Schwieriges Umfeld für Immobilienfonds

Anleger waren im ersten Halbjahr 2023 zurückhaltender bei offenen Produkten.

Patrick Baldia. Die starke Zinserhöhung seit Sommer 2022, Inflation und die Angst vor zurückgehenden Immobilienpreisen hält weiterhin den Investmentmarkt in Atem. In Zahlen: Im ersten Halbjahr 2023 wurden laut der EHL Investment Consulting 1,2 Mrd. Euro in heimische Gewerbeimmobilien investiert. Das entspricht einem Rückgang von 45 % gegenüber dem Vorjahr. Auch Kleinanleger zeigen sich angesichts des schwierigen Umfelds vorsichtiger. Laut dem FMA-Bericht „Asset Management im 2. Quartal 2023“ haben offene Immobilienfonds…

19.09.2023
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Kommt nun der Crash?

Es mehren sich die Anzeichen für Korrektur an den Aktienmärkten.

Raja Korinek. Die globalen Aktienmärkte haben jüngst ein gutes Stück zugelegt. Dies trifft vor allem auf die USA zu. Die Zinswende in vielen Regionen scheinen Anleger vorerst noch zu ignorieren, ein Umstand, den Stefan Riße, Kapitalmarktstratege bei Acatis Investment, vorsichtig stimmt. Im Gespräch mit dem Börsen-Kurier meint Riße, dass er solch einen Kursanstieg angesichts der restriktiveren Geldpolitik nicht erwartet hätte. Seine Vorsicht begründet Riße mit Parallelen zu 1987. Damals, am 19. Oktober, kollabierten die …

19.09.2023
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Wie Private Banker auf höhere Zinsen reagieren

Der Börsen-Kurier befragte fünf Institute zu den Anpassungen bei deren Anlagestrategien.

Michael Kordovsky. Anfang 2022 lag der Drei-Monats-Euribor noch bei minus 0,57 %. Bis 13. September 2023 folgte ein Anstieg auf 3,85 %. Und bei Staatsanleihen entwickelter Länder sind 4 bis 5 % Rendite keine Seltenheit mehr. Mittlerweile werfen Staatsanleihen der Emerging-Markets und High Yield Corporate Bonds Renditen von 7,3 bis 8,0 % ab. Diese neuen Rahmenbedingungen verändern Beratungsprozesse und Anlagestrategien der Private-Banker. Kurze und mittlere Laufzeiten Dazu Harald Holzer, Chief Investment Officer der Kath…

19.09.2023
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Nachhaltige Finanzprodukte sofort erkennen

ESG-Informationen sind öffentlich verfügbar, plus: Finanzdienstleister haben Auskunftspflicht.

Rudolf Preyer. Für private Investoren gilt die Faustregel: „Vor Vertragsabschluss muss ich darüber informiert werden, wie Nachhaltigkeitsrisiken vom jeweiligen Unternehmen berücksichtigt werden.“ Bekanntermaßen gelten bei Finanzprodukten, bei denen die Aspekte Umwelt (E), Soziales (S) und gute Unternehmensführung (G) eine zentrale Rolle spielen, für Fondsgesellschaften, Banken, Wertpapierunternehmen, Versicherungen und andere Finanzdienstleister ganz bestimmte Informationspflichten. Der Investor muss in regelmäßigen Ber…

13.09.2023
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Engpassfaktor Wasser

Aktien und Fonds aus dem Zukunftsthema Wasser-Verfügbarkeit.

Michael Kordovsky. Der Unesco-Weltwasserbericht zieht eine verheerende Zwischenbilanz: zwei Milliarden Menschen haben weiter keinen Zugang zu sicherer Trinkwasserversorgung und 3,6 Milliarden keinen Zugang zu einer sicheren Abwasserentsorgung. Die Kombination von häufigeren extremen Dürren, Bevölkerungswachstum und sozio-ökonomischen Veränderungen verschärft die globale Wasserknappheit, da der Wasserverbrauch pro Jahr um ein weiteres Prozent steigt. Während in einkommensschwachen Ländern die Wasserqualität durch mangeln…

13.09.2023
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Grüner Wasserstoff noch Nischenthema

Die Anlagen zur Wasserstofferzeugung werden immer leistungsstärker.

Christian Sec. Euphorie oder ein großes Bedürfnis, über das Thema Wasserstoff zu kommunizieren, war nicht festzustellen, als der Börsen-Kurier heimische AGs um Auskunft nach ihrem Engagement in diesem Bereich bat. Die Freude, neue Projekte in diesem Bereich anzukündigen, wich offenbar einer gewissen Ernüchterung. Auch ein Blick auf die Preischarts als Stimmungsbarometer zeigt deutlich, dass die Blase der Euphorie geplatzt ist. Auf der London Stock Exchange handelt Wasserstoff derzeit rund 50 % niedriger als noch vor zwe…

13.09.2023
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Neue Stabilität in Mexikos Wirtschaft

Der Aktienmarkt und die Währung zeigen sich in führender Position.

Roman Steinbauer. Viele Gesetzmäßigkeiten verloren zuletzt an den Finanzmärkten ihre Gültigkeit. Vor allem jenes Muster, wonach im Zuge steigender Leitzinsen im US-Dollar-Raum lateinamerikanische Volkswirtschaften zwingend ins Straucheln geraten. Zwar nahm (wie in der Türkei) die Instabilität des argentinischen Finanzplatzes durch das straffe Finanzierungsumfeld zu, doch gedeihen die Ökonomien Mexikos und Brasiliens unbeeindruckt und verblüffen Investoren weitgehend. Hervorragend präsentiert sich vor allem Mexikos Börse…

05.09.2023
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Lohnt sich der Blick auf Ausschüttungen?

Die Inflation steigt ebenso wie die Dividendenzahlungen. Das eröffnet interessante Anlagechancen.

Raja Korinek. Der rückläufige Trend bei der Inflationsentwicklung hat sich zuletzt anscheinend eingebremst. Das sorgt für mehr Volatilität an den Börsen. Einzig, bei den Dividendenzahlungen zeigt der Trend ungebrochen nach oben. Laut dem Janus Henderson Global Dividend Index stiegen die Ausschüttungen weltweit im zweiten Quartal auf einen neuen Rekordstand von 568,1 Milliarden US-Dollar. Die Ausschüttungen in Europa stiegen im Jahresvergleich um 9,7 % auf 184,5 Milliarden US-Dollar, damit zugleich am stärksten von allen…

05.09.2023
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Die Bank der Welt am Tor zum Osten

Seit 75 Jahren ist Österreich Mitglied der sogenannten „Weltbank“.

Barbara Ottawa. In der Praterstraße 31 in Wien (Foto), im eckigen Hochhaus mit dem runden Kopf, sitzt die Weltbank bzw. einige jener Institutionen, die der sogenannten „World Bank Group“ angehören. Präsent war die 1944 im US-amerikanischen Bretton Woods als Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gegründete Hilfsvereinigung hierzulande schon kurz nach Kriegsende. Vor genau 75 Jahren trat Österreich dann als 47. Mitgliedsstaat bei. Ab der Mitte der 1950er flossen die ersten Kreditgelder - und zwar nicht nur …

05.09.2023
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Aufwertungswährung Schweizer Franken

Eine niedrigere Inflation als im Euroraum führt zu kontinuierlicher Aufwertung.

Michael Kordovsky. Wer Geld in Schweizer-Franken-Anleihen anlegt, erhält zwar weniger Zinsen als im Euroraum, gleicht langfristig dieses Manko aber durch eine kontinuierliche Aufwertung aus. In den vergangenen drei Jahren wertete der Franken zum Euro um 12,55 % auf, in den vergangenen fünf Jahren waren es 19,82 %, und in den vergangenen zehn Jahren 28,67 %. Noch länger zurück bis zur Euro-Einführung Anfang Jänner 1999 liegt die Aufwertung sogar bei 70,7 % (per 26.8.2023). Vereinfacht ausgedrückt: Die jährliche Frankenau…

29.08.2023
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