Commerzbank im Abwehrkampf

Offizielles Übernahmeangebot durch den Konkurrenten Unicredit rückt immer näher.

Stefan Riedel. Für Vorstand, Belegschaft und Aktionäre der Commerzbank bahnt sich ein heißer Herbst an. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob dem Übernahmepoker von Unicredit ein konkretes Angebot folgt. 29,34 % der Commerzbank-Anteile kontrolliert das italienische Geldhaus aktuell. Wird die 30-%-Marke überschritten, wäre die Unicredit laut dem Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, den übrigen Aktionären ein Pflichtangebot vorzulegen. Ein solches Pflichtangebot müsste mindestens dem durchschnittlichen Aktienkurs d…

07.10.2025
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EU plant neue Steuer für Firmen

Das Budget 2028 bis 2034 sieht umsatzabhängige Extra-Steuer für Unternehmen vor.

Andreas Dolezal. Mitte Juli legte die EU-Kommission ihren Vorschlag für einen „ehrgeizigen und dynamischen“ Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 vor. Die lange Vorlaufzeit ist notwendig, da auf politischer Ebene üblicherweise zwei Jahre lang über die Begehrlichkeiten der Kommission diskutiert und gestritten wird. Auch diesmal bergen die Ideen gehörige Sprengkraft. Fast 2.000 Milliarden Euro Für die Jahre 2021 bis 2027 begnügte sich die EU-Kommission mit einem Rahmen von 1,211 Milliarden Euro (exklusive „NextGenerati…

30.09.2025
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UBM-CEO Winkler sieht Licht am Ende des Tunnels

Neue Anleihe soll Liquidität stärken und richtet sich vor allem an Privatanleger.

Marius Perger. „Erfolg in schlechten Zeiten schaut anders aus als Erfolg in guten Zeiten.“ Das sagte Thomas Winkler, CEO der UBM Development AG, vor einigen Monaten bei der Hauptversammlung. Die Frage, ob wir uns aktuell in guten oder schlechten Zeiten befinden, müsse man differenziert sehen, betonte er nun im Gespräch mit dem Börsen-Kurier. Zwar habe niemand erwartet, dass die Krise so lange dauert, doch es gebe eine gute Nachricht: „Wohnen ist aus der Krise heraus.“ UBM verkaufe derzeit im Schnitt 100 Wohnungen pro Qu…

30.09.2025
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Die AT&S befindet sich auf gutem Weg

Noch dämpfen die Kosten für das Hochfahren von Kapazitäten die Margen.

Patrick Baldia. Nach einem schwierigen Börsenjahr 2024, das mit einem Verlust von fast 50 % beendet wurde, steht die AT&S-Aktie seit Jahresbeginn mit rund 85 % im Plus. Dabei hatte es Ende Juli, als der Kurs nach der Vorlage der Ergebnisse für das 1. Quartal 2025/26 an nur einem Tag um 20 % einbrach, so ausgesehen, als ob die Party vorbei sei. Dabei lagen die Margen über der Guidance und auch das Umsatzplus von 14 % gegenüber dem Vorjahresquartal - trotz Preisdruck und negativen Wechselkurseffekten hätte als positiv…

30.09.2025
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Wie Anleger ihr Depot aufrüsten können

Geopolitische Spannungen erhöhen den Bedarf an Sicherheit. Das bietet neue Investmentchancen.

Raja Korinek. Die Kriege in der Ukraine sowie im Nahen Osten toben weiter. Und so mehren sich die Schlagzeilen zur globalen Aufrüstung. Vor wenigen Tagen verkündete Dänemark sein Interesse am Kauf von Langstrecken-Präzisionswaffen. In Australien gab Verteidigungsminister Richard Marles den Ausbau einer Werft für atombetriebene U-Boote in Höhe von umgerechnet 6,8 Milliarden Euro bekannt. Frankreich hat jüngst mehrere Kampfflieger nach Polen geschickt. Dabei hatten die globalen Rüstungsausgaben bereits 2024 mit 2,72 Billi…

23.09.2025
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Sachwerte immer öfters als Zuflucht

Immobilien, Gold und Infrastruktur als Bollwerk gegen Inflation und geopolitische Unsicherheit.

Michael Kordovsky. Der Goldpreis ist in den vergangenen fünf Jahren in Euro gerechnet um knapp 89 % gestiegen (per 17.9.); auf Jahressicht liegt das Plus sogar bei 35 %. Fakt ist, dass Gold nach den hohen Inflationsraten der beiden Jahre davor im Jahr 2024 mit einem Plus von mehr als 34 % aufgeholt hat. Nicht umsonst halten die Vermögensverwalter von Flossbach von Storch in ihrem „Multiple Opportunities II - R“, einem aktienorientierten Mischfonds, rund 10 % Gold als eine Art „Feuerversicherung“ gegen bekannte und unbek…

23.09.2025
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Bauwerksbuch wird für Immobilien-Eigentümer Pflicht

Die Wiener Bauordnung schreibt für Altbauten die Erstellung eines „Bauwerksbuches“ in den nächsten Jahren vor.

Marius Perger. Bis spätestens 31. Dezember 2027 sind Eigentümer bzw. Miteigentümer von Gebäuden, die vor dem 1. Jänner 1919 errichtet wurden, in Wien zur Registrierung eines Bauwerksbuches verpflichtet. Für Gebäude, die vor dem 1. Jänner 1945 errichtet wurden, besteht die Verpflichtung per 31. Dezember 2030. Ein Bauwerksbuch muss unter anderem alle Baubewilligungen für das Gebäude, den Zeitpunkt der erstmaligen Überprüfung, Intervalle für weitere Überprüfungen, Ergebnisse der Überprüfungen, sowie festgestellte Mängel un…

23.09.2025
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Trügerische Ruhe vor dem Sturm?

Die unterschiedliche Entwicklung der Wirtschaftssektoren mahnt zu Wachsamkeit.

Roman Steinbauer. Sich abzeichnende Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten stimulieren nach wie vor die Notizen an den Finanzmärkten. Schwache Öl- und Gaspreise sorgen zusätzlich für Auftrieb. Doch könnte sich dies als trügerisch erweisen. Anhand mehrerer Indikatoren wird ebenso deutlich: Die Risikoaversion reduzierte sich sowohl bei institutionellen als auch bei Privatanlegern seit dem Frühjahr stetig. Selbst passiven Börsen-Beobachtern entgeht die derzeit vorherrschende Ignoranz der Kapitalmärkte gegenüber strukture…

16.09.2025
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ATX-Aufsteiger im Börsen-Kurier-Check

Porr und Strabag haben trotz jüngster Kursanstiege weiteres Potenzial. (17.09.)

Michael Kordovsky. Die 1869 gegründete Porr AG ist das am längsten an der Wiener Börse gelistete Unternehmen, während die Geschichte der Strabag-Gruppe 1835 mit der Gründung des Familienhandwerksbetriebs Anton Lerchbaumer in Spittal, dem Ursprung der ILBAU, beginnt. Beide Aktien haben sich binnen eines Jahres im Kurs mehr als verdoppelt. Strabag – Profiteur des deutschen Infrastrukturprogramms Strabag zählt mit einem Leistungsvolumen von 19,2 Milliarden Euro im Jahr 2024 zu den führenden Unternehmen in Zentral- und Oste…

16.09.2025
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Investieren wie die Großen

Was sich Kleinanleger an der Wiener Börse von institutionellen Investoren abschauen können.

Patrick Baldia. Sich an der Börse am Anlageverhalten institutioneller Investoren zu orientieren, ist sicher nicht der schlechteste Zugang. Die Idee dahinter: professionelle Anleger sind in der Regel erfolgreicher unterwegs als „Normalsterbliche“, was auch diverse Analysen bestätigen. Folglich setzen Banken, Pensionskassen, Versicherungen, Fonds oder Kapitalanlagegesellschaften bevorzugt auf stabile, liquide Aktien aus einem breiten Spektrum an Sektoren – Stichwort: Diversifikation – mit langfristigem Wachstumspotenzial.…

16.09.2025
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