Comeback der Infrastrukturinvestments

Solide Renditen, Inflationsschutz und ein neuer Kursauftrieb erwarten Anleger.

Michael Kordovsky. Infrastruktur-Aktien umfassen Unternehmen aus Sektoren wie Versorger (Utilities), Transport (z. B. Mautstraßen, Flughäfen, Bahnen), Energie (Pipelines, Netze, Stromversorger), Datenzentren und Kommunikationsinfrastruktur. Sie gelten als defensiv, mit relativ stabilen Cashflows und Dividendenrenditen, oft inflationsgeschützt. Und zuletzt kam auch wieder mehr Kursdynamik ins Spiel. Der 92 Infrastrukturwerte aus 23 entwickelten Ländern enthaltende „MSCI World Core Infrastructure Index“ (USD) wies im Zeit…

27.05.2025
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Wo überall gespart werden muss

Haushaltsdefizite im internationalen Vergleich - ehemalige Krisenländer glänzen mit Überschüssen.

Michael Kordovsky. Österreichs Budgetlage ist angespannt: 2024 lag das Staatsdefizit bei 22,5 Milliarden Euro bzw. 4,7 % des BIP - ohne Gegenmaßnahmen wären es im Jahr 2025 sogar 5,8 % geworden. Mit dem Doppelbudget 2025/26 will Finanzminister Markus Marterbauer das Defizit schrittweise auf 4,2 % senken. Die Abgabenquote steigt von 44,5 auf 45,5 %, während die Ausgabenquote von 56,8 % (2025) bis 2029 auf 55 % sinken soll. Die Zinsbelastung erhöht sich dabei von 1,5 auf 2,4 % des BIP. Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von…

27.05.2025
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Wo ESG draufsteht, muss ESG drinnen sein

Seit dem 21. Mai gelten strenge Regeln für Investmentfonds, die ESG-Begriffe im Namen tragen.

Andreas Dolezal. Schon seit Jahren sagen die EU und die europäischen Aufsichtsbehörden ESAs (EBA für Banken, EIOPA für Versicherungen, ESMA für Markt und Wertpapiere, Anm.) Greenwashing den Kampf an. Anleger sollen auf Grundlage von faktenbasierten und wahrheitsgetreuen Informationen entscheiden können, wie nachhaltig ein Finanzprodukt, etwa ein Investmentfonds, ist. Lücke in der SFDR Was im Sinne der EU als nachhaltiges Finanzprodukt gilt, legt seit 2021 die EU-Offenlegungs-Verordnung (Sustainable Finance Disclosure Re…

27.05.2025
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Im Krisenfall zählt nur Bargeld

Skandinavien empfiehlt Bargeld; iberisches Blackout zeigt: Nur Bares ist Wahres.

Andreas Dolezal. Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland gelten als die Vorreiter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Laut der britischen Tageszeitung The Guardian rudern die skandinavischen Länder aber zurück. Denn so bequem und praktisch elektronische Zahlungen sind, haben sie im Krisenfall große Nachteile. Das zeigt auch der landesweite Stromausfall in Spanien und Portugal Ende April. Österreicher lieben Bargeld Laut einer Umfrage zahlten 2023 bereits 90 % aller Schweden bargeldlos per Karte oder App. Ähnlich hoch i…

20.05.2025
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China mit dem Rücken zur Wand?

Zwischen Konjunkturhoffnung und strukturellen Risiken.

Michael Kordovsky. Die chinesische Wirtschaft zeigt im Frühjahr 2025 eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Im ersten Quartal wuchs das BIP um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr und übertraf damit die Erwartungen, zumal mehrere internationale Banken ihre Prognosen für Chinas BIP-Wachstum zuletzt auf rund 4 % oder darunter gesenkt hatten. Die Lücke zu den Wachstumszielen der Regierung müsse nun mit Staatsausgabenprogrammen kompensiert werden, so die weit verbreitete Meinung. Doch die offiziellen Zahlen scheinen dem zu widers…

20.05.2025
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Developer stehen am Anfang der Kette

UBM-CEO Winkler: Wohnbaukrise beendet, es gibt aber zu wenige Immobilienentwickler.

Marius Perger. „Die Krise im Wohnbau ist aus meiner Sicht in der Tat vorbei“, sagt Thomas Winkler (im Bild links), CEO der UBM Development AG, im Gespräch mit dem Börsen-Kurier. Dies sei auch mit Zahlen belegbar: UBM habe zuletzt den Verkauf vervierfacht und in Wien mit rund 700 Einheiten so viele Neubauwohnungen am Start wie kein anderer Anbieter. Und der Trend gehe ungebrochen weiter, zeigt sich Winkler zuversichtlich. Auffällig sei, dass die jetzigen Käufer weit überwiegend Eigennutzer sind, die mit einer bestehenden…

20.05.2025
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Investmentday im Zeichen der Diversifikation

Bawag und Easybank brachten Speaker von Partnergesellschaften zu ihren Kunden.

Rudolf Preyer. Der Investmentday 2025, veranstaltet von Bawag und Easybank, war einen Besuch wert: Mittwoch der Vorwoche brachte dieser in der Event-Location „Stage 3“ in Wien interessante Vorträge zu aktuellen Marktthemen und Trends. Den Reigen begannen Markus Fila und Alexander Brechler vom Assetmanager Candriam. Sie meinten, Zukunft lasse sich mit Global High Yield und thematischen Aktien im Kontext von Megatrends gestalten. Als einen Megatrend in der „Society 5.0“ machten sie etwa den Bereich Global Health Care aus.…

20.05.2025
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Politiker jubilieren, Branche bleibt skeptisch

Die Generalpensionskasse ist so gut wie fix, bestätigten Abgeordnete bei der 12. bAV-Konferenz.

Barbara Ottawa. Ein seltenes Bild bot sich am vergangenen Donnerstag am Cobenzl über Wien - Nationalratsabgeordnete stellten sich den Fragen von Branchenvertretern der betrieblichen Altersvorsorge. Dieses Zusammentreffen zweier oft viel zu ferner Welten, wurde von Thomas Wondrak (Foto), Gründer der Beraterfirma Konsequent Wondrak, anlässlich seiner 12. bAV-Konferenz organisiert. Vertreter von ÖVP, Neos und Grünen waren außergewöhnlich sattelfest im Thema, was den Diskurs vereinfachte - aber auch teilweise Gräben in den …

20.05.2025
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Werden Rüstungsaktien in ESG-Fonds salonfähig?

Kategorischer Ausschluss von Rüstung und Waffen aus „grünen“ Investments wackelt.

Andreas Dolezal. Im Sinne der ESG-Kriterien (Umwelt, Gesellschaft und gute Unternehmensführung) gelten Investments in die Rüstungs- und Waffenindustrie als „socially harmful“ (deutsch: sozial schädlich) und sind daher kategorisch ausgeschlossen. Neben menschlichem Leid verursachen Panzer und Raketen auch massive Umweltschäden, und der Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur erzeugt enorme CO2-Emission. Doch anhaltende geopolitische Krisen und der neue Stellenwert von Verteidigungsfähigkeit führen zu einem Überdenken diese…

13.05.2025
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Ohne Kapitalmarkt geht es nicht

Boschan und Felbermayr nehmen sich kein Blatt vor den Mund.

Tibor Pásztory. Im Rahmen der diesjährigen Bilanzpressekonferenz der Wiener Börse setzten CEO Christoph Boschan und Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr unmissverständliche Worte an die österreichische Bundesregierung sowie die Europäische Union. Während es bei ersterer hauptsächlich um die Berücksichtigung des Kapitalmarktes bei der Altersvorsorge ging, wurde die EU deutlich eines „Regulierungstsunamis“ geziehen: „Wie oft habe ich eigentlich schon aus Brüssel über das Vorhaben gehört, die Kapitalmarktregularien zu entbürok…

13.05.2025
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