Donald Trump und das Gefühl von Macht

Der Trump-Wahlkampf fußte teilweise auf dem Vorschlag, die Steuern für Topverdiener dramatisch zu senken. Und dennoch kam die vehementeste Unterstützung tendenziell von Menschen mit durchschnittlichen und stagnierenden Einkommen sowie geringem Bildungsgrad. Wie das?

Trumps Sieg scheint klar in einem Gefühl wirtschaftlicher Machtlosigkeit unter seinen Unterstützern begründet zu sein. Für sie hörte sich sein simpler Slogan „Amerika wieder groß machen“ an wie „EUCH wieder groß machen“: die Massen bekommen wieder wirtschaftliche Macht, ohne den bereits Erfolgreichen etwas zu nehmen. Menschen, die sich auf der Schattenseite der wirtschaftlichen Ungleichheit befinden, wollen in der Regel keine staatlichen Maßnahmen, die sich wie Almosen ausnehmen. Typischerweise geht es ihnen nicht darum…

01.12.2016
jetzt lesen »

Analyse: SBO im zyklischen Abschwung

Die Oilfield Service-Industrie (SBO) ist vom stärksten Abschwung seit mehr als 30 Jahren betroffen. SBO schaffte es, in diesem Umfeld noch einen positiven Cash Flow zu erzielen und hat gut auf die Durststrecke reagiert.

In den beiden Segmenten von SBO, nämlich Präzisionsbohrstrangteile und Ölfeld-Ausrüstung (z.B. Bohrmotoren, Circulation -und Completion Tools) lässt sich im aktuellen Umfeld kein gutes Geschäft machen. Seit Beginn des Abschwungs in der zweiten Jahreshälfte 2014 ging bis zum Tiefststand im 2. Quartal 2016 die Zahl der weltweiten Bohranlagen um 62 % auf 1.405 zurück. In den USA lag der Rückgang sogar bei 79,5 %. Die Ölgesellschaften hatten ihre Ausgaben für Exploration und Produktion bereits 2015 um 21 % gesenkt und für 2…

01.12.2016
jetzt lesen »

Aktionärsaktivismus: Fluch oder Segen für den Markt?

Sogenannte „Aktivistische Investoren“ - sprich offensiv handelnde Hedgefonds - waren lange ein US-amerikanisches Phänomen. In Deutschland machen nun europäische Akteure von sich Reden.

Sie treten auf den Plan, wenn ein Unternehmen gegenüber seinen Mitbewerbern eine schwache Performance zeigt oder wenn es eine Diskrepanz in der Bewertung gibt. Auch ein ineffizientes Cash-Management oder eine geringe Glaubwürdigkeit des Managements können sie motivieren. Die Rede ist von einer kleinen Gruppe aktivistischer Hedgefonds. Dies sind Fonds, die mit ihren Einlagen offensiv in Unternehmen investieren, um so für ihre Anleger überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen. Sie beeinflussen dabei oftmals das Management…

17.11.2016
jetzt lesen »

In jedem Marktszenario renditebringend positionieren

Mit Zertifikaten können Anleger von steigenden, fallenden oder seitwärts tendierenden Märkten profitieren. Der Börsen-Kurier stellt neue Produkte auf österreichische Aktien vor.

Es müssen nicht immer Aktien sein. Auch mit Zertifikaten auf österreichische Aktien lassen sich schöne Erträge generieren. Allerdings bieten sie einen entscheidenden Vorteil, wie Philipp Arnold, Zertifikate-Experte bei der Raiffeisen Centrobank (RCB), gegenüber dem Börsen-Kurier erklärt: „Mit Zertifikaten kann man sich in jedem Marktszenario - egal, ob man nun von steigenden, fallenden oder seitwärts tendierenden Aktienmärkten ausgeht - renditebringend positionieren.“ „Gerade bei Investments in Einzeltitel ist es dabei …

17.11.2016
jetzt lesen »

Die Zähmung Donald Trumps

Nachdem Donald Trump unerwartet die US-Präsidentschaftswahlen gewonnen hat, ist es nun eine offene Frage, ob er im Einklang mit dem radikalen Populismus seines Wahlkampfs regieren oder einen pragmatischen, gemäßigten Ansatz verfolgen wird.

Wenn Donald Trump entsprechend dem Wahlkampf regiert, der ihm den Wahlsieg beschert hat, können wir Marktängste in den USA und weltweit sowie potentiell erhebliche wirtschaftliche Schäden erwarten. Doch es besteht Grund zu der Annahme, dass er ganz anders regieren wird. Ein radikaler, populistischer Trump würde die Transpazifische Partnerschaft (TPP) kippen, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) rückgängig machen und hohe Zölle auf chinesische Importe erheben. Er würde zudem seine versprochene Mauer entlang …

17.11.2016
jetzt lesen »

Präsidentschaftskandidat als Austroaktienfan

Nach unserem Gespräch mit Alexander Van der Bellen (BK33/18.8.) formuliert diesmal Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer einige konkrete Vorstellungen für die Finanz- und Wirtschaftspolitik Österreichs.

Norbert Hofer ist Vertreter einer raren Species. „Ja, ich habe Aktien“, outete er sich im Gespräch mit dem Börsen-Kurier. Damit gehört er gleich zu zwei kleinen Minderheiten: Zu jenen nur rund 5 % der Österreicher, die Aktionäre sind. Und zu jenen Politikern, die sich dazu bekennen, dass es für sie auch einen Welt neben Sparbuch und Bausparen gibt. Die Anlagephilosophie des Präsidentschaftskandidaten: „Nur österreichische Titel und ich werde sie auch behalten“, zeigt er sich langfristig orientiert. „Meine Kinder werden …

11.11.2016
jetzt lesen »

RBI/RZB: Vertrauen muss zurückgewonnen werden

Für Experten ist bei der geplanten Verschmelzung der Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit der Raiffeisen Bank International (RBI) vor allem das Management gefragt. Wichtig sei ein transparentes Vorgehen.

Nach einigen schwierigen Jahren - allein auf Dreijahressicht steht ein Minus von fast 50 % zu Buche - hat sich die RBI-Aktie im bisherigen Jahresverlauf mit einem Plus von rund 10 % erfreulich entwickelt. Allerdings weist Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken-Generali Investmentgesellschaft, darauf hin, dass die Aktie nach wie vor mit einem massiven Bewertungsabschlag gehandelt wird. Tatsächlich ist das Papier derzeit (Kurs kurz vor Redaktionsschluss: 14,85 €) für rund die Hälfte des Buchwerts (rund 28 €) erhäl…

11.11.2016
jetzt lesen »

Experten erwarten keine Jahresendrallye, aber: „Die Grundtendenz passt an der Wiener Börse“

Nach einem schwierigen Jahresbeginn hat sich der ATX in den vergangenen Wochen erholt. Bis zum Jahresende erwarten Experten eine stabile Entwicklung des heimischen Leitindex.

Gerade noch die Kurve gekratzt: Nachdem der ATX über weite Strecken des Jahres dem Punktestand zu Jahresbeginn hinterhergehinkt ist, hat der ab Juli auszumachende Aufwärtstrend dem heimischen Leitindex ein vorläufiges Plus von 4,61 % beschert. Hinter der Markterholung steht nach Ansicht von Experten eine gute Berichtssaison, ebenso wie die vor rund zwei Monaten erfolgte Verschiebung der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. „Mit dem leichten Plus kann man durchaus zufrieden sein“, sagt Alois Wögerbauer, Geschäftsführer…

03.11.2016
jetzt lesen »

Biomasse, Wind- und Solarenergie im praktischen Vergleich

Der eigenen Geldbörse und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes tun? Der Börsen-Kurier beleuchtet die Pros und Contras von erneuerbaren Energieformen.

„Aber hoazen doa ma en Woazen und de Ruabn und den Kukuruz“, singt Hubert von Goisern in seinem Hit „Brenna tuats guat“. Biomasse hat also auch Kritiker. Aber dafür spricht, dass es gute Erfahrungen mit dieser erneuerbaren Energie gibt, vor allem im regionalen Bereich. Beispiel Hackschnitzel: Wenn landwirtschaftliche Betriebe Hackschnitzelwerke betreiben, die Produkte selber verwenden und vertreiben, ist das ja gut. Schwachstelle von Biomasse, die man nicht selbst herstellt oder regional kauft, ist, dass man von den Roh…

30.10.2016
jetzt lesen »

Portfolio-Manager und private Banker für den Aktienmarkt langfristig optimistisch

Brexit und US-Wahl verunsichern. Auf der anderen Seite liegen die „risikolosen“ Zinsen nahe oder teils unter Null. Deshalb sind und bleiben Aktien der wichtigste Portfolio-Baustein.

Am Bondmarkt ist derzeit nicht viel zu holen. Klar auf den Punkt bringt es uns gegenüber Robert Karas, Leiter Asset Management der Schoellerbank: „Die Mischung aus Niedrigzinsumfeld und unserem hohen Qualitätsanspruch drückt uns bei Anleihen auf das enttäuschende Renditeniveau von Null. Wir empfehlen, schlechte Qualität zu meiden, da das Risiko unserer Meinung nach nicht kompensiert wird. Daher halten wir uns von High Yield und Emerging Markets Bonds fern.“ Gegenüber Hochzinsanleihen derzeit ebenfalls auf Distanz geht M…

20.10.2016
jetzt lesen »