Finanzdienstleister warnen vor unseriösen Angeboten

Über die Insolvenz der Sun Contracting-Gruppe und die Lehren für Anleger und Investoren.

Martin Trettler. Zur Rückschau: In den vergangenen Jahren wurden Gelder von Sun Contracting bei Investoren eingesammelt, um Photovoltaik-Anlagen in Österreich und Mitteleuropa zu errichten. Den Investoren wurden sehr hohe Renditen versprochen, meist über die Zeichnung von Anleihen oder Konstrukten wie Nachrangdarlehen in unterschiedlichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Man sprang auf den boomenden Zug der „Green Energy“ auf und erhoffte sich dadurch exorbitante Umsatzsteigerungen und Gewinne. Seit Anfang Nov…

10.12.2025
jetzt lesen »

Unterschätzte Schweizer Aktien

Qualität und Kursdynamik von Nebenwerten oft durch die großen Player verdeckt.

Roman Steinbauer. Helvetische Aktien gelten als sinnvolle Depot-Ergänzung. Erst recht, nachdem es Anlegern seit Mai dieses Jahres wieder möglich ist, Schweizer Aktien uneingeschränkt an EU-Börsenplätzen zu handeln. Sind doch die 2019 eingetretenen Einschränkungen durch den Zwist um ein Rahmenabkommen zwischen Brüssel und Bern beseitigt. Die Schweizer Börse SIX Swiss büßte indes nichts an Attraktivität ein. Trotz hoher Exportabhängigkeit zeichnen sich die AGs des Nachbarlandes durch eine hohe Kapital- und Innovationskraf…

02.12.2025
jetzt lesen »

Afrika: die Wachstumsraten sprechen für den Kontinent

Mit einzelnen Fonds oder ausgewählten Aktien an neuen Zukunftsmärkten partizipieren.

Michael Kordovsky. Afrika bleibt trotz globaler Flaute ein Wachstumsblock. Der IWF erwartet für Subsahara-Afrika 2025 rund 4,1 % BIP-Wachstum und 4,4 % für 2026. Danach werden bis 2030 Wachstumsraten von 4,4 bis 4,6 % prognostiziert - verglichen mit 3,1 bis 3,2 % in der Weltwirtschaft. Gleichzeitig sollte sich in dieser Region die Staatschuldenquote von 2024 bis 2030 von rund 59 auf 53 % des BIP reduzieren. Besonders dynamisch sind Länder wie Ruanda mit knapp 9 % Wachstum im vergangenen Jahr und einer Projektion von im …

02.12.2025
jetzt lesen »

Omnibus-Paradox: Erleichterung mit unerwünschter Wirkung

Weniger Berichtspflichten bedeuten aus Sicht der Banken nicht weniger Arbeit, aber mehr Unsicherheit. Ein Gastkommentar von Dr. Thomas Siwik, Geschäftsführer der Credarate Solutions GmbH.

Red. Die Europäische Union will mit dem Omnibus-Paket die Berichtspflichten für Unternehmen drastisch reduzieren - auf Basis des letzten Vorschlags des EU-Parlaments um bis zu 95 % auf weniger als 2.000 Unternehmen. Was erstmal nach Entlastung klingt, entpuppt sich aber als Paradox: Laut dem ESG-Daten Monitor 2025 erwarten rund 70 % der befragten Banker zusätzlichen Aufwand bei der Kreditvergabe für - nun umso mehr - nicht-berichtspflichtige Firmenkunden. Die soeben erschienene, größte Studie zur Nutzung von ESG-Daten i…

02.12.2025
jetzt lesen »

Immo-Aktien im Comeback-Modus

Nach Abwertungen wieder neue Chancen. Und Bauwerte profitieren von Infrastrukturboom.

Michael Kordovsky. Die Signa-Insolvenz-Kaskade und zunehmende Ausfälle im Gewerbeimmobilienbereich führten dazu, dass österreichische Kreditinstitute seit 1. Juli 2025 einen sektoralen Systemrisikopuffer von 1 % der risikogewichteten Positionsbeträge der gewerblichen Immobilienrisikopositionen halten müssen. Das ist ein Umstand, der medial umfassend diskutiert wurde. Doch bei den einzelnen Immobilien- und Immobilienentwicklungsgesellschaften der Wiener Börse und weiter zurück in der Wertschöpfungskette bei den börsennot…

25.11.2025
jetzt lesen »

Der Technologiesektor bleibt Treiber

Heimische Anleger gehen allmählich aus der Deckung – und setzen vermehrt auf KI-Trends.

Raja Korinek. Das Börsenjahr 2025 war bislang von neuen Rekordhochs geprägt, wenngleich es zwischenzeitlich reichlich Turbulenzen gab. Und das weckt, wenn auch von einem niedrigen Niveau, allmählich ein wenig Risikoappetit bei den heimischen Anlegern. Heiko Geiger, Zertifikate-Experte bei der Bank Vontobel, verweist im Gespräch mit dem Börsen-Kurier auf jüngste Entwicklungen und sagt, „laut den verfügbaren Daten und Studien ist der Anteil der Aktienbesitzer in Österreich im internationalen Vergleich immer noch relativ g…

25.11.2025
jetzt lesen »

Die versteckten Risiken passiver Anlagestrategien

Ein Kommentar von Guy Wagner, Chief Investment Officer bei BLI - Banque de Luxembourg Investments.

Red./ks. Nur wenige Trends haben die moderne Finanzwelt so tiefgreifend verändert wie der hin zum passiven Investieren. Mit den Versprechungen von niedrigen Kosten, Diversifizierung und zuverlässigen langfristigen Renditen ist er zur Standardstrategie für Millionen von privaten und institutionellen Investoren geworden. In den vergangenen zehn Jahren haben Indexfonds und ETFs von massiven Kapitalzuflüsse profitiert, während aktive Manager mit stetigen Abflüssen konfrontiert waren. Heute machen passive Instrumente etwa di…

25.11.2025
jetzt lesen »

Aktien mit Luft viel nach oben

Etliche Enttäuschungen könnten im kommenden Jahr zu den Gewinnern zählen.

Patrick Baldia. Der ATX hat heuer ordentlich an Fahrt aufgenommen und nicht nur ein neues Jahreshoch erreicht, sondern mit rund 4.900 Zählern auch den höchsten Stand seit 2007 (!). Seit Jahresbeginn eine Performance von rund 30 % zu Buche. Würden die Dividendenzahlungen mitberücksichtigt werden, würde sich das Plus sogar bei knapp 40 % belaufen. Kurz: Der ATX hatte schon mal schlechtere Jahre. Einen maßgeblichen Anteil an der guten Entwicklung des heimischen Leitindex hatten heuer die hochgewichteten Banktitel. Seit Jah…

18.11.2025
jetzt lesen »

Deutschlandfonds profitieren von Staatsinvestitionen

Auch nach der heuer starken Performance sind Experten positiv auf deutsche Aktien gestimmt.

Patrick Baldia. Die deutsche Konjunktur kommt weiter nicht richtig in Schwung. Erst kürzlich haben die Experten von Deutsche Bank Research die BIP-Wachstumsprognose für 2025 von 0,5 auf 0,2 % nach unten revidiert. Und auch die Prognose für das kommende Jahr wurde gesenkt. Anstatt einem Plus von 2 % rechnen die Analysten nun mit einem Anstieg von nur 1,5 %. „Angesichts der starken globalen Gegenwinde habe der finanzpolitische Expansionskurs der Bundesregierung die deutsche Wirtschaft - mit Ausnahme der Rüstungsindustrie …

18.11.2025
jetzt lesen »

Der Kospi-Index schlägt sie alle

Südkoreas Börse auf dem Weg zum lukrativsten Handelsplatz des Jahres.

Roman Steinbauer. An die Entwicklung der Börse in Seoul reichen andere Indizes heuer bisher nicht heran. Stieg der Kospi 200 seit Jahresbeginn bis Mitte November doch um knapp 80 %. Vor allem nach den politischen Turbulenzen (am 4. April wurde Präsident Yoon Suk-yeol durch das Verfassungsgericht des Amtes enthoben, Anm.) stieg die Kauflaune der Investoren am Aktienmarkt gehörig an. Einen weiteren starken Impuls setzte es durch die südkoreanische Wirtschaftszeitung The Chosun Daily: Ein darin veröffentlichter optimistisc…

18.11.2025
jetzt lesen »