Die hohe Marktkonzentration verunsichert

Der Diskurs über eine Blasenbildung an den Aktienmärkten lebt auf.

Roman Steinbauer. Nach Angaben der britischen Wirtschaftstageszeitung Financial Times (FT) repräsentiert der gesamte Aktienmarkt der USA aktuell 60 % an Kapitalisierung des Weltindex MSCI ACWI. Zuletzt wurde eine derartige Dominanz US-amerikanischer Gesellschaften im Jahr 2004 beobachtet. Für auf den globalen Markt ausgerichtete Fondsmanager führt dieser Umstand zu herausfordernden Entscheidungen. Stieg doch seit 2023 der Druck, in die Leitaktien der Tech-Rallye (ungeachtet der Bewertungsrelationen) engagiert zu sein, e…

07.05.2024
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Chipindustrie: Kommt der nächste Aufschwung?

Trotz der KI-Euphorie erlitt die Branche jüngst einen Dämpfer. Experten erwarten nun eine Trendwende.

Raja Korinek. Der Markt für Halbleiter gewinnt weltweit an Bedeutung. Schließlich wächst das globale Datenvolumen und damit verbunden der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Für den KI-Einsatz werden entsprechend immer leistungsfähigere Halbleiter gebraucht. Dennoch gibt es auch Rücksetzer. „Trotz des aktuellen KI-Hypes war 2023 ein schwieriges Jahr für die Halbleiterbranche“, konstatiert Hagen Ernst, Stellvertretender Leiter Research und Portfoliomanagement bei DJE Kapital AG. Er verweist auf Zahlen der „Semiconducto…

07.05.2024
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Begehrte Industriemetalle

Mit Zertifikaten am nächsten Rohstoffpreisschub partizipieren.

Michael Kordovsky. Weltweit sind die hohen „Sicherheitslagerbestände“ aus der Pandemiezeit weitgehend abgebaut. In China zeigt die Industrie bereits starke Impulse. Vor allem Batteriemetalle wie Nickel, Lithium und Kobalt sind aussichtsreich. Aluminium könnte von begrenztem Kapazitätswachstum und periodischen Stromunterbrechungen in Chinas primärem Produktionssektor profitieren. Darüber hinaus führen Trends zur Leichtbauweise in der Autobranche und beim Flugzeugbau zu steigender Nachfrage. Laut einer Schätzung des Resea…

07.05.2024
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Hohe Renditen mit Fokus auf Innovation

In Innovation zu investieren, heißt vor allem in die Tech-Branche und die USA.

Christian Sec. Mit der KI-Revolution werden die Karten wieder neu gemischt. Dementsprechend geht ein wenig die Angst um. Denn eines scheint gewiss: Marktanteile werden sich verschieben. Die Unternehmen investieren in KI, nicht zuletzt in der Angst, dass sie, wenn sie es nicht tun, vom Markt gefressen werden könnten. Trotz stagnierender Umsätze und sinkender Gewinne steigerten die 500 innovativsten Top-Konzerne der Welt ihre F&E-Ausgaben um 12 %. Insgesamt zeigt sich, dass sich die Ausgaben immer stärker in die USA v…

30.04.2024
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Rüstungs-Lieferkette bietet Chancen

Investments entlang der Wertschöpfungskette statt reiner Rüstungsaktien.

Michael Kordovsky. Die weltweiten Rüstungsausgaben stiegen von 1.842 MrdUSD im Jahr 2018 bis 2023 auf 2.443 MrdUSD - ein Anstieg um jährlich 5,8 %. Weitere Erhöhungen (vor allem bei den Nato-Ländern sowie in Russland und China) zeichnen sich ab. Die Performance des 28 Werte der Bereiche Rüstung sowie Luft- und Raumfahrt enthaltenden „MSCI World Aerospace and Defense Index“ (USD) lag in den vergangenen drei Jahren bis 29.3. bei 13,7 % p.a. verglichen mit 8,6 % p.a. im MSCI World. Allerdings ist das Forward-KGV dieses Ind…

30.04.2024
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Womit Europas Zinslandschaft lockt

Bei Pictet sieht man gute Gründe für Euro-Unternehmensanleihen.

Raja Korinek. Das Ende der lockeren Geldpolitik vor rund zwei Jahren führte zu Turbulenzen auf den globalen Anleihemärkten. Die Zinsen wurden in Europa sowie in den USA zügig angehoben, wodurch bestehende Bonds an Wert verloren. Denn sie waren dann schlechter verzinst als jene Papiere, die nach den Anhebungen begeben wurden. Dieser Umstand traf auf Unternehmensanleihen in einem größeren Ausmaß als auf Staatsanleihen zu. Manch ein Konzern konnte die höheren Finanzierungskosten nicht ganz einfach wegstecken. Vor allem Emi…

30.04.2024
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Fiesta an der Börse Madrid

Die Konjunktur in Spanien boomt - und mit ihr auch der Aktienmarkt in zahlreichen Branchen.

Stefan Riedel, München. Spaniens Wirtschaft blickt weiter sonnigen Zeiten entgegen. Der IWF prognostiziert für die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone 2024 ein Wachstum von 1,5 %. Das ist deutlich mehr als die für die Eurozone prognostizierten 0,9 % und die 0,2 %, die für Österreich erwartet werden. Bereits 2023 hatte Spanien mit einem 2,5-%-Plus beim Bruttoinlandsprodukt die meisten Industriestaaten abgehängt. Das Land ist einer der größten Profiteure des Wiederaufbaufonds der EU. Und weil die Inflation früher san…

23.04.2024
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Chinas steiniger Weg zurück

Der Exportsektor wird zu einer wichtigen Wachstumsstütze, der Konsum könnte bald folgen.

Raja Korinek. Das globale Umfeld ist nicht einfach. Die geopolitischen Konflikte spitzen sich zu, in den USA bleibt die Inflation hoch. Dennoch erhöhte der Internationale Währungsfonds kürzlich seine Wachstumsprognosen. Ihm zufolge dürfte heuer die globale Konjunktur um 3,2 % wachsen. Auch für das Reich der Mitte gibt es eine Wachstumsprognose, sie liegt bei 4,6 %. Und damit ein Stück unter den angestrebten 5 % der Regierung in Peking. Erfolgreicher Jahresstart Immerhin verlief das erste Quartal bereits positiv: Die chi…

23.04.2024
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Kreislauf statt Müll

Im Spannungsfeld zwischen Produktionssteigerung und Abfallreduktion.

Christian Sec. Wenn es nach dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft der EU geht, soll die Wegwerfgesellschaft bald der Vergangenheit angehören, genauso soll die Abfallmenge nicht mehr eins zu eins von der Produktionsmenge abhängen. Insbesondere die Lebensdauer von Produkten und ihre Wiederverwendbarkeit zu erhöhen, steht daher im Zentrum der politischen Anstrengungen. Bei Wienerberger soll der Anteil von Produkten mit extrem langer Lebensdauer bis 2026 auf mehr als 80 % und jener von recycelbaren Produkten auf 90 % …

23.04.2024
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Stabilisator aus dem Südosten

Der CEE-Markt hat für heimische Immobilienentwickler eine stabilisierende Wirkung.

Christian Sec. 2023 sah sich der Immobilienmarkt mit massiven Zinserhöhungen konfrontiert, was zwar die Immobilienrenditen in allen Anlageklassen erhöhte, sich aber negativ auf die Immobilienwerte auswirkte. So verzeichneten die Bestandsimmobilien des Immobilienentwicklers Immofinanz Abwertungen von 186,8 Millionen Euro. Dabei war der Euroraum stärker von den Abwertungen betroffen als der CEE-Raum. Die Renditen in den Jahren davor waren aufgrund der niedrigen Zinsen und der hohen Aufwertungen der Immobilien stark gestie…

16.04.2024
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