Eine Karte gegen den Fachkräftemangel

Die neue Rot-Weiß-Rot-Karte bringt viele Verbesserungen - ein Rundruf.

Christian Sec. Die ab 1. Oktober gültigen neuen Regeln für die Rot-Weiß-Rot-Karte sollen das Recruiting von dringend benötigten Facharbeitern in der Wirtschaft erleichtern. Es wurden niedrigere Schwellenwerte bei den Mindestgehältern eingeführt (44.395 Euro brutto pro Jahr). Die Anerkennung von Ausbildungen und Sprachqualifikationen wurden erleichtert. Bei IT-Kräften ist z. B. kein Studium mehr erforderlich, wenn eine adäquate Berufserfahrung nachweisbar ist. Die ATX-Unternehmen benötigen in unterschiedlichem Ausmaß die…

07.02.2023
jetzt lesen »

Es gibt Aufholpotenzial

Auf welche Trends und Themen Anleger mit Zertifikaten jetzt setzen können.

Raja Korinek. Das neue Börsenjahr bringt neue Trends: Die Inflation sinkt, die globale Wirtschaft kühlt sich ab. All solche Themen wurden am fünften Stammtisch des „Zertifikate Forums Austria“ diskutiert sowie Investmentchancen aufgezeigt. Philipp Arnold, Leiter Zertifikatevertrieb und Marketing bei Raiffeisen Zertifikate, geht auf die Prognosen von Raiffeisen Research ein: Heuer dürfte das BIP in der Eurozone um 0,3 % wachsen. Die Inflation dürfte von 8,5 % für 2022 auf 6 % im laufenden Jahr sinken und dem rückläufigen…

07.02.2023
jetzt lesen »

Mailand ringt London die Finanzelite ab

Die norditalienische Metropole etabliert sich als europäisches Finanzzentrum.

Roman Steinbauer. Laut Erhebungen der European Banking Authority (EBA) führt die Abwanderung hochbezahlter Angestellter der Londoner Bankenbranche zu einer Konzentration in anderen EU-Finanzmetropolen. So soll 2022 der Rekordwert von 1.957 Mitarbeitern im gesamten EU-Raum erreicht worden sein, die in dieser Berufsgattung ein jährliches Einkommen von mehr als 1 Mio Euro bezog. Nachzug vieler Investmentbanken Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg entpuppt sich durch den Zuzug des Finanzsektors vor allem das innova…

01.02.2023
jetzt lesen »

Großer Durchbruch für die Alzheimerbehandlung

Ein Kommentar von Christian Lach und Lukas Leu, Portfolio Manager des Bellevue Biotech (Lux) Fonds.

Red. Für Alzheimerpatienten ist die Entscheidung der FDA vom 6. Jänner eine erste Schlüsseletappe. Das zuständige Fachgremium der US-Behörde hat sich für die vorläufige Zulassung des Antikörpers Lecanemab ausgesprochen, der unter dem Markennamen Leqembi verkauft wird. Der Zulassungsantrag für Europa ist innerhalb der nächsten Monate zu erwarten. Der von Eisai und BioArctic in Zusammenarbeit mit Biogen entwickelte Antikörper ist nach einer Reihe von klinischen Fehlschlägen ähnlicher Antikörper das erste Medikament, welch…

01.02.2023
jetzt lesen »

Bedarf an Kupfer steigt, während Produktion stagniert

Assetmanager OFI: Energietransition als Game Changer im Metallbereich.

Rudolf Preyer. „Bei Kupfer sind wir am optimistischsten“, erklärte Benjamin Louvet, Head of Commodity Management des in Paris beheimateten OFI Invest Asset Management in einem vorwöchentlichen Outlook-Webinar. S&P etwa sieht den internationalen Kupferbedarf sich bis 2035 auf 50 Mio t pro Jahr verdoppelt habend, allerdings werde wohl die Produktion ab 2024 abnehmen. Folglich dürfe man aktuell mit Preissteigerungen von bis zu 35 % rechnen, so Louvet. Bei Nickel gibt es einen exponentiellen (elektrobatteriegetriebenen)…

01.02.2023
jetzt lesen »

„Das Rezessionsgerede ist zu negativ“

Alois Wögerbauer (li.), Fondsmanager und Geschäftsführer der 3 Banken Generali KAG, im Exklusivinterview.

Marius Perger. „Zu negativ“ sei derzeit der Konjunkturkonsens. Das sagt Alois Wögerbauer, Fondsmanager und Geschäftsführer der 3 Banken Generali KAG, im Gespräch mit Börsen-Kurier-Herausgeber Marius Perger. Er rechnet damit, dass die Rezession in Europa „mild bis sehr mild“ verlaufen werde, das Wirtschaftswachstum also zwischen null und -0,5 % liegen werde. In den USA werde es bei „plus/minus null“ liegen, weltweit sei keine Rezession zu erwarten. Positiv sei auch, dass der Zinsgipfel in Sicht sei. Dies sei für die Anle…

24.01.2023
jetzt lesen »

Provisionssystem unter Druck

Die Debatte um „Anreize“ für Finanzberater gewinnt wieder an Fahrt.

Emanuel Lampert. Die Frage ist nicht neu, und sie kehrt regelmäßig wieder: Wie sollen Versicherungsvermittler und Vermögensberater entlohnt werden? In Österreich herrscht das Provisionssystem vor. Speziell Konsumentenschützern stößt dieses aber immer wieder sauer auf, Stichwort: Interessenkonflikt. Noch Mitte des letzten Jahres schien die politisch heiße Kartoffel etwas abgekühlt zu sein, auch aus offiziellen Brüsseler Kreisen kamen zurückhaltende Töne. Nun ist aber gerade der für März erwartete Entwurf für die EU-Klein…

24.01.2023
jetzt lesen »

Feiern die Schwellenländer ein Comeback?

Experten haben sowohl Aktien als auch Anleihen auf der Rechnung.

Patrick Baldia. Es gibt sicher Assetklassen, die Anlegern in den vergangenen Jahren mehr Freude bereiteten als Emerging-Markets-Aktien. Allein 2022 verlor etwa der MSCI Emerging Markets Index 20 % (in USD, Anm.). Zum Vergleich: Der MSCI World ging „nur“ um rund 12 % zurück. Hinter der Underperformance der Schwellenländer steht eine Reihe von „Vätern“: Die an Fahrt verlierende Weltwirtschaft, eskalierende geopolitische Konflikte, die Null-Covid-Politik in China und nicht zuletzt die schnellste Zinsanhebung der vergangene…

24.01.2023
jetzt lesen »

Probegalopp für EU-Lieferkettengesetz

Deutsches Lieferkettengesetz ist organisatorische Herausforderung für österreichische Zulieferer.

Christian Sec. Viele österreichische Unternehmen sind seit diesem Jahr stärker mit Forderungen zur Einhaltung von Menschen- und Umweltrechten konfrontiert. Das deutsche Lieferkettengesetz, das ab Jänner in Kraft getreten ist, verpflichtet deutsche Großunternehmen zu Risikoanalysen und Überprüfung ihrer unmittelbaren Zulieferer in diesen Bereichen. Nachdem den berichtspflichtigen deutschen Unternehmen ab einer Mitarbeiteranzahl von 3.000 (ab 2024: 1.000 Mitarbeiter) bei Verstößen deutliche Bußgelder bis zu 2 % vom Umsatz…

18.01.2023
jetzt lesen »

Agrana-CFO: „In der Wertschöpfung weiter gehen“

Der Konzern erwartet deutlich höhere Ergebnisse und will in Russland bleiben.

Marius Perger. Am Donnerstag der Vorwoche präsentierte Agrana Zahlen zum dritten Quartal (per 30. November 2022) und bestätigte den optimistischen Ausblick. Der Umsatz legte in den ersten drei Quartalen um 26,4 % auf mehr als 2,7 Mrd Euro zu, das operative Ergebnis (ohne Sondereffekte und ohne at equity konsolidierte Beteiligungen) stieg sogar um 77 % auf knapp 122 Mio Euro. Das Konzern-Ebit reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum allerdings um 33,9 % auf etwas mehr als 50 Mio Euro. Hauptgrund dafür waren außero…

18.01.2023
jetzt lesen »