Kapitalschutz-Zertifikate: ideal für den Einstieg in den Kapitalmarkt
Im Gespräch mit den beiden ZFA-Vorständen Philipp Arnold und Uwe Kolar.
Mehr Selbstentscheider: Online‑Handel und einfache Produkte boomen
Der Markt für Zertifikate wächst – und verändert sich. Immer mehr Selbstentscheider handeln online, gleichzeitig entdecken auch Berater und konservative Anleger die Vorteile standardisierter, transparenter Produkte. Entwicklungen, die den Markt prägen und warum Zertifikate für viele Anlegergruppen attraktiver werden.
- Die Zahl der Selbstentscheider steigt,
- Online‑Plattformen gewinnen an Bedeutung,
- gefragt sind einfache, standardisierte Zertifikate, die ohne komplexe Strukturen auskommen.
Doch Zertifikate sind jedoch nicht nur für erfahrene Online‑Trader geeignet. Auch Berater könnten ihren Kunden damit spezielle, maßgeschneiderte Lösungen anbieten – insbesondere, wenn Sicherheit und Transparenz im Vordergrund stehen.
Kapitalgarantie und Teilschutz: Warum Berater auf sichere Zertifikate setzen
Für viele Berater sind Produkte mit Kapitalgarantie oder Teilschutz besonders interessant. Uwe Kolar betont:
- Sie sind leicht verständlich,
- transparent,
- ohne versteckte Kosten,
- und bieten Anlegern einen klaren Rahmen für ihre Erwartungen.
Ein weiterer Vorteil: Zertifikate erleichtern den laufenden Kundendialog. Die Chance, immer wieder etwas im Portfolio zu drehen, bietet Anknüpfungspunkte beim Kunden.
Schnelle Emission: Zertifikate reagieren blitzschnell auf Trends
Ein entscheidender Vorteil gegenüber vielen anderen Anlageformen: Zertifikate können extrem schnell emittiert werden.
Während andere Produkte oft regulatorische Bewilligungen benötigen, können Emittenten bei Zertifikaten innerhalb kürzester Zeit auf neue Markttrends reagieren.
Damit lassen sich „große Themen“ abdecken – von Rohstoffen über Technologie bis hin zu Nachhaltigkeit.
Zudem bildet das Auszahlungsprofil eines Zertifikats den Markt nicht 1:1 ab. Möglich sind etwa:
- Fixkupons,
- Bonuszahlungen bei Seitwärtsbewegungen,
- Kapitalschutz oder Teilschutz,
- asymmetrische Renditeprofile.
ESG: Nachhaltigkeitsthema auch am Zertifikatmarkt
ESG – Umwelt, Soziales und Unternehmensführung – zählt auch im Zertifikatemarkt zu den wichtigsten Themen.
Arnold spricht von einem „extremen Schwung“, der auch in den kommenden Jahren „gigantisch“ bleiben werde.
Wichtige Beobachtungen:
- Auch Selbstentscheider achten zunehmend auf ESG‑Kriterien.
- Die Rendite bleibt entscheidend – doch der Mythos, ESG koste Performance, verliert an Bedeutung.
- Besonders beliebt ist der Best‑in‑Class‑Ansatz, der breite, marktähnliche Investments ermöglicht.
Neben Nachhaltigkeit zählen auch Technologie‑Megatrends wie
- Künstliche Intelligenz,
- Robotik,
- Digitalisierung, zu den gefragtesten Themen im Zertifikate‑Universum.
Kapitalmarkt: Sicherheit bleibt für viele zentral
Ein wesentlicher Grund für den Erfolg von Zertifikaten im Niedrigzinsumfeld: Mit dem Sparbuch ist nichts zu verdienen.
Zertifikate mit Kapitalschutz ermöglichen vielen Anlegern den ersten Schritt in den Kapitalmarkt. Nach zwei bis drei Jahren Erfahrung wagen viele den nächsten Schritt – etwa in
- Bonuszertifikate,
- Fixkuponvarianten,
- oder Produkte mit moderatem Risiko.
Der Sicherheitsgedanke bleibe jedoch wichtig: Kapitalschutz bleibt gefragt, Teilschutz gewinnt an Bedeutung.
Junge Anleger: klare Botschaften, digitale Kommunikation, einfache Produkte
Arnold betont, dass es in der Kommunikation mit jungen Anlegern besondere Herausforderungen gibt:
- Sie wollen Lösungen für ihre Bedürfnisse,
- klare, verständliche Botschaften,
- digitale, schnelle Kommunikation,
- und einfache, kostengünstige Produkte.
Zertifikate sind hier im Vorteil: Sie benötigen kein großes Portfolio, sind preislich attraktiv und bieten strukturierte, nachvollziehbare Renditechancen.
Und: Auch junge Menschen erkennen zunehmend, dass sie sich langfristig um ihre Geldanlage kümmern müssen.
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