Ein Masterplan für die Wiener Börse

Der international anerkannte Ökonom Christian Keuschnigg hat den heimischen Finanzstandort einer ausführlichen Analyse unterzogen.

„Die Bedeutung des Finanzplatzes für eine Volkswirtschaft kann man nicht hoch genug einschätzen. Er versorgt alle Teile des Wirtschaftslebens - die Haushalte, Unternehmen und den Staat“, so Christian Keuschnigg, der gemeinsam mit Michael Kogler für die aktuelle Studie „Finanzplatz Österreich. Eine Strategie für Wachstum und Stabilität“ verantwortlich zeichnet. Keuschniggs Worte haben Gewicht, der bekannte Wirtschaftsforscher war Leiter des IHS und ist derzeit an der renommierten Universität St. Gallen tätig. „Ein leistu…

09.09.2016
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Immobilien als weiteres Standbein des Pensionsfonds

Der global mächtigste Staatsfonds baut den Immobilien-Anteil deutlich aus. Die internationale Nachfrage nach Anlageformen in „Betongold“ hält an.

Für österreichische Anleger mit dem Fokus auf Wertpapiere der internationalen Immobilienbranche ist das Agieren des norwegischen GPFN (Government Pension Fund Norway) von Relevanz. Die Anlagestrategie des weltgrößten Staatsfonds bewegt zunehmend das Agieren weiterer Marktteilnehmer. Mit aktuell exakt 800 Mrd. Euro und einem weltweiten Anteil von 1,3 % der Aktienkapitalisierung an mehr als 900 Gesellschaften, erregt der „Statens pensjonsfond Norge“ in der Führungsebene der Großkonzerne und der Mammut-Investoren, Aufmerks…

09.09.2016
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Innovationen sollen Telekom pushen

Alejandro Plater, der argentinische CEO und COO der Telekom Austria Group, im Gespräch über Geschäftsfelder der Zukunft, Performance, Dividende, Börse und Regulierung.

Warum sollte ein Anleger Telekom-Austria(TA)-Aktien kaufen? Diese für den Freefloat wesentliche Frage beantwortet Alejandro Plater, CEO des börsenotierten teilstaatlichen Konzerns im englischen Gespräch mit dem Börsen-Kurier mit Daten: Die Attraktivität eines Aktientitels ruhe auf drei Säulen: „Dividende, Liquidität und Performance“. Was die Dividende betrifft, werde die TA mit der Änderung ihrer Ausschüttungspolitik - Vervierfachung von 5 auf 20 Cent - sehr kompetitiv im Vergleich mit dem Markt. „Unsere Dividendenrendi…

31.08.2016
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Zitterpartie am Bosporus

Seit dem mysteriösen Militärputsch Mitte Juli kommt der Staat am Schnittpunkt von Europa und Asien keinen Tag aus den politischen Schlagzeilen. Die Frage ist: Bleibt die offensichtliche Wirtschaftsdynamik des 79-Millionen-Einwohner-Landes erhalten?

Mit der Ausrufung der Republik Türkei am 29. Oktober 1923 hatte Mustafa Kemal, genannt Atatürk („Vater der Türken“), dem Volk ein neues Identitätsbewusstsein eingehaucht: Nach dem im Ersten Weltkrieg besiegelten Untergang des ehemals mächtigen Osmanischen Reichs, das ab dem zwölften Jahrhundert vom asiatischen Anatolien bis zum europäischen Balkan sowie nach Arabien und Nordafrika expandierte, war es dem Revolutionär gelungen, den türkischen Nationalstolz durch einen laizistischen, westlich orientierten Staat und eine w…

31.08.2016
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„Langer, brutaler Zyklus“

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment muss starke Umsatzeinbußen hinnehmen, auch das Ergebnis rutscht ins Minus. Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann erklärt im Gespräch mit dem Börsen-Kurier, warum er dennoch optimistisch in den Zukunft blickt.

Wenn bei der Präsentation von Bilanzzahlen Formulierungen wie „extrem schwieriges Umfeld“ fallen, lässt das zumeist nichts Gutes erahnen. Tatsächlich befindet sich die Erdölindustrie in einer angespannten Situation, was auch Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) zu spüren bekommt: Der Umsatz ging im ersten Halbjahr 2016 um 52,9 % auf 88 Mio Euro zurück, wobei SBO im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch vom Rekordauftragseingang 2014 profitierte. Das EBITDA beträgt aktuell minus 5,7 Mio Euro (1. Halbjahr 2015: 45…

31.08.2016
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George Soros glaubt an fallende Kurse

Der prominente Investor verstärkt seine Wette auf fallende US-Indizes. Alle führenden Kursbarometer der Vereinigten Staaten brachen hingegen nach oben aus. Der September wird Klarheit schaffen.

Eine teure Bewertung der US-Aktienmärkte lässt ein potentielles Einbruchspotential größer erscheinen. - eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines bevorstehenden Ausverkaufs muss damit aber keinesfalls einhergehen. Im Gegenteil dazu ist eine Auffälligkeit klar gegeben: Wir befinden uns an den Aktienmärkten in einem Handelsmonat, das von einem dünnen Wertpapiergeschäft an den Weltbörsen geprägt ist. Die Kursentwicklungen weisen dazu im August und September die traditionell schwächste Tendenz der US-Aktienindizes auf. Doch auc…

24.08.2016
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„Es ist besser, mit Verkäufen zuzuwarten“

Frank Nickel, CEO der CA Immo, über die aktuelle Deutschland-Strategie, Grundstücksreserven sowie in welchen CEE-Märkten Vorsicht angebracht ist.

Börsen-Kurier: Herr Nickel, welche Strategie verfolgen Sie derzeit am boomenden deutschen Immobilienmarkt? Frank Nickel: Unsere Strategie ist, dass wir in Deutschland selbst bauen und Fertigstellungen großteils im eigenen Bestand halten. Zu kaufen lohnt sich dort angesichts einer Rendite von 4 % kaum. Entwickeln wir jedoch selbst, so kann mit einer Rendite von 5 bis 9 % gerechnet werden. Börsen-Kurier: Auf welche deutschen Städte konzentrieren Sie sich? Nickel: Wir sind in Deutschland schwerpunktmäßig in drei Städten - …

24.08.2016
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Rom im Verteidigungsmodus

Eine drohende weitere Rating-Abstufung des Apenninenstaates verschärft die Bankenkrise. Eine flache ökonomische Entwicklung setzt sich unterdessen fort.

Die Suche nach einer EU-konformen Lösung zur finanziellen Stabilisierung italienischer Banken läuft weiter und ist ein komplexes Unterfangen. Zum aktuell ungünstigen Zeitpunkt gesellt sich nun eine angekündigte Rating-Überprüfung des Landes durch die bedeutendste kanadische Bonitätsagentur DBRS (Dominion Bond Rating Service). Begründet wird diese „Überprüfung“ neben der gravierenden Lage mehrerer italienischer Banken mit der hohen Staatsverschuldung und der lahmenden Wirtschaftsleistung. Eine tatsächliche mögliche Abstu…

24.08.2016
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Der Bundespräsident als Türöffner für Milliarden-Aufträge

Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen, langjähriger Uni-Professor der Wirtschafts- und Finanzwissenschaften, mal abseits von Kanzlerangelobungs- und Migrationsfragen.

Börsen-Kurier: Einer Ihrer Wahlkampfbegriffe ist „Heimat“. Heimat kann standortpolitisch gesehen auch „Heimatstandort“ für Unternehmen und Unternehmer bedeuten. Wie wollen Sie bei denen das „Heimatgefühl“ stärken? Alexander Van der Bellen: Der wichtigste Erfolgsfaktor Österreichs im internationalen Standortwettbewerb sind gut ausgebildete Arbeitskräfte. Investitionen in Bildung und Ausbildung ermöglichen Innovationen und wirtschaftliche Dynamik. Junge Menschen brauchen daher Perspektiven dahin. Wir alle sind dazu aufger…

17.08.2016
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Gute Chancen für ausgewählte Aktien

Der Investmentfonds M&G Optimal Income Fund ist hauptsächlich auf Anleihen spezialisiert - das Management hat jedoch jetzt den Aktienanteil aufgestockt. So landeten zuletzt etwa Apple, BMW und Time Warner im Portfolio. Wir haben nachgefragt.

2016 war bisher kein besonders erfolgreiches Jahr für Aktieninvestments, so liegt z.B. der DAX year-to-date in etwa pari und der ATX musste rund 130 Punkte Verlust hinnehmen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Nachricht, dass M&G-Fondsmanager Richard Woolnough jetzt auf „Aktien-Einkaufstour“ gegangen ist - und das obwohl sein M&G Optimal Income Fund ein flexibler Rentenfonds ist. Angestrebt wird keine bestimmte Aktienquote, stattdessen sollen in erster Linie die besten Möglichkeiten im Anleihenbereich ge…

17.08.2016
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