Die USA bleibt der Motor für den Rest der Welt

Ein Marktkommentar von Nathan Sheets, Chefvolkswirt und Head of Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income.

(11.05.) Die wichtigsten politischen Entscheidungsträger der USA konzentrieren sich auf den Arbeitsmarkt. Es gibt über acht Millionen Arbeitnehmer, die vor der Pandemie beschäftigt waren, aber derzeit noch arbeitslos sind. Der Fokus liegt also auch darauf, wie diese Arbeiter wieder in Beschäftigung gebracht werden können.

Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, nicht nur wegen des enormen fiskalischen Stimulus, sondern auch wegen des sehr schnellen US-Wachstums, bedeutet unweigerlich, dass die USA so etwas wie ein Motor für den Rest der Welt sein werden, um die globale Erholung zu durchlaufen. Wir haben das bereits in den letzten Quartalen gesehen, in denen die US-Importe viel stärker gestiegen sind als die US-Exporte. Eine starke US-Wirtschaft ist im Großen und Ganzen günstig und positiv für den Rest der Welt. Dabei werden Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien eine der am schnellsten wachsenden Jobkategorien sein.

Wenn das Konjunkturpaket umgesetzt wird und die von der US-Regierung gewünschten Effekte eintreten, werden wir einen Trend und ein Produktivitätswachstum von vielleicht einem Prozentpunkt oder vielleicht etwas weniger sehen. Das klingt nach einer kleinen Zahl, aber wenn man das über mehrere Jahrzehnte akkumuliert, könnten die Unterschiede in Bezug auf die Lebensqualität ganz erheblich sein. Das kann auf lange Sicht zu einem besseren Lebensstandard führen, wenn diese Initiativen erfolgreich sind.

Die entscheidenden Fragen drehen sich jetzt um das Jahr 2022. Wie stark wird das Wachstum nachlassen? Was passiert mit der Inflation und wie reagiert die Fed. Es gibt eine Menge Unsicherheit darüber, wo 2022 angesiedelt sein wird.

Foto: PGIM

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