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Aktien mit hoher Dividende: Fünf ertragsstarke Titel für 2027

Tabak, Energie, Versorger und Finanzwerte – eine ertragsstarke Mischung. Intesa Sanpaolo und Enbridge überzeugen mit hohen Ausschüttungen und starken Erträgen. Auch Orange, Enel und Altria bieten für 2027 attraktive Dividenden.

Erstveröffentlichung: 10.04.2026, aktualisiert: 3.11.2026

Dividendenaktien bleiben 2026 gefragt: Weltweit schütteten börsennotierte Unternehmen im zweiten Quartal 757,8 Mrd. Dollar an ihre Aktionäre aus. Bereinigt entspricht das einem Anstieg von 7,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das zeigt der im September veröffentlichte Global Dividend and Buyback Index von Janus Henderson. Für das Gesamtjahr erwartet der Vermögensverwalter ein Dividendenwachstum von 5 bis 6 %. Besonders stark entwickelten sich die Ausschüttungen im Finanz- und Technologiesektor.

Doch eine hohe Dividendenrendite allein macht eine Aktie noch nicht attraktiv. Entscheidend sind die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen, die Gewinnentwicklung und die Bewertung. Unter fünf internationalen Dividendenaktien erscheinen derzeit Intesa Sanpaolo und Enbridge besonders vielversprechend: Die italienische Großbank überzeugt mit hoher Profitabilität und großzügigen Ausschüttungen, der kanadische Pipelinebetreiber mit planbaren Cashflows und kontinuierlich steigenden Dividenden.

Dividendenaristokraten: Stabilität in schwachen Marktphasen

Wie wichtig kontinuierlich steigende Ausschüttungen sein können, zeigt eine Analyse von S&P Dow Jones Indices. Die sogenannten Dividendenaristokraten – Unternehmen aus dem S&P 500, die ihre Dividenden seit mindestens 25 Jahren ununterbrochen erhöhen, erzielten zwischen Ende 1989 und Februar 2025 in Monaten mit fallenden Aktienkursen eine durchschnittliche Überrendite von 0,87 Prozentpunkten gegenüber dem S&P 500.

Die Untersuchung unterstreicht die Bedeutung einer langfristig verlässlichen Dividendenpolitik. Allerdings schützt auch eine jahrzehntelange Ausschüttungshistorie nicht vor Kursverlusten. Bei der Auswahl der folgenden fünf Aktien wurden deshalb neben der Dividendenrendite auch die Ertragsentwicklung, die Finanzierbarkeit der Ausschüttungen und die Geschäftsaussichten für 2027 berücksichtigt.

Aktien mit hoher Dividende sind für Anleger interessant, die regelmäßige Erträge erzielen möchten. Besonders gefragt sind Unternehmen mit einer Dividendenrendite von mehr als 5 %. Doch eine hohe Ausschüttung allein macht eine Aktie noch nicht attraktiv. Entscheidend ist, ob Gewinne und Cashflows ausreichen, um die Dividende langfristig zu finanzieren und möglichst zu steigern. Worauf Anleger bei der Auswahl achten sollten und welche Rolle das Dividendenwachstum spielt, erklärt unser Leitfaden zu Dividendenaktien und langfristigem Vermögensaufbau.

Fünf internationale Aktien aus den Bereichen Banken, Energie, Infrastruktur, Telekommunikation und Tabak bieten für 2027 erwartete Dividendenrenditen zwischen rund 6 und 8 %. Am überzeugendsten erscheinen derzeit Intesa Sanpaolo und Enbridge. Die italienische Großbank verbindet hohe Gewinne mit großzügigen Ausschüttungen, während der kanadische Pipelinebetreiber durch stabile Einnahmen und kontinuierlich steigende Dividenden punktet. Auch Orange und Enel sind interessant. Bei Altria stehen den hohen Ausschüttungen dagegen strukturelle Risiken gegenüber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Intesa Sanpaolo: Die höchste prognostizierte Dividendenrendite der fünf Aktien, steigende Gewinne und eine großzügige Ausschüttungspolitik.
  • Enbridge: Langfristige Verträge, planbare Cashflows und durchschnittlich 9 % jährliches Dividendenwachstum über 30 Jahre.
  • Orange: Kräftiges Wachstum in Afrika und im Nahen Osten sowie steigende operative Erträge.
  • Enel: Stabile Einnahmen aus Stromnetzen und eine auf Dividendenwachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie.
  • Altria: Hohe Ausschüttungen und starke Cashflows, allerdings rückläufige Zigarettenabsätze.

Welche Dividendenaktien bieten 2027 hohe Renditen?

Aktie Erwartete Dividende 2027 Prognostizierte Dividendenrendite
Intesa Sanpaolo 0,49 € ca. 8,4 %
Altria 4,52 USD ca. 6,5 %
Enbridge 4,01 CAD ca. 5,9 %
Orange 0,82 € ca. 5,8 %
Enel 0,54 € ca. 5,8 %

Dividendenschätzungen für das Geschäftsjahr 2027. Die Renditen sind Orientierungswerte auf Basis der jeweils zugrunde gelegten Referenzkurse und keine einheitlichen aktuellen Marktrenditen. CAD steht für kanadische Dollar, USD für US-Dollar. Die tatsächlichen Ausschüttungen können von den Prognosen abweichen.

1. Intesa Sanpaolo – hohe Gewinne und großzügige Dividenden

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo zählt zu den profitabelsten Finanzinstituten Europas. In den ersten neun Monaten 2026 stieg der Nettogewinn um 8,1 % auf 8,2 Mrd. Euro. Allein im dritten Quartal verdiente die Bank 2,65 Mrd. Euro. Aufgrund der starken Geschäftsentwicklung hob das Management seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr auf deutlich mehr als 10 Mrd. Euro an.

Die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen:

  • Nettogewinn in den ersten neun Monaten 2026: 8,2 Mrd. Euro, plus 8,1 %
  • Gewinnprognose 2026: deutlich mehr als 10 Mrd. Euro
  • Geplante Bardividenden: 75 % des Jahresgewinns
  • Zusätzlich Aktienrückkäufe von bis zu 20 % des Gewinns, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind
  • Dividendenprognose 2027: 0,49 Euro je Aktie, nach 0,45 Euro für 2026
  • Prognostizierte Dividendenrendite 2027: rund 8,4 %
  • Erwarteter Gewinn je Aktie 2027: 0,64 Euro, nach 0,59 Euro für 2026

Die Ausschüttungspolitik ist ein wesentliches Argument für die Aktie. Für 2026 plant Intesa insgesamt eine Kapitalrückführung von 95 % des Gewinns, davon 75 % in Form von Bardividenden und weitere 20 % über Aktienrückkäufe. Im November werden bereits 0,22 Euro je Aktie als Zwischendividende für das Geschäftsjahr 2026 ausgezahlt. Die hohe Profitabilität und eine solide Kapitalausstattung schaffen Spielraum für weitere Ausschüttungen.

Intesa zählt derzeit zu den aussichtsreichsten Dividendenaktien der Auswahl. Die erwartete Rendite von mehr als 8 % ist besonders attraktiv, weil sie durch hohe laufende Gewinne und eine klar formulierte Ausschüttungspolitik gestützt wird. Auch der für 2027 erwartete Gewinnanstieg spricht für die Aktie. Risiken bleiben eine schwächere Konjunktur, mögliche Kreditausfälle, regulatorische Belastungen und ein Rückgang der Zinsmargen. Entscheidend wird sein, ob die Bank ihre hohe Ertragskraft auch bei einem veränderten Zinsumfeld behaupten kann.

Auch an der Wiener Börse zählen Banken zu den wichtigsten Indexwerten. Wie Erste Group, BAWAG und Raiffeisen Bank International bewertet sind und welche Gewinnprognosen Analysten erwarten, zeigt unser Vergleich der fünf größten ATX-Aktien.

2. Enbridge – Infrastrukturwert mit planbaren Cashflows

Der kanadische Pipelinebetreiber Enbridge betreibt eines der größten Energieinfrastrukturnetze Nordamerikas. Ein erheblicher Teil seiner Einnahmen stammt aus langfristigen Verträgen und Transportgebühren. Dadurch sind die Cashflows weniger stark von kurzfristigen Schwankungen der Öl- und Gaspreise abhängig als bei klassischen Energieproduzenten.

Die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen:

  • Eines der größten Pipeline-Netze Nordamerikas
  • Transportiert Erdgas in einer Größenordnung von rund 20 % des US-Verbrauchs
  • Gebührenbasierte Einnahmen sorgen für vergleichsweise stabile Cashflows
  • 31 Jahre in Folge steigende Dividenden
  • Durchschnittliches Dividendenwachstum über 30 Jahre: 9 % jährlich
  • Annualisierte Dividende 2026: 3,88 kanadische Dollar je Aktie
  • Dividendenprognose 2027: 4,01 kanadische Dollar je Aktie
  • Prognostizierte Dividendenrendite 2027: rund 5,9 %

Enbridge zahlt seit mehr als 70 Jahren Dividenden. Die Ausschüttungen wurden über Jahrzehnte kontinuierlich erhöht. Für 2026 beträgt die Quartalsdividende 0,97 kanadische Dollar. Das Unternehmen strebt an, langfristig zwischen 60 und 70 % des ausschüttungsfähigen Cashflows an die Aktionäre weiterzugeben. Dadurch bleibt ein Teil der Mittel für Investitionen in neue Infrastrukturprojekte verfügbar.

Enbridge zählt neben Intesa zu den überzeugendsten Dividendenwerten für 2027. Während die italienische Bank vor allem mit einer besonders hohen erwarteten Rendite punktet, spricht bei Enbridge die langfristige Planbarkeit der Einnahmen für die Aktie. Der umfangreiche Bestand an vertraglich abgesicherten Projekten bietet zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten. Die Dividende dürfte 2027 zwar deutlich langsamer steigen als im langfristigen historischen Durchschnitt, erscheint angesichts des Geschäftsmodells aber vergleichsweise gut abgesichert.

Risiken bestehen durch die hohe Verschuldung, steigende Finanzierungskosten und den erheblichen Kapitalbedarf neuer Projekte. Für Anleger aus dem Euroraum kommt das Wechselkursrisiko des kanadischen Dollars hinzu.

3. Orange – steigende Dividenden und kräftiges Wachstum

Der französische Telekomkonzern Orange verbindet eine attraktive Dividendenrendite mit steigenden operativen Erträgen. Für das Geschäftsjahr 2027 erwarten Analysten eine Dividende von rund 0,82 Euro je Aktie, nach 0,79 Euro für 2026. Das entspricht auf Basis des zugrunde gelegten Referenzkurses einer prognostizierten Dividendenrendite von rund 5,8 %.

Die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen:

  • Umsatz im dritten Quartal 2026: plus 3,6 %
  • EBITDAaL, das operative Ergebnis nach Leasingaufwendungen: plus 4,6 %
  • Operativer Cashflow in den ersten neun Monaten: plus 8,8 %
  • Umsatzwachstum in Afrika und im Nahen Osten: plus 14,2 % im dritten Quartal
  • Prognose für das EBITDAaL-Wachstum 2026 auf mehr als 4,5 % angehoben
  • Erwarteter organischer Cashflow 2026: rund 4,3 Mrd. Euro
  • Dividendenprognose 2027: 0,82 Euro je Aktie

Besonders dynamisch entwickelt sich das Geschäft in Afrika und im Nahen Osten. Dort profitiert Orange von der steigenden Nachfrage nach Mobilfunk- und Datendiensten. Auch in Europa wächst der Konzern. Die vollständige Übernahme des spanischen Gemeinschaftsunternehmens MasOrange stärkt die Marktposition. Gleichzeitig ist damit die Verschuldung gestiegen. Zur Jahresmitte 2026 lag die Nettoverschuldung beim 2,4-Fachen des EBITDAaL. Mittelfristig strebt Orange wieder eine Quote von rund zwei an.

Zusätzliche finanzielle Belastungen könnten sich aus der geplanten Beteiligung an der Übernahme des französischen Telekomunternehmens SFR ergeben. Die Analysten beurteilen Orange dennoch überwiegend positiv. Für Dividendenanleger sprechen vor allem das operative Wachstum, steigende Cashflows und die erwarteten höheren Ausschüttungen. Die Verschuldung bleibt der wichtigste Risikofaktor.

4. Enel – steigende Dividenden beim italienischen Versorger

Der italienische Energiekonzern Enel profitiert von regulierten Stromnetzen und seiner internationalen Aufstellung. Diese Geschäftsbereiche sorgen für vergleichsweise stabile Einnahmen. Im ersten Halbjahr 2026 stieg das bereinigte EBITDA um 3,2 % auf 11,84 Mrd. Euro. Besonders die Aktivitäten in Spanien und Lateinamerika trugen zum Wachstum bei.

Die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen:

  • Bereinigtes EBITDA im ersten Halbjahr 2026: 11,84 Mrd. Euro, plus 3,2 %
  • Dividende für das Geschäftsjahr 2025: 0,49 Euro je Aktie
  • Dividendenprognose 2027: rund 0,54 Euro je Aktie
  • Prognostizierte Dividendenrendite 2027: rund 5,8 %
  • Erwarteter Gewinn je Aktie 2027: 0,76 Euro
  • Angestrebtes durchschnittliches Dividendenwachstum 2025 bis 2028: rund 6 % jährlich

Die Strategie des Konzerns sieht steigende Gewinne und Ausschüttungen vor. Nach den von Enel veröffentlichten Analystenschätzungen dürfte der bereinigte Gewinn je Aktie von durchschnittlich 0,73 Euro für 2026 auf 0,76 Euro für 2027 steigen. Das Unternehmen setzt vor allem auf den Ausbau und die Modernisierung seiner Stromnetze sowie auf ausgewählte Investitionen in die Energieerzeugung.

Für Dividendenanleger ist Enel wegen der relativ stabilen Einnahmen und der erwarteten steigenden Ausschüttungen interessant. Die Aktie bietet allerdings nicht dieselbe Ertragsdynamik wie Intesa oder Orange. Zudem erfordern der Ausbau der Netze und die Energiewende hohe Investitionen. Verschuldung, Zinsentwicklung und regulatorische Eingriffe bleiben wichtige Risiken.

5. Altria – hohe Ausschüttungen trotz rückläufigem Zigarettenmarkt

Der US-Tabakkonzern Altria zählt zu den beständigsten Dividendenzahlern am amerikanischen Aktienmarkt. Das Unternehmen profitiert von hohen Gewinnmargen und starken Cashflows. Im August 2026 erhöhte Altria seine Quartalsdividende um 4,7 % auf 1,11 US-Dollar je Aktie. Auf das Jahr hochgerechnet entspricht das 4,44 US-Dollar. Für 2027 liegt die herangezogene Analystenschätzung bei 4,52 US-Dollar je Aktie. Bezogen auf den Referenzkurs von 69,12 US-Dollar ergibt sich daraus eine prognostizierte Dividendenrendite von rund 6,5 %.

Die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen:

  • 61 Dividendenerhöhungen innerhalb von 57 Jahren
  • Aktuelle annualisierte Dividende: 4,44 US-Dollar je Aktie
  • Dividendenprognose 2027: 4,52 US-Dollar je Aktie
  • Angestrebtes jährliches Dividendenwachstum bis 2028: im mittleren einstelligen Prozentbereich
  • Bereinigter Gewinn je Aktie in den ersten neun Monaten 2026: plus 5,1 %
  • Gewinnprognose 2026 auf 5,66 bis 5,74 US-Dollar je Aktie angehoben
  • Aktienrückkaufprogramm Ende Oktober um eine Milliarde US-Dollar aufgestockt

Neue Geschäftschancen eröffnet der wachsende Markt für rauchfreie Nikotinprodukte. Altria ist mit den Nikotinbeuteln der Marke on! vertreten und baut das Sortiment von on! PLUS weiter aus. Im dritten Quartal wurden zusätzliche Produktvarianten eingeführt. Auch E-Zigaretten spielen auf dem US-Markt eine wichtige Rolle, allerdings steht Altrias Marke NJOY vor rechtlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

Das traditionelle Zigarettengeschäft bleibt trotz hoher Margen rückläufig. Für Dividendenanleger ist daher entscheidend, ob Altria mit rauchfreien Produkten langfristig zusätzliche Gewinne erzielen und die sinkenden Zigarettenabsätze ausgleichen kann. Die hohen Ausschüttungen bleiben attraktiv, doch die strukturellen Risiken des Tabakgeschäfts begrenzen die Wachstumsaussichten. Im Vergleich zu Intesa und Enbridge erscheint die Aktie deshalb weniger überzeugend.

Warum Dividenden für den langfristigen Anlageerfolg wichtig sind

Dividenden leisten einen erheblichen Beitrag zur langfristigen Gesamtrendite von Aktien. Laut einer Untersuchung von Guinness Global Investors entfielen beim S&P 500 über rollierende 20-jährige Anlagezeiträume zwischen 1941 und 2019 durchschnittlich rund 57 % der Gesamtrendite auf Ausschüttungen und deren Wiederveranlagung.

Besonders interessant sind Unternehmen, die ihre Dividenden über Jahrzehnte hinweg regelmäßig steigern. Eine Analyse von S&P Dow Jones Indices zeigt, dass die sogenannten S&P-500-Dividendenaristokraten in Monaten mit fallenden Kursen zwischen 1990 und Februar 2025 durchschnittlich eine um 0,87 Prozentpunkte bessere Performance als der breite S&P 500 erzielten.

Eine hohe Dividendenrendite allein ist allerdings kein Qualitätsmerkmal. Sie kann auch entstehen, wenn der Aktienkurs aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten stark fällt. Entscheidend sind daher die Gewinnentwicklung, der Cashflow und die langfristige Finanzierbarkeit der Ausschüttungen.

Häufige Fragen zu Dividendenaktien

Welche sind die besten Dividendenaktien für 2027?

Unter den fünf untersuchten Aktien überzeugen derzeit vor allem Intesa Sanpaolo und Enbridge. Intesa bietet die höchste erwartete Dividendenrendite und eine starke Gewinnentwicklung. Enbridge punktet mit langfristig planbaren Cashflows und einer jahrzehntelangen Dividendenhistorie. Auch Orange ist wegen des operativen Wachstums interessant.

Welche Aktien geben besonders viel Dividende?

Unter den vorgestellten Unternehmen weist Intesa Sanpaolo mit einer für 2027 prognostizierten Dividendenrendite von rund 8,4 % den höchsten Wert auf. Es folgen Altria mit rund 6,5 % sowie Enbridge, Orange und Enel mit erwarteten Renditen von knapp 6 %. Die tatsächlichen Renditen hängen vom Aktienkurs und den künftigen Ausschüttungen ab.

Welche Aktien in Österreich haben die höchsten Dividenden?

Auch an der Wiener Börse finden Anleger ertragsstarke Aktien. Zu den bekannten Dividendenzahlern zählen OMV, Österreichische Post, UNIQA, Vienna Insurance Group und mehrere österreichische Banken. Welche Titel die höchste Dividendenrendite bieten, hängt vom jeweiligen Aktienkurs und den erwarteten Ausschüttungen ab. Einen ausführlichen Überblick bietet unser Beitrag über die österreichischen Dividendenaktien im ATX.

Welche internationalen Dividendenaktien könnten sich 2027 besonders gut entwickeln?

Intesa Sanpaolo, Enbridge und Orange erscheinen unter den fünf untersuchten Unternehmen besonders interessant, weil sie attraktive Dividenden mit hoher Profitabilität, stabilen Cashflows beziehungsweise operativem Wachstum verbinden. Die tatsächliche Gesamtrendite hängt allerdings neben der Ausschüttung auch von der Kursentwicklung ab. Eine verlässliche Prognose der zehn weltweit besten Dividendenaktien ist nicht möglich.

Worauf sollten Anleger bei Aktien mit hoher Dividende achten?

Neben der Dividendenrendite sind das durchschnittliche Dividendenwachstum, die Ausschüttungsquote, die Gewinnentwicklung und der freie Cashflow entscheidend. Eine außergewöhnlich hohe Rendite kann auch ein Warnsignal sein, wenn sie durch einen starken Kursverlust entsteht. Wichtig ist deshalb, ob das Unternehmen seine Dividende langfristig finanzieren und möglichst steigern kann.

Fazit: Intesa und Enbridge überzeugen am meisten

Von den fünf untersuchten Dividendenaktien erscheinen Intesa Sanpaolo und Enbridge derzeit am vielversprechendsten. Intesa verbindet eine außergewöhnlich hohe erwartete Dividendenrendite mit kräftigem Gewinnwachstum und einer großzügigen Ausschüttungspolitik. Enbridge bietet dagegen vor allem langfristig planbare Einnahmen und eine beeindruckende Dividendenhistorie. Beide Unternehmen haben damit gute Voraussetzungen, ihre Aktionäre auch künftig mit hohen Ausschüttungen zu beteiligen.

Orange und Enel sind ebenfalls interessant, wobei Orange durch die stärkere operative Wachstumsdynamik auffällt. Altria bietet zwar eine hohe Dividendenrendite, muss aber den langfristigen Rückgang des traditionellen Zigarettengeschäfts ausgleichen. Für Anleger bleibt daher entscheidend, nicht allein auf die Höhe der Dividende, sondern auch auf deren langfristige Finanzierbarkeit zu achten.

Autoren: Michael Kordovsky, aktualisiert: Anneliese Proissl

 

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