auf die wichtige Rolle des Finanzplatzes bei einer Bewältigung der Pandemie hinwies (die Videobotschaft ist von der Website der Wiener Börse abrufbar). Seit Beginn der Neuzeit entstanden in Europa Orte, an denen ein geregelter Handel mit Waren oder Finanzprodukten stattfand – sogenannte Börsen. Der Name soll auf eine Kaufmannsfamilie Van ter Beurze aus Brügge zurückgehen. 1771 hat Maria Theresia die Wiener Börse gegründet, ab 1818 notierten hier auch Aktien, als erste die der Oesterreichischen Nationalbank. Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag wir im Vorjahr gefeiert haben, soll 1819 einer der ersten Aktionäre gewesen sein. Zurück in die Gegenwart: Die Wiener Börse plant im Jubiläumsjahr monatliche Schwerpunkte, die Themen Internationalität, Innovation und Zukunft werden dabei im Mittelpunkt stehen. Das Jubiläum wäre aber auch für die Politik ein guter Anlass, sich intensiver mit der Bedeutung des Eigenkapitals für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand zu beschäftigen. So richtig zum Feiern wäre es, würden Aktien endlich jenen Platz in der österreichischen Gesellschaft einnehmen, den sie verdienen! Übrigens: Seit fast einem Jahrhundert begleitet der Börsen- Kurier das Geschehen an der Wiener Börse (wir feiern dann 2022 unseren „Hunderter“). Der Börse und uns wünschen wir viele weitere gemeinsame Jahre. (21.01.)

Marius PERGER, HERAUSGEBER