Rohstoff-Zertifikate: Wo Anleger jetzt Chancen finden
Ölpreise im Höhenflug, Edelmetalle auf Korrekturkurs: Wo Zertifikate jetzt Chancen eröffnen.
Das Wichtigste in Kürze
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Ölpreise steigen: Geopolitische Konflikte und Angriffe auf Tanker treiben die Notierungen von Brent und WTI.
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Gold und Silber korrigieren: Nach einer starken Rally haben beide Edelmetalle deutlich an Wert verloren.
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Rohstoff-Zertifikate eröffnen Chancen: Mit Hebelprodukten können Anleger sowohl auf steigende als auch auf fallende Rohstoffpreise setzen.
Risiken beachten: Hebel verstärken Kursbewegungen in beide Richtungen. Bei Knock-out-Produkten droht der Totalverlust.
Rohstoff-Zertifikate: Auf steigende und fallende Kurse setzen
(31.10.2026) Seit Monaten drehen sich zahlreiche Schlagzeilen rund um die Ereignisse an den internationalen Rohstoffmärkten. Allein der Ölpreis setzt seinen Aufwärtstrend mittlerweile wieder fort, nachdem etwa Huthi-Milizgruppen Ziele in Saudi-Arabien erneut angegriffen haben und auch Tanker zuletzt getroffen wurden. So notierte die Nordseemarke Brent – per 19. Oktober – bei knapp mehr als 109 US-Dollar je Fass.
An den Agrarmärkten hinterließen hingegen Dürren und Wetterphänomene wie El Niño tiefe Spuren. Viele der Notierungen in diesem Segment schnellten seit Jahresbeginn hinauf. All solche Umstände bekommen Konsumenten kräftig zu spüren. Aufgrund eingeschränkter Raffineriekapazitäten steigt zudem der Dieselpreis. Damit verteuert sich nicht nur das Autofahren, sondern auch der Transport von Waren und damit von Lebensmitteln.
Gehebelt auf Rohstoffe setzen
Immerhin spielen strukturierte Produkte hierbei ihre Stärken aus. „Zertifikate und vornehmlich Hebelprodukte bieten einzigartige Möglichkeiten, um in Rohstoffmärkte zu investieren“, betont Heiko Geiger (Foto) im Gespräch mit dem Börsen-Kurier. Anhand einer breiten Palette verschiedener Basiswerte könnten Anleger ihr Portfolio mit Positionen in Energie- und Agrarrohstoffen oder Industrie- und Edelmetallen ergänzen, erläutert der Zertifikate-Experte von der Bank Vontobel. Mit Open-End-Hebelprodukten wie etwa Mini-Futures müsse man sich zudem nicht auf einen Anlagehorizont festlegen. Schluss ist erst dann, wenn eine Knock-Out-Barriere berührt oder über- bzw. unterschritten wird. Denn Hebelprodukte bieten die Möglichkeit, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen.
Öl und Agrarrohstoffe: Hohe Schwankungen locken Anleger
Doch wie sieht das Interesse derzeit aus? „Seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts führen die starken Kursschwankungen zu großem Interesse an den beiden Ölsorten Brent und WTI. Dies sehen wir auch bei Agrarrohstoffen.“ Denn Wetterphänomene wie El Niño zählten mittlerweile zu wichtigen fundamentalen Risikofaktoren für die globalen Agrarmärkte. „Anleger sehen hierbei Marktchancen und positionieren sich entsprechend mit Hebelprodukten“, so der Experte.
Gold und Silber: Nach der Rally folgt die Korrektur
Ein ebensolches Interesse zeichne sich auch für Gold und Silber ab. Die zwei Edelmetalle haben nach einer starken Hausse in den vergangenen Monaten ein gutes Stück korrigiert. „Während der Gold- und Silberhausse Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres zählten die beiden Edelmetalle zu den am meisten gehandelten Basiswerten bei Zertifikaten und Hebelprodukten.“
Silber-Zertifikate: Chancen durch Energiewende und Digitalisierung
Geiger hebt insbesondere Eigenschaften von Silber hervor und sagt, das graue Edelmetall profitiere von mehreren langfristigen Trends: Energiewende, Elektrifizierung, Digitalisierung und eine mögliche Fortsetzung des Edelmetallzyklus. Denn Silber wird unter anderem in der Solarindustrie nachgefragt. „Diese Kombination macht den Rohstoff zu einem interessanten Baustein für Anleger, die von strukturellem Wachstum profitieren möchten.“
Gleichzeitig sollten die Risiken nicht unterschätzt werden, mahnt der Experte. „Eine schwächere Weltkonjunktur könnte die industrielle Nachfrage belasten. Auch steigende Zinsen oder ein stärkerer US-Dollar wirken häufig negativ auf Edelmetalle.“ Interessierte Anleger können etwa gehebelt mittels Mini-Long-Futures auf den weiteren Kursverlauf von Silber – mit einem aktuellen Hebel von 2,76 – sowie auf Brent-Öl – mit einem aktuellen Hebel von 2,70 – setzen. Bei beiden Produkten sind Verluste möglich.
Fazit: Rohstoff-Zertifikate bieten Chancen – aber auch Risiken
Rohstoff-Zertifikate ermöglichen Anlegern, von steigenden und fallenden Preisen bei Öl, Gold, Silber und Agrarrohstoffen zu profitieren. Besonders Silber könnte langfristig von der Energiewende und der steigenden industriellen Nachfrage profitieren. Kurzfristig bleiben die Rohstoffmärkte jedoch stark von geopolitischen Entwicklungen, Konjunktur und Zinsen abhängig.
Autorin: Mag. Raja Korinek
| Im Artikel vorgestellte Produkte | |
| Name | ISIN |
| Vontobel Mini-Long-Future auf Silber | DE000VK53XK0 |
| Vontobel Mini-Long-Future auf Öl | DE000BD0TYS5 |
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