Zitterpartie am Bosporus

Seit dem mysteriösen Militärputsch Mitte Juli kommt der Staat am Schnittpunkt von Europa und Asien keinen Tag aus den politischen Schlagzeilen. Die Frage ist: Bleibt die offensichtliche Wirtschaftsdynamik des 79-Millionen-Einwohner-Landes erhalten?

Mit der Ausrufung der Republik Türkei am 29. Oktober 1923 hatte Mustafa Kemal, genannt Atatürk („Vater der Türken“), dem Volk ein neues Identitätsbewusstsein eingehaucht: Nach dem im Ersten Weltkrieg besiegelten Untergang des ehemals mächtigen Osmanischen Reichs, das ab dem zwölften Jahrhundert vom asiatischen Anatolien bis zum europäischen Balkan sowie nach Arabien und Nordafrika expandierte, war es dem Revolutionär gelungen, den türkischen Nationalstolz durch einen laizistischen, westlich orientierten Staat und eine w…

31.08.2016
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„Langer, brutaler Zyklus“

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment muss starke Umsatzeinbußen hinnehmen, auch das Ergebnis rutscht ins Minus. Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann erklärt im Gespräch mit dem Börsen-Kurier, warum er dennoch optimistisch in den Zukunft blickt.

Wenn bei der Präsentation von Bilanzzahlen Formulierungen wie „extrem schwieriges Umfeld“ fallen, lässt das zumeist nichts Gutes erahnen. Tatsächlich befindet sich die Erdölindustrie in einer angespannten Situation, was auch Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) zu spüren bekommt: Der Umsatz ging im ersten Halbjahr 2016 um 52,9 % auf 88 Mio Euro zurück, wobei SBO im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch vom Rekordauftragseingang 2014 profitierte. Das EBITDA beträgt aktuell minus 5,7 Mio Euro (1. Halbjahr 2015: 45…

31.08.2016
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George Soros glaubt an fallende Kurse

Der prominente Investor verstärkt seine Wette auf fallende US-Indizes. Alle führenden Kursbarometer der Vereinigten Staaten brachen hingegen nach oben aus. Der September wird Klarheit schaffen.

Eine teure Bewertung der US-Aktienmärkte lässt ein potentielles Einbruchspotential größer erscheinen. - eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines bevorstehenden Ausverkaufs muss damit aber keinesfalls einhergehen. Im Gegenteil dazu ist eine Auffälligkeit klar gegeben: Wir befinden uns an den Aktienmärkten in einem Handelsmonat, das von einem dünnen Wertpapiergeschäft an den Weltbörsen geprägt ist. Die Kursentwicklungen weisen dazu im August und September die traditionell schwächste Tendenz der US-Aktienindizes auf. Doch auc…

24.08.2016
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„Es ist besser, mit Verkäufen zuzuwarten“

Frank Nickel, CEO der CA Immo, über die aktuelle Deutschland-Strategie, Grundstücksreserven sowie in welchen CEE-Märkten Vorsicht angebracht ist.

Börsen-Kurier: Herr Nickel, welche Strategie verfolgen Sie derzeit am boomenden deutschen Immobilienmarkt? Frank Nickel: Unsere Strategie ist, dass wir in Deutschland selbst bauen und Fertigstellungen großteils im eigenen Bestand halten. Zu kaufen lohnt sich dort angesichts einer Rendite von 4 % kaum. Entwickeln wir jedoch selbst, so kann mit einer Rendite von 5 bis 9 % gerechnet werden. Börsen-Kurier: Auf welche deutschen Städte konzentrieren Sie sich? Nickel: Wir sind in Deutschland schwerpunktmäßig in drei Städten - …

24.08.2016
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Rom im Verteidigungsmodus

Eine drohende weitere Rating-Abstufung des Apenninenstaates verschärft die Bankenkrise. Eine flache ökonomische Entwicklung setzt sich unterdessen fort.

Die Suche nach einer EU-konformen Lösung zur finanziellen Stabilisierung italienischer Banken läuft weiter und ist ein komplexes Unterfangen. Zum aktuell ungünstigen Zeitpunkt gesellt sich nun eine angekündigte Rating-Überprüfung des Landes durch die bedeutendste kanadische Bonitätsagentur DBRS (Dominion Bond Rating Service). Begründet wird diese „Überprüfung“ neben der gravierenden Lage mehrerer italienischer Banken mit der hohen Staatsverschuldung und der lahmenden Wirtschaftsleistung. Eine tatsächliche mögliche Abstu…

24.08.2016
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Der Bundespräsident als Türöffner für Milliarden-Aufträge

Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen, langjähriger Uni-Professor der Wirtschafts- und Finanzwissenschaften, mal abseits von Kanzlerangelobungs- und Migrationsfragen.

Börsen-Kurier: Einer Ihrer Wahlkampfbegriffe ist „Heimat“. Heimat kann standortpolitisch gesehen auch „Heimatstandort“ für Unternehmen und Unternehmer bedeuten. Wie wollen Sie bei denen das „Heimatgefühl“ stärken? Alexander Van der Bellen: Der wichtigste Erfolgsfaktor Österreichs im internationalen Standortwettbewerb sind gut ausgebildete Arbeitskräfte. Investitionen in Bildung und Ausbildung ermöglichen Innovationen und wirtschaftliche Dynamik. Junge Menschen brauchen daher Perspektiven dahin. Wir alle sind dazu aufger…

17.08.2016
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Gute Chancen für ausgewählte Aktien

Der Investmentfonds M&G Optimal Income Fund ist hauptsächlich auf Anleihen spezialisiert - das Management hat jedoch jetzt den Aktienanteil aufgestockt. So landeten zuletzt etwa Apple, BMW und Time Warner im Portfolio. Wir haben nachgefragt.

2016 war bisher kein besonders erfolgreiches Jahr für Aktieninvestments, so liegt z.B. der DAX year-to-date in etwa pari und der ATX musste rund 130 Punkte Verlust hinnehmen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Nachricht, dass M&G-Fondsmanager Richard Woolnough jetzt auf „Aktien-Einkaufstour“ gegangen ist - und das obwohl sein M&G Optimal Income Fund ein flexibler Rentenfonds ist. Angestrebt wird keine bestimmte Aktienquote, stattdessen sollen in erster Linie die besten Möglichkeiten im Anleihenbereich ge…

17.08.2016
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Heimische Banken stabiler als behauptet


Die Medien stellen das schlechte Abschneiden der RZB im Stresstest der EBA in den Vordergrund. Doch bei den heimischen Großbanken hat sich einiges zum Besseren gewendet.

Die European Banking Authority (EBA) veröffentliche am 29. Juli die Resultate ihres Bankenstresstests, der 51 Kreditinstitute von 15 EU- und EEA-Ländern enthielt, die im jeweiligen Rechtssystem zusammen für rund 70 % der Bilanzsummen verantwortlich sind. Aus Österreich vertreten waren die Erste Group und die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH (Hauptaktionärin der RZB). Simuliert hat die EBA dabei die Auswirkungen folgenden Szenarios: 3-jährige Rezessionsphase in der EU mit realer BIP-Schrumpfung um 1,2 bzw. 1,3 % in d…

10.08.2016
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Staaten dürfen sich nicht auf dem Nullzinsniveau ausruhen

Wirft man einen Blick auf die jüngste Verringerungen der Haushaltsdefizite und den auf Jahressicht gelungenen Schuldenabbau, so erweckt der Eindruck, dass die Schuldenproblematik in Europa ein Ende gefunden hat. Doch der Schein trügt.

Obwohl sich im Euroraum in den vergangenen zwei Jahren bis zum 1. Quartal 2016 die Gesamteinnahmen der Staaten von 46,8 auf 46,3 % verringerten, konnte in diesem Zeitraum das Haushaltsdefizit von 2,5 auf 1,6 % des BIP geschmälert werden. Im 1. Quartal 2015 lag es noch bei 2,2 %. Vor allem  die Euro-Peripherieländer und Länder mit höherer Finanzierungs-Abhängigkeit vom Ausland schlugen einen stärkeren Sparkurs ein, während der einstige Hartwährungsblock Deutschland, Österreich, Belgien, Niederlande und Luxemburg von Nega…

10.08.2016
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Der Top-Performer heißt Lenzing


Auch wenn der heimische Leitindex ATX seit Jahresbeginn nicht die beste Performance aufweist, gibt es doch etliche Papiere, die Aktionären einiges an Freude bereitet haben.

Mit einem Minus von fast 7 % seit Jahresbeginn hinkt der ATX derzeit recht deutlich seiner Vorjahresperformance von knapp 11 % hinterher. Im Vorjahr profitierte der heimische Leitindex unter anderem von der Entspannung im Russland/Ukraine-Konflikt, dem niedrigen Ölpreis sowie der Euro-Abwertung. Dass die Performance heuer bislang zu wünschen übrig lässt, ist unter anderem auf die Themen China und Ungarn, ebenso wie auf das hohe CEE-Exposure zurückzuführen, meinen Experten. Der Top-Performer im ATX seit Jahresbeginn war …

10.08.2016
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