Rosenbauer: Turnaround fast geschafft
Bei Rosenbauer lief das Geschäft sehr gut.
(22.05.2026)
Ergebnis Rosenbauer 2025 Zusammenfassung
Rosenbauer hat 2025 ein beeindruckendes Ergebnis vorgelegt und damit den Turnaround nahezu abgeschlossen. Der Feuerwehrausrüster steigerte den Umsatz um 9,4 % auf 1,429 Milliarden Euro, halbierte die Verschuldung und erzielte ein Ergebnis vor Steuern von über 54,7 Millionen Euro. Der Auftragsbestand von 2,35 Milliarden Euro sorgt zusätzlich für Planungssicherheit und weiteres Wachstum.
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Diese Zahlen standen im Mittelpunkt der 34. ordentlichen Hauptversammlung in Leonding, die im Vergleich zum Vorjahr unter einem deutlich besseren Stern verlief. CEO Robert Ottel sprach vom „erfolgreichsten Geschäftsjahr in der 160‑jährigen Unternehmensgeschichte“.
Innovation im Fokus: Der Panther jetzt auch elektrisch
Zu Beginn gab Ottel einen Überblick über das Unternehmen und hob das Flughafenlöschfahrzeug Panther hervor – das internationale Aushängeschild von Rosenbauer. Die neue elektrische Version ist bereits am Flughafen Dallas (Texas) im Einsatz. Für Ottel ein „eindrucksvoller Beweis unserer Innovationskraft“.
Komplexe Einzelanfertigungen – Stärke und Herausforderung
Rosenbauer fertigt jedes Feuerwehrauto als maßgeschneiderte Einzelanfertigung, abgestimmt auf die Anforderungen der jeweiligen Einsatzorganisation. Die hohe Komplexität bringe jedoch auch Herausforderungen mit sich, wie Ottel offen einräumte.
Rosenbauer: Starkes Wachstum 2025
Gleichbleiben ist leichter als wachsen, glauben Sie mir!
Dass Ergebnis des vergangenen Jahres kann sich sehen lassen: Der Umsatz stieg um 9,4 % auf 1,429 Milliarden Euro, die Verschuldung wurde halbiert und das Ergebnis vor Steuern lag bei mehr als 54,7 Millionen Euro. „Das hört sich ja sehr gut an, aber eine solche Steigerung muss ein Unternehmen auch ein-mal verkraften“, so Ottel. „Gleichbleiben ist leichter als wachsen, glauben Sie mir!“
Ausblick 2026: Wachstum, US‑Offensive und höhere Marge
Zufrieden zeigte er sich auch mit dem Auftragsbestand, der bei 2,35 Milliarden Euro liegt. Das verspricht auch für 2026 ein Wachstum, das unter anderem durch stärkere Bearbeitung des US-Marktes erreicht werden soll. „Dort sind wir Nummer drei, das ist nicht unser Anspruch“, erklärte der CEO.
Prognosen für 2026:
- Umsatzprognose: rund 1,6 Mrd. Euro
- EBIT‑Marge: etwa 6 %
- US‑Markt: stärkere Bearbeitung
Aktionäre zufrieden – Dividende 2027 in Aussicht
In der folgenden Generaldebatte kamen viele Redner zu Wort, die ebenfalls ihrer Zufriedenheit mit dem fast geschafften Turnaround zum Ausdruck brachten. Die Frage nach einer möglichen Dividende kam natürlich zur Sprache. „Wenn 2026 so verläuft, wie wir es erwarten, werden wir wohl nächstes Jahr wieder eine Dividende vorschlagen können“, so Ottel.
Kritik und klare Worte
Dagegen verwehre ich mich auf Schärfste
Ein Aktionär, der sich über Fehler im Geschäftsbericht mokierte und unterstellte, man habe die Erstellung „wohl nicht ernst genommen“ rief eine heftige Reaktion hervor: „Dagegen verwehre ich mich auf Schärfste“, wurde Ottel laut. „Wir nehmen das sehr wohl ernst, wenn Fehler drin sind, haben wir schlecht gearbeitet, aber uns Unernst vorzuwerfen verdirbt mir den Tag!“
Weitere Themen:
- AR‑Vergütung: +27 %
Ein anderer Anteilseigner monierte, dass im vergangenen Jahr die AR-Vergütung um 27 % gestiegen sei. „Da vergessen Sie aber, dass in den fünf Jahren davor nur die Inflation abgegolten wurde“, entgegnete der scheidende AR-Vorsitzende Christoph Reisinger.
- AR‑Erweiterung: Nicht sehr gefiel einigen Aktionären auch, dass man die Anzahl der AR-Mitglieder auf sechs erhöhen wollte, gegen die beiden Kandidatinnen hatte aber keiner etwas einzuwenden.
Abstimmungen: Alle Punkte angenommen
Nach knapp drei Stunden wurden sämtliche Tagesordnungspunkte im Sinne der Verwaltung beschlossen. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden:
- Michaela Scheibelauer
- Cornelia Zeinler
Live aus der HV: Cornelius M. Pirch
Foto: Rosenbauer
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