Lohnt sich jetzt ein Einstieg in Bitcoin?

Experten: Kombination aus Geopolitik und Zinserhöhungen als Belastung.

📈 Bitcoin-Prognose: Trotz eines Kursverlusts von rund 40 % in den vergangenen zwölf Monaten sehen Experten von 21Shares wieder Aufwärtspotenzial.
Warum Geopolitik, Zinspolitik und der geplante Clarity Act in den USA über das nächste Bitcoin-Comeback entscheiden könnten.

 

Bitcoin Key Facts

  • Aktueller Trend: Korrekturphase
  • Tief 2026: 58.000 US-Dollar
  • Prognose 21Shares: 100.000 US-Dollar bis Ende 2026
  • Chancen: sinkende Zinsen, Clarity Act, institutionelle Nachfrage
  • Risiken: Geopolitik, ETF-Abflüsse, Zinserhöhungen

 

(04.08.2026) Während eine Hitzewelle große Teile Europas fest im Griff hat, ist der seit Herbst 2025 anhaltende sogenannte „Krypto-Winter“ weiter voll im Gange. Als der Bitcoin im Juni ein neues Jahrestief bei 58.000 erreichte, erwies sich wohl die Hoffnung vieler Anleger auf ein Ende des Abwärtstrends als verfrüht. Auch in den kommenden Wochen sei weiter Geduld angesagt, mit steigenden Kursen sei erst wieder um den Jahreswechsel zu rechnen, so der Grundtenor unter Experten.

Bitcoin Entwicklung: Welche Rolle Geopolitik und Zinsen spielen

„Zuletzt hat die Kombination aus Geopolitik und möglichen Zinserhöhung den Bitcoin-Kurs belastet“, erklärt Bernhard Wenger, Head of Northern Europe bei 21Shares, im Gespräch mit dem Börsen-Kurier. Vor allem das Wiederaufflammen des Iran-Kriegs habe sich negativ auf die größte Kryptowährung ausgewirkt. Aber auch hohe Abflüsse aus Bitcoin-ETFs in den USA und der KI-Hype an den Börsen hätten dafür gesorgt, dass der Krypto-Winter weiter anhält. Nichtdestotrotz wird bei 21Shares weiter am Basisszenario, einer Erholung des Bitcoins auf 100.000 USD bis Ende 2026, festgehalten.

Bitcoin-Prognose: Warum Experten wieder steigende Kurse erwarten

Eine These für den Kryptomarkt für 2026, nämlich, dass der Vierjahreszyklus des Bitcoins, vor allem aufgrund der fortschreitenden institutionellen Adaption, durchbrochen wird, hat sich hingegen als nicht richtig erwiesen. Zur Erinnerung: Das Zyklusmodell geht davon aus, dass auf ein Halving (die alle vier Jahre stattfindende Halbierung der Belohnung für das Schürfen von Bitcoin, die das Angebot begrenzt, Anm.) eine Korrektur folgt und nach einem bis eineinhalb Jahren wieder mit einer Hausse zu rechnen ist.

Wenger: “Es ist derzeit ein guter Zeitpunkt, um in die weltweit gefragteste Kryptowährung zu investieren.”

„In den nächsten Wochen kann es noch zu weiteren Kursverlusten kommen. Gegen Jahresende bzw. spätestens ab Anfang 2027 werden wir dann wieder einen steigenden Bitcoin-Kurs erleben“, so Wenger. Der 21Shares-Experte ist jedenfalls überzeugt, dass derzeit ein guter Zeitpunkt ist, um in die weltweit gefragteste Kryptowährung zu investieren.

Was der Clarity Act für Bitcoin und Altcoins bedeutet

Ein potenzieller Kurstreiber sei etwa der Clarity Act, ein wichtiges Marktstrukturgesetz, das klare Regeln für digitale Assets schafft und – entgegen dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump – nicht vor der Sommerpause vom US-Senat verabschiedet werden konnte. Wenger geht davon aus, dass vor allem Altcoins (alle anderen Kryptowährungen außer Bitcoin, Anm.) vom Clarity Act profitieren sollten. Diese hatten zuletzt auch nicht ihre beste Zeit. „Viele Altcoin-Geschäftsmodelle wurden, was die Profitabilität betrifft, infrage gestellt“, erklärt Wenger. Er empfiehlt Anlegern, Altcoins wie Aktien von Fall zu Fall zu betrachten oder als Alternative auf Baskets bzw. Indizes zu setzen.

Sind Ethereum, Solana und Cardano ebenfalls interessant?

Aber auch mit Ethereum, Solana, Cardano und Konsorten sei Geduld gefragt. „Altcoins werden erst dann wieder steigende Kurse erleben, wenn der Bitcoin an Fahrt aufnimmt“, so Wenger abschließend.

Bitcoin-Prognose: Chancen und Risiken im Überblick

Einflussfaktor Belastung oder Chance?
Geopolitik Belastung
Zinserhöhungen Belastung
ETF-Zuflüsse Chance
Clarity Act Chance
Institutionelle Investoren Chance

Autor: Mag. Patrick Baldia
Foto: 21 Shares

 

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