Wie geht es weiter?

Auf den ersten Blick schaut die Börsenwelt zumindest in Europa recht freundlich aus. 
Die Bewertungen sind niedriger als in den USA, und die Konjunktur läuft so gut wie 
schon lange nicht. Ein Gastkommentar.

Sogar in Spanien und in Frankreich haben zuletzt die Beschäftigtenzahlen deutlich zugenommen. Zu Deutschland meint das dortige Institut für Weltwirtschaft, die Wirtschaft sei derzeit „mit überhöhter Drehzahl unterwegs, und das bereits im höchsten Gang“. Österreich profitiert davon ordentlich, die Wachstumsprognosen wurden gerade schon wieder nach oben korrigiert. Auch politisch haben sich die Wogen beruhigt. Schließ-lich sind derzeit die Extremisten auf der Verliererstraße. Bei den italienischen Kommunalwahlen im Juni i…

27.07.2017
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Unternehmerfamilien bringen hohe Renditen

Nachhaltige strategische Management-Entscheidungen prägen Familienunternehmen. Daraus resultieren überdurchschnittliche Wertzuwächse, auch für Privataktionäre.

Gründerfamilien können Unternehmen über Beteiligungen oder Führungspositionen kontrollieren. Bei der Beteiligung sollte zumindest eine Sperrminorität von 25 % plus einer Aktie vorhanden sein. Bei einem niedrigeren Anteil sollte ein Familienmitglied im Vorstand und/oder Aufsichtsrat vertreten sein. Dann bestehen gute Chancen auf Outperformance gegenüber dem Marktdurchschnitt. Während von Berufsmanagern geführte Unternehmen Managemententscheidungen oft an den Quartalszahlen ausrichten, zählt bei Unternehmerfamilien der Ve…

20.07.2017
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Wahlen in den Aufsichtsrat werden spannender

(Mehr) Frauen in die Aufsichtsräte. Das war einer der letzten Beschlüsse, die das österreichische Parlament vor seiner Auflösung noch auf den Weg gebracht hat. Und so sieht’s die Praxis.

Es ist ein hehres Ziel: Mehr Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft. Dabei waren sich - im Gegensatz zu manch anderen Themen - die „alten“ Regierungsparteien SPÖ und ÖVP sogar einig.  Und hatten im Juni einen gemeinsamen Initiativantrag für eine Frauenquote in Aufsichtsräten im Nationalrat eingebracht. Eckpunkte des Beschlusses: Die Quote soll (mindestens) 30 % betragen, wobei diese Vorgabe am 1. Jänner kommenden Jahres in Kraft tritt. Die Voraussetzungen im Detail: Betroffen sind erstens alle börsenotierten heimis…

20.07.2017
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Finanzindustrie bleibt Schottland treu

Mit dem Brexit wird sich auch die Rolle Edinburghs, dem zweitwichtigsten Finanzzentrum Großbritanniens nach London, ändern. Ein wichtiger Finanz-Hub wird es für Experten dennoch bleiben.

Brexit hin oder her: Für viele Experten steht fest, dass London auch nach dem bevorstehenden Austritt aus der EU das wichtigste Finanzzentrum Großbritanniens - und im Übrigen auch Europas - bleiben wird. Allerdings werde auch nicht alles beim Alten bleiben. Das zeigt allein schon die Ankündigungen wichtiger Player, wie etwa die von Goldman Sachs, Teile des Geschäfts sowie eine beträchtliche Zahl an Arbeitsplätzen in EU-Standorte auszulagern. Das vorläufige Experten-Fazit: London muss seine Rolle als europäischer Finanzs…

20.07.2017
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So verrechnen sich unsere Politiker

Bei neuen Steuerforderungen wird gern mit beeindruckenden Einnahmenschätzungen argumentiert. In den Niederungen der Praxis kann es dann aber anders aussehen.

Die SPÖ-Befürworter einer neuen Erbschaftssteuer berufen sich weitgehend auf den Bericht der Steuerreform-Kommission 2014. Steuerpflichtig wären demnach Land- und forstwirtschaftliches Vermögen, Grundvermögen, Betriebsvermögen, Finanzvermögen (Bargeld, Girokonten, Sparbücher, Anleihen, Aktien…) sowie sonstiges Vermögen wie Sammlungen, Antiquitäten, Fahrzeuge usw. Es soll für jede Person einen persönlichen Lebensfreibetrag von 1 Mio Euro geben. Der Eingangssteuersatz für 1 bis 5 Mio Euro soll bei 25 % liegen, Vermögen vo…

06.07.2017
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Wirtschaftsboost: Digital ist nicht egal

Ein reibungslos funktionierender Binnenmarkt könnte 415 Mrd Euro Wirtschaftsleistung und hunderttausende Arbeitsplätze bringen.

Vor zwei Jahren wurde von der EU die „Strategie für einen digitalen Binnenmarkt“ geboren. Von der Kommission wurden dazu 35 Legislativvorschläge und politische Initiativen präsentiert. Nun hat die EU-Behörde kürzlich eine „Halbzeitbewertung“ vorgenommen. Darin nennt sie drei Bereiche, in denen am Weg zum digitalen Binnenmarkt weitere Maßnahmen erforderlich sind: Erstens, das volle Potenzial der europäischen Datenwirtschaft müsse ausgeschöpft werden. Zweitens, europäische Interessen und Werte müssen geschützt werden: dur…

06.07.2017
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610 Mrd Euro suchen Veranlagung

Anlässlich des kommenden zweiten Geburtstages des Alternativfinanzierungsgesetzes (AltFG) zogen Experten und Praktiker eine Zwischenbilanz in Sachen neuer Finanzierungsinstrumente wie Crowdinvesting.

Für Christian Moser, Vizepräsident der WKNÖ, erfordern die Regulierungen in der Bankenlandschaft eine Umstellung bei der Finanzierung von KMU, Familienunternehmen und Gründern und eine Ergänzung der „drei F: Family, Friends & Fools“. Und es brauche eine Umstellung im Unternehmergeist, weg vom „Lieber kein Risiko eingehen“, sagte er bei einer Informationsveranstaltung der Sparte Information und Consulting (zu der auch die Fachgruppe der Finanzdienstleister gehört, Anm.) der WKNÖ. Geld plus Zusatznutzen Alternativfina…

06.07.2017
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Bekannte Namen versprechen Gewinne

Infolge von Übernahmen und Fusionen werden Aktien defensiver Dauerbrenner immer seltener. Doch genau diese Aktiengruppe sollte nach Marktturbulenzen besonders gefragt sein.

Unter Qualitätsaktien versteht man Aktien von großen Unternehmen in meist marktführender Position, die sich durch stabile, permanent wachsende Erträge auszeichnen. Vor allem Firmen aus defensiven Branchen unter den Dividenden-Aristokraten des S&P-500-Index fallen in diese Kategorie. Sobald ein Unternehmen in der Lage war, über einen Zeitraum von 25 Jahren jedes Jahr in Folge die Dividendenausschüttung zu steigern, kann es als Dividenden-Aristokrat bezeichnet werden. In Europa ist die Dividendenkontinuität nicht so s…

29.06.2017
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Ignoranz trifft Aktionärszorn

Nach der Übernahme durch die Schweizer Sastre Holding S.A. stand bei der letztwöchigen Hauptversammlung der Squeeze out auf der Tagesordnung der Hauptversammlung. An sich schon unerfreulich, wurde die Veranstaltung durch das Verhalten der Entscheidungsträger und Berater vollends zum Ärgernis.

Auch ich kann laut werden!“ Ein einziges Mal brach Vorstand Eduard Kranebitter aus der Phalanx nahezu gleichgültiger Vorstände, Aufsichtsräte, Großaktionäre und Berater zum Thema Squeeze out aus, als er eine kritische Frage erhielt. Ganz anders die Lage beim Streubesitz. Dort kochten die Emotionen hoch. „Mir kommen fast die Tränen, dass ich so ein Unternehmen verlassen muss“, verdeutlichte ein Aktionär die Stimmung. Schlecht vorbereitet, von den teuer bezahlten Beratern im Stich gelassen und uninteressiert an den Bedürf…

29.06.2017
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Die Jagd nach den Schnäppchen

Die Anfangseuphorie rund um Donald Trumps Wahlsieg ist an der Börse längst verflogen. Das meint man beim Investmenthaus T. Rowe Price, wo man sowieso lieber nach unbeliebten Wachstumskandidaten sucht.

Die jüngsten Nachrichten rund um die Wahlen in Großbritannien sorgten kurzzeitig zwar für neue Schlagzeilen. Doch wirklich richtungsweisend bleiben die Geschehnisse jenseits des Atlantiks. Allein nach dem Wahlsieg Donald Trumps im vergangenen November legten zahlreiche Anleger große Hoffnungen in seine Ankündigungen. Das reichte von Investments in die Infrastruktur bis hin zur Reform des Steuersystems und des Gesundheitswesens. Nicht ohne Grund fand auf den Aktienmärkten eine Rotation von sogenannten Growth-Aktien in Va…

29.06.2017
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