Lichtblicke in der Industrie

Gesunkene Lagerbestände sprechen für einen baldigen Nachfrageschub.

Michael Kordovsky. Aufgrund von Lieferkettenunterbrechungen in den Pandemiejahren 2020 bis 2022 haben Unternehmen hohe Lagerbestände aufgebaut. Im Laufe des Jahres 2023 haben sie infolge einer Normalisierung der Lieferketten damit begonnen, ihre Bestände wieder abzubauen. Monat für Monat berichteten deshalb vor allem in den USA und Europa die mit diversen Einkaufsmanager-Indexdaten einhergehenden Reports von einem Lagerabbau. Nun aber sind weltweit die Lagerbestände dermaßen gesunken, dass Unternehmen wieder damit begin…

05.03.2024
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Vernachlässigte Südhalbkugel

Noch scheuen sich die Unternehmen, den Blick jenseits des Äquators zu richten.

Christian Sec. „Es gibt wenig bis keine Handelsbeziehungen in der südlichen Hemisphäre“, schreibt die Außenhandelskammer in einer Studie. Die Umsatzanteile, die südlich des Äquators lukriert werden, liegen bei österreichischen Unternehmen höchstens im einstelligen Prozentbereich. Neben der geografischen Distanz könnte dies an der Wirtschaftsleistung der Südhalbkugel liegen, die bei weniger als 10 % des globalen BIPs liegt. Neue Märkte bieten jedenfalls Möglichkeit zur geografischen Diversifikation und damit zur Verbesse…

27.02.2024
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Anonymen Barzahlungen drohen Einschränkungen

Bei Barzahlungen ab 3.000 Euro sollen sich Kunden legitimieren müssen. Auch Fußballvereine sind betroffen.

Andreas Dolezal. Schon seit Juli 2021 liegen die Entwürfe zum neuen EU-Geldwäsche-Paket vor. Am 12. und 13. Feber 2024 - also nach gut zweieinhalb Jahren politischer Verhandlung - wurden die finalen Entwürfe zur kommenden EU-Geldwäsche-Richtlinie und -Verordnung veröffentlicht. Einige Inhalte waren zu erwarten, andere überraschen. 10.000 Euro Bargeldobergrenze Die Bargeldobergrenze von 10.000 Euro steht schon lange im Raum. Im Geschäftsverkehr sollen Barzahlungen ab 10.000 Euro verboten sein. Die einzelnen EU-Mitgliedsl…

27.02.2024
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Keine Crash-Szenarien im Immobilienbereich

Nur leichte Konsolidierung der Preise - diese sollten aber relativ stabil bleiben.

Michael Kordovsky. Der „S&P CoreLogic Case-Shiller 20-City Composite Home Price NSA Index“ misst den gleitenden Wohnhaus-Preisdurchschnitt von 20 US-Großstädten bzw. die Veränderung der Wohnhauspreise. Per 30. November 2023 lag die 3-Jahres-Wertentwicklung noch immer bei knapp über 10 % pro Jahr. Auf zehn Jahre sind es genau 6,74 % p.a., und selbst die jüngsten Zinssteigerungen führten nur zu einer kurzen zwischenzeitlichen Preiskorrektur im Jahr 2022. Doch damals lag das gesamte Plus per Saldo noch immer bei 4,8 %,…

27.02.2024
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Verpönte Dividendenbringer

Öl- und Tabak-Aktien punkten mit hohen - auch zukünftigen - Ausschüttungen.

Michael Kordovsky. Durch die zunehmende ESG-Orientierung in der Vermögensverwaltung kommt es immer häufiger zum Ausschluss von Öl- und Tabaktiteln. Die betreffenden Aktienkurse hinken in der Folge den Unternehmenswerten immer weiter hinterher. Damit wird der Value-Faktor zunehmend verlockender, insbesondere in einem inflationären Umfeld, dessen treibende Kraft steigende Erdöl- und Erdgaspreise sind. Indessen haben Tabakkonzerne eine hohe Preissetzungsmacht in einem inflationären Umfeld und gerade jene Firmen stehen soli…

20.02.2024
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Pension: Zu viel „Prinzip Hoffnung“

Fürs Alter nicht nur ansparen, sondern auch planen, raten Experten.

Emanuel Lampert. Knapp die Hälfte der Österreicher (45 %) schätzt, dass die „Höhe der Kosten zur Bewältigung des Alltags“ in der Pension „etwa gleich hoch“ ist wie zu Berufszeiten. 29 % gehen von höheren Kosten aus, 27 % von geringeren. Das sind Ergebnisse einer Umfrage, die Christian Nuschele, bei Standard Life Head of Distribution für Österreich und Deutschland, vor Journalisten in Wien präsentiert hat. IFES hat für den Versicherer rund um den Jahreswechsel 1.000 16- bis 75-Jährige befragt. Nuschele sieht darin eine „…

20.02.2024
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GAR: Die neue „grüne“ Kennzahl

Banken müssen den Anteil ihrer nachhaltigen Investments offenlegen.

Andreas Dolezal. Finanzmarktteilnehmer sollen, so die Vorgabe der EU, verstärkt nachhaltige Investitionen tätigen. Um vergleichen zu können, welche Bank oder Versicherung wie „grün“ investiert, muss ab 2024 die Green Asset Ratio - frei ins Deutsche übersetzt: Quote grüner Investitionen - berechnet und publiziert werden. Rechengröße GAR Die Green Asset Ratio, kurz GAR, ist sozusagen der CO2-Fußabdruck aller Investitionen einer Bank, Versicherung oder Fondsgesellschaft. Ganz so aussagekräftig ist die GAR jedoch nicht. Der…

20.02.2024
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Frontier Markets im Aufschwung

Stark aufstrebende Märkte locken derzeit mit reichlich Chancen.

Raja Korinek. Es sind Märkte voller Chancen, wenngleich dafür auch die Risiken höher sind: Die Rede ist von den Frontier Markets. Dabei handelt es sich um aufstrebende Länder, die jedoch noch nicht den Status eines Schwellenlandes erreicht haben, etwa weil deren Kapitalmärkte noch nicht liquide genug sind. Allein der MSCI-Frontier-Markets-Index umfasst aktuell 211 Länder weltweit. Die Wachstumsaussichten sind intakt und liegen weit über jenen der Industrienationen. Laut dem Internationalen Währungsfonds dürfte heuer bei…

13.02.2024
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Die wahren Profiteure des E-Auto-Booms

Die E-Auto-Wertschöpfungskette bringt an der Börse zahlreiche Gewinner hervor.

Michael Kordovsky. Hohe Investitionssummen sind erforderlich, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten. Dabei entstehen völlig neue Infrastrukturen und Wertschöpfungsketten, insbesondere im Automobilbereich, wo sich immer mehr eine Aufteilung auf Pkw mit batteriebetriebenem Elektromotor und Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb abzeichnet. Laut den Experten von BloombergNEF sollte weltweit die Elektro-Fahrzeugflotte von Ende 2022 bis 2026 von 27 auf mehr als 100 Millionen E-Pkw wachsen. 2040 sollten es bereits 700 Mil…

13.02.2024
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Kosten von Anlageprodukten sinken

EU-Aufsichtsbehörde nimmt Anlageprodukte für Kleinanleger unter die Lupe.

Andreas Dolezal. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA macht in ihrem Marktbericht die Kosten und Wertentwicklung von Anlageprodukten für Kleinanleger zum Thema. Die Behörde stellt fest, dass die durchschnittlichen Kosten für Investitionen in die wichtigsten EU-Retail-Finanzprodukte bis Ende 2022 - einem Jahr, das durch hohe Inflation und gedämpfte Renditen gekennzeichnet war - gesunken sind. Gleichzeitig stellt sie jedoch fest, dass die Kosten in den EU-Mitgliedstaaten uneinheitlich sind. „Kosten u…

13.02.2024
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