Schlussstrich, Befreiungsschlag und Neustart

Nach dem „fairen Deal“ zur Beendigung des Streits in Thailand setzt der Neo- Vorstand auf ein neu aufgesetztes „Optimierungsprogramm“ und bekommt von den Anlegern einen ersten Vertrauensvorschuss.

Die, wenn auch nicht ganz ernst gemeinten aber doch mutlos klingenden, Worte eines Kleinaktionärs „Ich könnt’ eigentlich schon wieder gehen! Die Handschuhe hab’ ich und essen darf ich eh nichts“ gaben keineswegs die Stimmung wider, die auf dieser mit Spannung erwarteten HV herrschte. Immerhin war es die erste Versammlung nach dem unrühmlichen Ende von CEO Thomas Fahnemann und Worte wie Schlussstrich (auf den Vorstandswechsel bezogen), Befreiungsschlag (das Ende des Streits mit Joint-Venture-Partner Sri Trang betreffend)…

01.06.2017
jetzt lesen »

Von der „Startup-Supermacht“ Israel lernen

Alle reden über Startups. Das Vorbild USA, Silicon Valley und San Francisco wird oft bemüht. Aber es gibt noch ein Best Practice, das - zumindest geografisch - näher liegt.

„Über Österreich, die innovative Startup-Supermacht.“ Dieses Motto war bei einer Podiumsdiskussion, zu der die Jungunternehmer im Österreichischen Gewerbeverein (JÖGV) geladen hatten, im Hintergrund eingeblendet. Diesem ambitionierten Titel folgte aber leider ein Nachsatz am Screen: „Hoppla, doch nicht. Das ist ja Israel!“ Damit war vorgezeichnet, worum es den Experten am Podium ging: Was in dem kleinen Land im Nahen Osten für Startups besser ist und was man von dort lernen kann. Martina Hagspiel vom ÖGV über den Grund,…

26.05.2017
jetzt lesen »

Sanierer und bene-Übernehmer Erhard Grossnigg im Interview

bene-Übernahme, Squezze-outs, Börse, Anlegerspirit, Reformhebel und Warren Buffett. Bilanzanalytiker und „Restrukturierer“ Erhard Grossnigg im Talk.

Er ist als erfolgreicher Unternehmenssanierer, Investor und Aufsichtsrat (Ankerbrot, Binder+Co, Rail Holding, S&T, Semper Constantia Privatbank …) bekannt: Erhard Grossnigg. Als Übernehmer des angeschlagenen börsenotierten Büromöbelherstellers bene hat er sich in der Aktionärsschaft weniger Freunde gemacht. Wurde doch sein ursprüngliches Aktienübernahmeangebot als zu niedrig kritisiert. Der Disput ging bis zum zuständigen Gericht St. Pölten, wo ein Vergleich abgeschlossen wurde: Je bene-Aktie gab es eine Nachzahlung…

26.05.2017
jetzt lesen »

Die Schieflage des kroatischen Agrokor-Konzerns zieht weite Kreise

Seit Ende April sind acht Aktien von der Zagreber Börse suspendiert, eine Koalitionskrise in Kroatien bahnt sich an und in den ex-jugoslawischen Staaten werden Notstandgesetze ins Leben gerufen. So die bisherige Bilanz der Agrokor-Pleite, in die auch österreichische Banken involviert sind.

Von der Zagreber Börse sind acht Aktien - inklusive dem CROBEX-Schwergewicht Ledo d.d. - suspendiert. Alle acht Firmen sind Teil der größten ex-jugoslawischen Unternehmensgruppe, Agrokor, die seit Monaten mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft. Die Agrokor-Gruppe ist das wichtigste Unternehmen in Kroatien und das nicht nur dort, sondern auch in der gesamten südosteuropäischen Region. Die Gruppe beschäftigt mehr als 60.000 Mitarbeiter in Kroatien, Slowenien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro. Der Jahresu…

26.05.2017
jetzt lesen »

„Von Nervosität kann an den Börsen nicht die Rede sein“

Experten glauben derzeit nicht an ein Ende der Aktienrallye. Nichtsdestoweniger wären kurzfristige Gewinnmitnahmen möglich. Ein Risikofaktor bleibt die Geopolitik.

Wie lange hält die Rallye an den Aktienmärkten noch an? Diese Frage stellen sich dieser Tage nicht wenige Anleger - und zwar völlig zu Recht. Denn auch 2017 gaben die Bullen an den Börsen bislang ganz klar den Ton an. Erst kürzlich erreichte etwa der DAX ein neues Allzeithoch. Auch anderswo stehen die Börse-Ampeln auf Grün, wie ein Blick auf wichtige Indizes wie Euro Stoxx 50 (Performance seit Jahresanfang: +10 %), Dow Jones (+6 %), S&P 500 (+7 %) oder FTSE 100 (+3,41 %) bestätigt. „Da die Märkte nun schon seit läng…

18.05.2017
jetzt lesen »

Aufsichtsräte im Fokus der Aktionäre

Dass die CA Immo gut aufgestellt und auch „stand alone“ erfolgreich sein könnte, betonte der Vorstand bei der HV mehrmals. Der geplante Merger mit der Immofinanz war dennoch das dominierende Thema. Ein Bericht von der 30. o. HV der CA Immobilien Anlagen AG.

Eigentlich sprechen die Zahlen für sich: Vor allem die deutlichen Zuwächse bei FFO und NAV dürften die Aktionäre freuen, resultiert daraus doch die Erhöhung der Dividende um 30 %. Und auch für das laufende Jahr hat sich das Vorstandsduo - CEO Frank Nickel und CFO Hans Volckens - eine wieder höhere Dividende zum Ziel gesetzt. Die „solide Steigerung des Sharehold Value“ (Nickel) ist natürlich auch dem für Immobilien hervorragenden Umfeld zu verdanken, vor allem dem „anhaltenden Boom am deutschen (Büro-)Immobilienmarkt“. D…

18.05.2017
jetzt lesen »

Mit Zertifikaten kann man sich für jede Marktlage gut aufstellen

Wichtige Aktienindizes schreiben Höchststände - ist es jetzt für den Einstieg vielleicht schon zu spät? Nein, denn Zertifikate bieten komfortable Absicherungsmechanismen.

Wie und wo kann man nach der strammen Hausse heute noch investieren? Heiko Geiger, Experte für strukturierte Produkte bei Vontobel, fasst im Gespräch mit dem Börsen-Kurier zusammen: „Der Anleger steht vor einem Dilemma: Er schreckt angesichts der hohen Kurse davor zurück, einzusteigen. Gleichzeitig sieht er aber, dass es noch weiter nach oben gehen kann. Deshalb sucht er nach der Möglichkeit mit einer gewissen Absicherung zu investieren.“ In diesem Zusammenhang könnten Express-Zertifikate oder Protect-Aktienanleihen int…

18.05.2017
jetzt lesen »

Minentitel mit Potenzial: Agnico Eagle Mines, McEwen Mining und Kinross Gold

Der NYSE ARCA Gold Bugs Index liegt noch immer rund 35 % unter seinem Zwischenhoch vom August 2016. Die Ertragslage der Minen hat sich aber 2016 reihenweise verbessert. Neben dem Turnaround-Wert Barrick Gold (ISIN: CA0679011084) und der Randgold Resources (US75 23443098) sollte insbesondere auf folgende Minengesellschaften ein Blick geworfen werden:

Agnico Eagle Mines (CA00847 41085) ist mit Minen und Entwicklungsprojekten in Kanada, Mexiko und Finnland top aufgestellt. In den Jahren 2012 bis 2016 lag die Gold-Produktion jedes Jahr über Plan und die Abbaukosten unterschritten den Prognosewert. 2016 lagen die All-In Sustaining Costs (AISC, nachhaltige Gesamtproduktionskosten) bei niedrigen 824 USD/Unze. Die Reichhaltigkeit des Gesteins der Lagerstätten ist mit 2,31 Gramm Gold pro Tonne überdurchschnittlich. Dabei werden die besonders ergiebigen Adern erst in den kom…

10.05.2017
jetzt lesen »

Wird London den Brexit überleben?

Mit dem Brexit wurde den Finanztauben der Londoner City eine hungrige Katze vor die Nase gesetzt. Niemand weiß heute, welchen Zugang zur EU die britischen Unternehmen nach dem Ausstieg haben werden, und auch Premierministerin Theresa Mays Ankündigung, am 8. Juni Parlamentswahlen abzuhalten, trägt, zumindest kurzfristig, nicht gerade zur Klarheit bei. Was bleibt, ist die Gewissheit, dass Großbritannien für seinen Ausstieg aus der EU einen Preis bezahlen muss.

Also versuchen die in Großbritannien ansässigen Finanzdienstleister nun, ihre Möglichkeiten einzuschätzen. Dies betrifft vor allem die Unternehmen, die sich London deshalb zu ihrem Hauptquartier gewählt haben, um von dort aus einen sicheren Zugang zum EU-Gesamtmarkt zu haben.  Die konkurrierenden europäischen Finanzzentren wittern die Gelegenheit, einen Teil der Geschäfte zurück auf den Kontinent (oder nach Irland) zu holen. Die Regierungen anderer Länder ärgern sich schon seit langem über die Londoner Dominanz. Dass da…

10.05.2017
jetzt lesen »

High Noon im Haus der Industrie

Die vielen kritischen Aktionärskommentare bei der 38. o. HV der RHI AG gipfelten in einem „Skandal“-Vorwurf und einer OGH-Androhung wegen Verstoßes gegen das Aktiengesetz.

Wie zu erwarten stand bei der o. HV des Feuerfestkonzerns RHI im Haus der Industrie auch in der Vorstandspräsentation die Strategie und der geplante Zusammenschluss mit der brasilianischen Magnesita im Mittelpunkt. Als Vorteile des Zusammenschlusses für die RHI betonte das Podium ein verbessertes Wachstumsprofil, die verbesserte globale Präsenz, das umfassendere Leistungsangebot sowie den Erhalt der Rohstoffintegration. Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 erwartet das RHI-Management ein Wachstum der Stahlproduktion auße…

10.05.2017
jetzt lesen »