Damoklesschwerter über Europa

Das Risiko eines Grexit ist überschaubar. Gleichzeitig lauern größere Gefahren wie ein möglicher EU-Austritt Großbritanniens und die Abspaltung Kataloniens von Spanien.

Mit einer Staatsverschuldung Griechenlands von nur 2,9 % des BIP des Euroraums wären die Folgen eines theoretischen Grexit überschaubar. Kritischer wäre ein Zerfall Spaniens, das 2014 10,3 % zum BIP des Euroraums beitrug und eine Staatsschuldenquote von 97,8 % aufweist. Sollte bei einer möglichen Abspaltung Katalonien nicht einen Teil der Staatsschuld übernehmen, könnte die Quote auf rund 125 % des BIP explodieren. Das katalanische Parlament hat bereits mit 72 von 135 Stimmen eine Resolution zur Abspaltung von Spanien…

03.12.2015
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Der Risikokalender für 2016

Christoph Krischanitz präsentierte in traditioneller Art den Risikokalender für 2016 und kritisierte das häufige Fehlen eines zukunftsorientierten Managements in vielen Unternehmen.

Wie jedes Jahr hat der Geschäftsführer des auf ganzheitliches Risikomanagement spezialisierten Beratungsunternehmens arithmetica, Christoph Krischanitz, den Blick auf das Jahr 2016 geschärft. Nicht ohne Kritik zu üben: Es fehle so manchem Management der Weitblick, beziehungsweise, „es wird der Szenarien- und Bandbreitenplanung für das folgende Jahr zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Planung für 2016 hat gerade Hochsaison, leider verfahren dabei viele Unternehmen noch immer so, als wäre ein Jahr wie das andere un…

03.12.2015
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3,4 % p.a. trotz Niedrigstzinsphase

Die Kombination aus Unternehmensanleihen und Dividendentiteln kann eine Alternative zum Sparbuch sein. Allerdings ist Markttiming erforderlich, um die Volatilität zu begrenzen.

Während mangelndes Wachstum auf die Aktienkurse drückt, wirken massive Interventionen der EZB in Form von Anleihenkäufen und Nullzinsen dem entgegen. Im Vorteil sind dabei solide Aktien mit hohen Dividendenrenditen und Unternehmensanleihen, sofern die Renditen spürbar über dem Niveau von Staatsanleihen liegen. Somit kommen als stabile Komponente des Portfolios nur Unternehmensanleihen mit einer Rendite von mindestens 1,75 % auf eine Restlaufzeit von mindestens zwei Jahren in Frage, was bei einigermaßen soliden Emitte…

26.11.2015
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Der keltische Tiger ist zurück

Die aktuelle Wirtschaftsdynamik der grünen Insel Irland lässt jene der weiteren dreiunddreißig OECD-Länder erblassen.

Als grün ist Irland wieder in zusätzlicher Hinsicht zu betrachten. Die ökonomischen Daten zeigen in dieser Färbung eindeutig auf Expansion. Die Zahlen zu wesentlichen Barometern der Wirtschaftsentwicklung heben sich von jenen der EUKernländer eklatant ab. Wuchs das irische BIP bereits im 1. Quartal dieses Jahres um beachtliche 4,8 %, ist es im 2. Quartal mit 6,7 % bereits als „galoppierend“ zu bezeichnen. Der Einzelhandel zog im September um nicht weniger als 8,6 % an - dies gar im deflationären Umfeld von -0,2 %. Das …

26.11.2015
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Simpel aber sinnvoll: „Augen auf vor dem Kauf“

Anlegerprozesse sind Ultima Ratio von Konflikten zwischen Produktanbietern, Beratern und Kunden. Wie man vorbeugen kann.

„Die heimischen Richter sind ob der Fülle der Verfahren sehr versiert, haben in Anlagedingen profundes Know how und sind seit der Finanzkrise kritischer geworden“, auch was so manche Behauptung auf Kleinanlegerseite betrifft. Das Fachwissen und die Professionalität der Richterschaft in Anlegerprozessen ist Erich Pitak im Gespräch mit dem Börsen-Kurier wichtig zu betonen. Der Chartered Financial Analyst (CFA) und Financial Risk Manager ist als „beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für das Kredit-, …

18.11.2015
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Die Türkische Lira im Erosionszustand

Wiederbelebte Perspektiven über EU-Beitrittsverhandlungen verhalfen der türkischen Devise zuletzt zu einer Gegenbewegung. Der Gesamttrend ist aber ernüchternd.

Seit fünf Jahren hat sich die Währung des 77 Mio Einwohner zählenden Landes am Bosporus von 2,0 auf 3,10 Lira pro € abgeschwächt. Der Aktienindex Istanbul ISE National 100 steht 16 % höher - für den Euro- Investor eine desaströse Gesamt- Zwischenbilanz. Für den Inhaber türkischer Anleihen ist das gebotene Bild nicht weniger niederschmetternd. Die Entwicklung zeigt die Auswirkungen einer Investition in vermeintlich aufstrebende Länder (in diesem Fall ein „Next Eleven“-Kandidat) zum falschen Zeitpunkt einer Dekade bit…

18.11.2015
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Kapitalmarkt: Die Hoffnung lebt

In ihrem Arbeitsprogramm hat sich die Regierung auch die Stärkung des Kapitalmarktes auf die Fahnen geschrieben. Zakostelsky glaubt, dass die Umsetzung „sehr notwendig“ ist.

Im aktuellen Regierungsprogramm, offiziell „Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung für die Jahre 2013 bis 2018“, ist ein Abschnitt dem Thema Unternehmensfinanzierung gewidmet. Die beiden Koalitionspartner haben sich darin auf einige Maßnahmen für den Kapitalmarkt geeinigt, die von vielen Experten schon lange gefordert werden. So heißt es darin unter anderem, die „Eigenkapitalaufnahme soll dringend erleichtert“ und der Kapitalmarkt „durch aktive Politik“ gestärkt werden. Explizites Ziel ist auch „die Förd…

11.11.2015
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Geldpolitische Koordination notwendig!

Die Globalisierung der Probleme weltweit führender Volkswirtschaften erfordert geldpolitische Koordination der Notenbanken. Ansonsten droht ein weltumspannender Währungskrieg.

Obwohl das Eurosystem primär durch Anleihenkäufe seine Bilanzsumme vom 31.12.2014 bis 30.10. 2015 von 2.208 auf 2.665 Mrd€ ausweitete, ist die EZB mit der Nullinflation im Oktober noch weit vom Stabilitätsziel einer Inflationsrate nahe aber unter 2 % entfernt. Nun mehren sich die Anzeichen einer weiteren geldpolitischen Expansion am 3. Dezember. Das hat Nebenwirkungen: Der Euro ist binnen eines Monats (Daten vom 8.11.) gegenüber Yen, Pfund und US-Dollar um jeweils 2,1, 2,8 bzw. 4,7 % gesunken. Da musste die Schwedische…

11.11.2015
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Wiener Kandidaten für eine Jahresend-Rallye

Sollte es zu einer Jahresend-Rallye kommen, dann bestehen auch an der Wiener Börse gute Gewinnchancen, vorausgesetzt, man nimmt die richtige Aktienselektion vor.

Die jüngste Erholung an den Aktienmärkten könnte ein Indiz dafür sein, dass auch heuer wieder ab sofort die Aktiensaison eröffnet ist. Von 1950 bis 2011 lag die durchschnittliche Performance des Dow Jones in den Monaten November bis April bei 7,5 %, verglichen mit 0,3 % in den anderen sechs Monaten. Ein Phänomen, das dabei im Dezember auftritt, ist eine Beschleunigung der Aufwärtsbewegung bei Aktien, die bereits zuvor im laufenden Jahr eine gute Entwicklung hinter sich haben. Ausgelöst wird dies durch das sogenannte „…

04.11.2015
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Japans Post für die Anlagewelt

Für die Abgabe von 11 % der Post-Holding-Aktien nimmt Japans Regierung umgerechnet 10,7 Mrd€ ein. Ein Teil des staatlich-goldenen Schatzes öffnet sich somit.

Nippons größter Börsengang seit zehn Jahren (am Mittwoch, 4. 11.) kann schon jetzt als Erfolg bezeichnet werden. Die Ausgangslage für die erste Börsennotiz der Holding der Japanischen Post war zuletzt dementsprechend positiv. Die zwischenzeitlichen Turbulenzen an Chinas Börsen beeinträchtigten den Nikkei- Index nur moderat. Dieser zeigte jüngst im internationalen Umfeld gar eine relative Stärke. Nach einem Absacken im August, ausgehend vom Jahreshöchststand bei 20.800 auf unter 17.100 Punkte, hat der Index bereits wie…

04.11.2015
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